Michael Mathias Kiefer

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Michael Mathias Kiefer (* 8. Juli 1902 in München; † März 1980 in Feldwies am Chiemsee) war deutscher Maler.

Er war Vertreter der Landschafts- Jagd-, Porträt- und Aktmalerei (Münchner Schule); Bildhauer. Sein Schaffen enthält Werke in Öl, Aquarell und Zeichnungen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Werk setzt sich vor allem zusammen aus Porträts von Mensch und Tier sowie Landschaftsmalerei. Dabei wurden keinesfalls nur einheimische Motive verewigt. Zu seinem Vermächtnis gehören ebenso Gemälde und Zeichnungen die im Rahmen zahlreicher Studienreisen nach Nord- und Südamerika, Skandinavien und in den Orient entstanden.

Teile seines Werkes wurden der Öffentlichkeit im Rahmen großer Kunstausstellungen in München, Berlin und Düsseldorf vorgestellt, sowie alljährlich bei der königlichen privaten Künstlergenossenschaft von 1860 in München.

Adolf Hitler kaufte sein Helgoland-Bild "Die Wacht", das er 1940 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München präsentieren konnte, es ist noch heute in rechtsradikalen Kreisen beliebt.

Auch seine 40-jährige Tätigkeit als Illustrator für alle Jagdzeitschriften brachte ihm viel Bewunderung und Ansehen ein. Anlässlich der Gedächtnisausstellung von 1982 wurde in limitierter Auflage ein 215-seitiger Bildband über Leben und Werk des Künstlers veröffentlicht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Mathias Kiefer wurde am 8. Juni 1902 in München als Sohn des Bäckermeisters Michael Kiefer und seiner Frau Karolina geboren. Nach dem Abitur fand er über den Umweg als Tierpräparator in Diensten der zoologischen Staatssammlung München zur Malerei und Bildhauerei.

1925–1927: 1. Gran Chaco Expedition mit Prof. Krieg nach Argentinien, Paraguay und den Süden Brasiliens

1931–1933: 2. Gran Chaco Expedition mit Prof. Krieg. In dieser Zeit entstandene Bilder erfolgreich ausgestellt in Asunción und Buenos Aires

Ab 1933 besuchte er die Akademie der Bildenden Künste in München, wurde Schüler von Prof. Angelo Jank und unternahm weitere Studienreisen nach Ostpreußen, Ungarn und in die Türkei

1934 heiratete Michael Kiefer Berta Leitner in München und verlegte seinen Wohnsitz nach Feldwies an den Chiemsee, wo er ausreichend Raum und Motive für seine Passion, die Malerei und die Bildhauerei fand

Auch in späteren Jahren unternahm er weitere Studienreisen im Rahmen der Staatssammlungen München und Stuttgart. So etwa 1951–1952 nach Tanganjika, Kenia und Uganda oder 1963 nach Schweden, Norwegen, die Ostküste der USA und Kanada

Michael Kiefer starb im März 1980 in seinem Haus am Chiemsee. Nach Fertigstellung der Ausstellungsräumlichkeiten nahe Kiefers Atelier konnte seine Witwe Berta Kiefer 1982 zu einer Gedächtnisausstellung laden.