Michael Klier

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Michael Klier (* 16. Januar 1943 in Karlsbad, Sudetenland) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Klier wurde in Karlsbad geboren. 1947 floh die Familie aus der damaligen Tschechoslowakei in die Sowjetische Besatzungszone; 1961 dann in die Bundesrepublik Deutschland. Klier erlernte zunächst den Beruf des Theatermalers, lebte einige Jahre in Paris und war Fußballer. Ab 1969 studierte er Philosophie und Geschichte an der FU Berlin.

Klier drehte zahlreiche Kurzfilme und TV-Portraits, unter anderem über Joseph Losey, Jean-Marie Straub, Roberto Rossellini, François Truffaut (bei dem er hospitierte), Claude Sautet, Godards Kameramänner und Henri Alekan. Für seine Spielfilme Ostkreuz und Heidi M. erhielt er den Grimme-Preis, für Überall ist es besser, wo wir nicht sind den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Klier war Regiedozent an der DFFB Berlin, HFF München, HFF Babelsberg.

Michael Klier lebt in Kleinmachnow bei Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1963: Probeaufnahmen, Kurzfilm mit Rolf Zacher (Drehbuch, Regie)
  • 1965: "Ferrari" Kurzfilm, Preise, Kritikerpreis (Drehbuch, Regie)
  • 1965: 19. September, Dokumentarfilm mit (Drehbuch, Schnitt)
  • 1978: Zwischen zwei Kriegen, Spielfilm (als Darsteller, Regie: Harun Farocki)
  • 1982: System ohne Schatten, Spielfilm (als Darsteller zusammen mit Bruno Ganz)
  • 1983: Der Riese, Video - Dokumentar-Film (Regie, Drehbuch, Kamera, Produzent)
  • 1986: "Casting" Dokumentarfilm über Juliette Binoche, Beatrice Dalle u. a. (Drehbuch, Regie, Co-Produzent)
  • 1989: Überall ist es besser, wo wir nicht sind, TV-Spielfilm (Regie, Drehbuch, Co-Produzent)
Preise: Hessischer Filmpreis / Preis der deutschen Filmkritik / Adolf-Grimme-Preis mit Gold 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]