Michael Niedermeier (Kunsthistoriker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Michael Niedermeier (* 1954 in Gotha) ist ein deutscher Literatur- und Kunsthistoriker, der sich mit dem Thema Gartenkunst und der Literatur, Sprache und Kultur der Goethezeit beschäftigt.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Niedermeier studierte von 1976 bis 1980 Germanistik und Anglistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend absolvierte er ein Forschungsstudium und wurde 1983 mit einer Arbeit zum Roman Die Wahlverwandtschaften von Johann Wolfgang von Goethe promoviert. Von 1983 bis 2000 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Germanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. 1985 war er Gastlektor an den Universitäten Wien und Klagenfurt und von 1985 bis 1988 an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest. 1992 weilte er mit einem IREX-Stipendium an der University of Wisconsin–Madison und am Institute of Landscape Architecture Dumbarton Oaks in Washington, D. C.

2007 habilitierte er sich und wurde Dozent am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin.[1]

Michael Niedermeier ist Leiter der Arbeitsstelle Goethe-Wörterbuch der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Vorstandsmitglied der Pückler-Gesellschaft Berlin,[2] Vorstandsmitglied der Dessau-Wörlitz-Kommission des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,[3] Mitglied der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs und Mitglied im Sonderforschungsbereich 644 „Transformationen der Antike“ der Humboldt-Universität zu Berlin.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ende der Idylle. Zum Charakter der Weltbeziehung in Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“. Dissertation. Humboldt-Universität zu Berlin 1983.
  • Das Ende der Idylle. Symbolik, Zeitbezug, „Gartenrevolution“ in Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“. Lang, Berlin u.a. 1992, ISBN 3-86032-003-3.
  • Erotik in der Gartenkunst. Eine Kulturgeschichte der Liebesgärten. Edition Leipzig, Leipzig 1995, ISBN 3-361-00436-5.
  • Das Gartenreich Dessau-Wörlitz als kulturelles und literarisches Zentrum um 1780. Teil 6 von Erhard Hirsch, Thomas Höhle (Hrsg.): Dessau-Wörlitz-Beiträge. Museum für Stadtgeschichte, Dessau 1995.
  • mit Clemens Alexander Wimmer (Hrsg.): Der Frühlingstag im Garten (1811/12) / Friedrich Ludwig Karl von Finckenstein. Zwei Garten-Lehrgedichte aus der Mark Brandenburg. Pückler-Gesellschaft, Berlin 1997.
  • mit Jost Hermand: Revolutio germanica. Die Sehnsucht nach der „alten Freiheit“ der Germanen 1750–1820. Lang, Frankfurt am Main u.a. 2002, ISBN 3-631-39671-6.
  • mit Annette Dorgerloh, Hanno Schmitt (Hrsg.): Leben, Lust und Tod in Gärten um 1800. Rochow-Museum, Reckahn 2004, ISBN 3-9809752-0-7.
  • mit Michael Seiler (Red.): Die Gärten von Ermenonville. Pückler-Gesellschaft, Berlin 2007.
  • Erinnerungslandschaft und Geheimwissen. Inszenierte Memoria und politische Symbolik in der deutschen Literatur und den anderen Künsten (1650–1850). Habilitationsschrift. Technische Universität Berlin 2007.
  • mit Annette Dorgerloh, Horst Bredekamp (Hrsg.): Klassizismus/Gotik. Karl Friedrich Schinkel und die patriotische Baukunst. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2007, ISBN 3-422-06686-1.
  • (Hrsg.): Der Landschaftspark von Machern. Pücklers Gärtner J. H. Rehder. Pückler-Gesellschaft, Berlin 2009.
  • mit Annette Dorgerloh, Marcus Becker (Hrsg.): Grab und Memoria im frühen Landschaftsgarten. Fink, Paderborn 2014, ISBN 978-3-7705-5442-3.
  • Angestammte Landschaften, mystische Einweihungsräume und arkadische Liebesgärten. Gartenkunst der Goethezeit. VDG, Kromsdorf 2017, ISBN 978-3-89739-887-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Niedermeier auf der Website der TU Berlin
  2. Vorstand der Pückler-Gesellschaft
  3. Vorstand der Dessau-Wörlitz-Kommission