Michael Müller (Politiker, 1964)

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Michael Müller 2016
Michael Müller auf der Langen Nacht der Startups, 2015

Michael Müller (* 9. Dezember 1964 in West-Berlin) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit dem 11. Dezember 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin. Müller war erstmals von 2004 bis 2012 Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Berlin und ist es erneut seit dem 30. April 2016. Von 2011 bis 2014 war er Bürgermeister und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt. Zuvor war er SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchdruckerei Müller

Müller wurde im Berliner Bezirk Tempelhof geboren, legte 1982 die Mittlere Reife ab und besuchte 1983 die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung. 1986 schloss er eine kaufmännische Lehre ab und war bis 2011 als selbständiger Drucker tätig. Gemeinsam mit seinem Vater betreibt er eine kleine Druckerei in Neu-Tempelhof.[1]

Müller ist unter anderem Mitglied der Arbeiterwohlfahrt und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Müller ist seit 1981 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Von 1989 bis 1996 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof, zuletzt als Fraktionsvorsitzender. Von 2000 bis 2004 war er Kreisvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg.

Seit 1996 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, seit 2001 als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 4. Von Juni 2001 bis November 2011 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion. Er folgte Klaus Wowereit nach dessen Wahl zum Regierenden Bürgermeister am 16. Juni 2001 im Amt nach. Nach dem Rücktritt von Peter Strieder im April 2004 übernahm er zusätzlich den SPD-Landesvorsitz. Am 9. Juni 2012 unterlag Müller in einer Kampfabstimmung um das Amt des Landesvorsitzenden mit 101 Delegiertenstimmen gegen den SPD-Linken Jan Stöß, der 123 Stimmen erhielt.[3] Müller galt als enger Vertrauter Klaus Wowereits.

Am 1. Dezember 2011 wurde er als Senator für Stadtentwicklung und Umwelt im Senat Wowereit IV vereidigt. Müller war seitdem auch Bürgermeister und damit einer der beiden Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters. Als sein Nachfolger im Amt des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt trat der Lichtenberger Bezirksbürgermeister Andreas Geisel an, Nachfolgerin als Bürgermeisterin wurde Arbeitssenatorin Dilek Kolat.[4]

Am 29. August 2014 erklärte Müller seine Kandidatur[5] für die Nachfolge Klaus Wowereits, der am 26. August 2014 seinen Rücktritt für den 11. Dezember 2014 angekündigt hatte. In einer Urabstimmung der Berliner SPD am 18. Oktober 2014 setzte sich Müller gegen den SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß und den Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, mit absoluter Mehrheit durch. Er erreichte 59,11 % der Stimmen.

Am 11. Dezember 2014 wurde Müller mit 87 zu 58 Stimmen bei einer Enthaltung zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.[6]

Im April 2016 erklärte Müller seine Absicht, sich auf dem für den 30. April 2016 angesetzten Landesparteitag um den Landesvorsitz seiner Partei zu bewerben. Der amtierende Landesvorsitzende, Jan Stöß, erklärte daraufhin seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Müller wurde schließlich neuerlich zum SPD-Landesvorsitzenden gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Müller (Politiker, 1964) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Buchdruckerei Müller, abgerufen am 9. Dezember 2016.
  2. Webseite der Senatsverwaltung
  3. Wahl zum Parteichef: SPD-Linker Stöß stürzt Berliner Landeschef Müller. AFP-/dpa-Artikel auf Zeit Online, 9. Juni 2012, abgerufen am 9. Dezember 2016.
  4. Ulrich Zawatka-Gerlach, Lars von Törne: Das sind Berlins neue Senatoren. Der Tagesspiegel, 20. November 2014, abgerufen am 9. Dezember 2016.
  5. michael-mueller-spd.de. 29. August 2014, archiviert vom Original am 23. Juli 2012, abgerufen am 9. Dezember 2016.
  6. Klaus Wowereit-Nachfolger: Michael Müller ist Bürgermeister. AFP-Artikel auf FAZ.net, 11. Dezember 2014, abgerufen am 9. Dezember 2016.