Michael Schwartz

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Michael Schwartz (* 1963) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwartz absolvierte von 1982 bis 1988 ein Studium der Geschichte und Katholischen Religionslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster, das er mit der Ersten Staatsprüfung für die Lehrämter Sekundarstufe I und II abschloss. Von 1989 bis 1992 war er Stipendiat der Stiftung Volkswagenwerk und promovierte 1993 an der Uni Münster. Dort arbeitete er von 1993 bis 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte bei Hans-Ulrich Thamer.

Seit 1994 ist Schwartz wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ). Von 1998 bis 2001 war er Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin und der WWU Münster. 2001 habilitierte er sich mit einer Studie Vertriebene und „Umsiedlerpolitik“ zu Integrationskonflikten in den deutschen Nachkriegsgesellschaften am Fachbereich Geschichte/Philosophie der WWU Münster. Seit 2007 ist er außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der WWU Münster. Zu Schwartz‘ Forschungsschwerpunkten gehören die Themenbereiche International vergleichende Geschichte der Eugenik und „Euthanasie“, Resistenz im NS-Staat, Vertriebenenpolitik in der SBZ/DDR, Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland ab 1945, Geschichte ethnischer „Säuberungen“ im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschichte der Sexualität in Deutschland 1965 bis 2000.

Schwartz gehört seit 2014 der Steuerungsgruppe der Forschungsgruppe zur Geschichte der Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin an. Er war von 2010 bis 2015 Mitglied des wissenschaftlichen Beraterkreises der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Fachbeirats der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sozialistische Eugenik. Eugenische Sozialtechnologien in Debatten und Politik der deutschen Sozialdemokratie 1890 - 1933. Dietz, Bonn 1995, ISBN 978-3-8012-4066-0.
  • Vertriebene und "Umsiedlerpolitik". Integrationskonflikte in den deutschen Nachkriegs-Gesellschaften und die Assimilationsstrategien in der SBZ/DDR 1945 - 1961 Oldenbourg, München 2004, ISBN 978-3-486-56845-5 (Zugl.: Münster (Westfalen), Univ., Habil.-Schr., 2001).
  • Funktionäre mit Vergangenheit. Das Gründungspräsidium des Bundes der Vertriebenen und das "Dritte Reich". Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-71626-9.
  • Ethnische "Säuberungen" in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert. Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-70425-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]