Michael McDonald (Musiker)

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Michael McDonald (2000)

Michael McDonald (* 12. Februar 1952 in St. Louis) ist ein amerikanischer Sänger, Keyboarder und Songwriter, der vor allem als Mitglied der Doobie Brothers in den 1970er Jahren bekannt wurde.

Biografie[Bearbeiten]

1975 begann McDonalds Musikkarriere, als er sich als Background-Sänger an dem Album Katy Lied von Steely Dan beteiligte. Im Folgejahr wurde er als Ersatz für den aus Krankheitsgründen ausgefallenen Sänger und Songwriter Tom Johnston festes Mitglied der Doobie Brothers. Für deren Platin-Album Takin’ It to the Streets schrieb er die Hälfte der Songs, u. a. die Hits Takin’ It to the Streets und It Keeps You Running. Mit Carly Simon schrieb er 1977 den Hit You Belong to Me.

Seine feste Mitgliedschaft bei den Doobie Brothers führte zu deutlichen Veränderungen im musikalischen Stil der Band, besonders eindrucksvoll zu hören auf dem Gold Album Living on the Faultline. Neben seiner Arbeit bei den Doobies spielte er unter anderem auf Alben von Bonnie Raitt, Kenny Loggins, Elton John, Christopher Cross, Lauren Wood sowie der Sängerin Amy Holland, die er 1983 heiratete und mit der er zwei Kinder hat. Seinen größten kommerziellen Erfolg hatte McDonald als Mitglied der Doobie Brothers mit dem Hit What a Fool Believes, den er zusammen mit Kenny Loggins komponiert hatte. Der Song war 1979 nicht nur ein Nummer-eins-Hit in den USA, sondern wurde auch mit drei Grammys ausgezeichnet.

Nach der Trennung der Doobie Brothers 1982 begann McDonald eine Solokarriere. Noch im gleichen Jahr erschien bei Warner Brothers Records sein Debütalbum If That’s What It Takes, welches mit Platin ausgezeichnet wurde. Die Single I Keep Forgettin’ (Every Time You’re Near) kam in den USA bis auf Platz 4. McDonalds zweites Solo-Werk No Lookin’ Back konnte den Erfolg seines Vorgängers nicht wiederholen. Im darauf folgenden Jahr erreichte das von Burt Bacharach und Carole Bayer Sager komponierte Duett mit Patti LaBelle On My Own Platz eins der US-Charts. Einen weiteren Top-10-Hit konnte McDonald 1986 mit dem Titel Sweet Freedom aus dem Soundtrack zum Film Diese zwei sind nicht zu fassen verbuchen.

Erst 1990 wurde bei Reprise Records das dritte Soloalbum McDonalds veröffentlicht, dem jedoch kein kommerzieller Erfolg beschieden war. 1992 tourte er mit Donald Fagen. Das nächste Album Blink of an Eye von 1993 war ein weiterer kommerzieller Misserfolg. 1996 tourte McDonald dann mit den Doobie Brothers. 2000 erschien bei Ramp Records das Album Blue Obsession, dessen Veröffentlichung bereits für 1997 vorgesehen war. 2001 wurde ein Weihnachtsalbum veröffentlicht. 2003 unterschrieb McDonald bei Motown und brachte das erfolgreiche Comeback-Album Motown heraus, das sich über 1,2 Millionen Mal verkaufte. Das 2004 erschienene Album Motown Two wurde mit über 500.000 Verkäufen vergoldet. 2007 veröffentlichte McDonald erneut ein Album mit Motown-Klassikern sowie erstmals auch wieder drei eigenen Titeln. 2009 erschien ein weiteres Weihnachtsalbum.

Michael McDonald ist seit 1983 mit der Sängerin Amy Holland verheiratet. Sie haben einen Sohn und eine Tochter.[1] Das Paar lebt in Nashville.[2]

Kurioses[Bearbeiten]

Michael McDonald ist eine der Hauptfiguren der zehnteiligen Comedy-Videoserie „Yacht Rock“, in der es um „Smooth Rock“ der 1980er Jahre wie Toto, Hall & Oates, Steely Dan, Michael Jackson, Kenny Loggins & Co geht.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Doobie Brothers

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1982 If That’s What It Takes 6
(32 Wo.)
10
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. August 1982
1985 No Lookin’ Back 45
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juli 1985
1990 Take It to Heart 35
(4 Wo.)
110
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 1990
2003 Motown 29
(4 Wo.)
14
(57 Wo.)
17
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Juni 2003
2004 Motown Two 29
(3 Wo.)
9
(17 Wo.)
8
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2004
2008 Soul Speak 27
(2 Wo.)
12
(7 Wo.)
10
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. März 2008

weitere Alben

  • 1993: Blink of an Eye
  • 2000: Blue Obsession
  • 2001: In the Spirit
  • 2005: Through the Many Winters: A Christmas Album

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1986 Sweet Freedom:
The Best of Michael McDonald
6
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1986
UK: Platin
2001 The Very Best Of 21
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2001
US: Gold
2009 The Ultimate Collection 20
(5 Wo.)
19
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. August 2005
2009 This Christmas 95
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2009

weitere Kompilationen

  • 1982: That Was Then, the Early Recordings of Michael McDonald
  • 2001: The Voice of Michael McDonald (UK: Silber)[4]
  • 2004: The Best Of: The Christmas Collection

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1980 Let Me Go, Love
In the Nick of Time
35
(11 Wo.)
96
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
Nicolette Larson feat. Michael McDonald
Autoren: B. J. Cook Foster, Michael McDonald
1982 I Keep Forgettin’
(Every Time You’re Near)
If That’s What It Takes
43
(6 Wo.)
4
(19 Wo.)
7
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1982
Charteintritt in UK erst im Juli 1986
Autoren: Ed Sanford, Jerry Leiber, Mike Stoller
1982 I Gotta Try
If That’s What It Takes
44
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1982
Autoren: Kenny Loggins, Michael McDonald
1983 Yah Mo B There
It’s Your Night
12
(19 Wo.)
19
(18 Wo.)
5
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1983
mit James Ingram; Grammy R&B Vocal Duo
Autoren: James Ingram, Michael McDonald,
Quincy Jones, Rod Temperton
1985 No Lookin’ Back
No Lookin’ Back
34
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1985
Autoren: Ed Sanford, Kenny Loggins, Michael McDonald
1986 On My Own
Winner in You
18
(12 Wo.)
20
(8 Wo.)
2
(14 Wo.)
1
(12 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1986
mit Patti LaBelle; UK: Silber; US: Gold
Autoren: Burt Bacharach, Carole Bayer Sager
1986 Sweet Freedom
Sweet Freedom: The Best of Michael McDonald
12
(11 Wo.)
7
(20 Wo.)
17
(13 Wo.)
8
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1986
vom Soundtrack des Films Running Scared
Autor: Rod Temperton
1990 Take It to Heart
Take It to Heart
98
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1990
Autoren: Diane Warren, Michael McDonald
1991 All We Got
(It’s Not Enough, It’s Never Enough)
Take It to Heart
88
(4 Wo.)
9
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1991
Autoren: Peter Leinheiser, Michael McDonald
1992 Ever Changing Times
What You See Is What You Sweat
19
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1992
Aretha Franklin feat. Michael McDonald
Autoren: Bill Conti, Burt Bacharach, Carole Bayer Sager
2002 Sweet Freedom
Episode II New Edition
29
(9 Wo.)
50
(6 Wo.)
52
(14 Wo.)
54
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2002
Safri Duo feat. Michael McDonald
Produzenten: Ingo Kunzi, Michael Parsberg, Safri Duo
2007 You Belong to Me
Funk This
63
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2008
Chaka Khan feat. Michael McDonald
Autoren: Carly Simon, Mike McDonald
Original: The Doobie Brothers. 1977
2008 Love T. K. O.
Soul Speak
92
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2008
Autor: Linda Womack

weitere Singles

  • 1971: God Knows
  • 1972: I Think I Love You Again (VÖ: Februar)
  • 1972: A Good Old Time Love Song (VÖ: Mai)
  • 1972: Drivin’ Wheel (VÖ: August)
  • 1972: Where Do I Go from Here (VÖ: Dezember)
  • 1983: Playin’ by the Rules (VÖ: Februar)
  • 1983: Believe in It
  • 1985: Lost in the Parade (VÖ: November)
  • 1986: I Just Can’t Let Go (David Pack mit Michael McDonald und James Ingram)
  • 1986: Our Love (Theme from No Mercy) (VÖ: September)
  • 1987: Love Has No Color (The Winans feat. Michael McDonald)
  • 1987: What a Fool Believes (The Doobie Brothers feat. Michael McDonald)
  • 1990: Tear It Up
  • 1993: I Stand for You
  • 1995: Hey Girl
  • 2003: I Heard It Through the Grapevine
  • 2003: Ain’t No Mountain High Enough
  • 2003: It’s About Time (Kenny Loggins feat. Michael McDonald)
  • 2004: Baby I Need Your Lovin’
  • 2004: Reach Out I’ll Be There
  • 2004: Stop, Look, Listen (To Your Heart)
  • 2008: (Your Love Keeps Lifting Me) Higher and Higher

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Land Silver.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum.png Platin Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 2 0 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 0 1 bpi.co.uk
Insgesamt 2 2 1

Quellen[Bearbeiten]

  1. Mark Weber: Michael McDonald married 30 Years. In: http://markwebermusicblog.com/. 22. Mai 2013, abgerufen am 22. Februar 2015.
  2. Amy Holland McDonald: You're Going to Be Okay. In: guideposts.org/. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  3. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  4. a b c d Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten]