Michael Longley

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Michael Longley, CBE[1] (* 27. Juli 1939 in Belfast) ist ein nordirischer Dichter.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Michael Longleys Eltern stammten aus London und siedelten 1927 nach Belfast über. Er hat einen Zwillingsbruder, Peter, und eine Schwester, Wendy.[2]

Im Jahr 1958 nahm er am Trinity College in Dublin ein Studium der Klassischen Philologie auf, anschließend arbeitete er als Lehrer in Dublin, London und Belfast. In Belfast kam er 1964 in Kontakt mit The Belfast Group, einem informellen Dichterkreis, in dem damals auch Seamus Heaney und Derek Mahon verkehrten. 1969 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband. Er schrieb außerdem für den Hörfunk der BBC, die Literaturzeitschrift Encounter und das Satiremagazin The Phoenix.[3]

Seine Lyrik zeigt Einflüsse klassischer Metrik und klassischer Mythologie, hat jedoch zeitgeschichtlichen oder Gegenwartsbezug. Bevorzugte Themen sind Natur und der Nordirlandkonflikt. Er erhielt u.a. 1991 den Whitbread Poetry Award, 2000 den Hawthornden-Preis und 2001 den T. S. Eliot Prize sowie die Queen’s Gold Medal for Poetry.[3]

Longley arbeitete von 1970 bis 1991 für den Arts Council of Northern Ireland, ist Fellow der Royal Society of Literature und Mitglied von Aosdána. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1969: No Continuing City
  • 1973: An Exploded View
  • 1976: Man Lying on a Wall
  • 1979: The Echo Gate
  • 1991: Gorse Fires
  • 1995: The Ghost Orchid
  • 1998: Broken Dishes
  • 2000: The Weather in Japan
  • 2004: Snow Water

Literatur[Bearbeiten]

  • Fran Brearton: Reading Michael Longley. Bloodaxe 2006.
  • Neil Corcoran: “To stop the bleeding: the poetry of botany in Michael Longley”, in: Poets of Modern Ireland: Text, Context, Intertext. SIU Press 1999, S.156-176.
  • Jonathan Hufstader: Tongue of Water, Teeth of Stones: Northern Irish Poetry and Social Violence, UP of Kentucky 1999, S.87-110.
  • Alan Peackock: “Michael Longley: Poet between Worlds”, in: Michael Kenneally (Hrsg.): Poetry in Contemporary Irish Literature. Rowman & Littlefield 1995, S.263-279

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Longley bei poetryarchive.org
  2. Biografie auf TeachNet Ireland (Version vom 22. März 2003 im Internet Archive)
  3. a b Michael Longley bei contemporarywriters.com
  4. マイケルのキーワード集