Michael Völkel (Liedermacher)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Michael Völkel (* 30. Mai 1961 in Herne) ist ein deutscher Liedermacher, Komponist und Multiinstrumentalist auf Gitarre, Querflöte, Mandoline, Waldzither, Dudelsack, Drehleier, Mundharmonika, eine siebensaitige Variation der Trossinger Leier und Percussion. Er tritt unter seinem eigenen Namen oder in Mittelalterkreisen als Spielmann Michel auf. Darüber hinaus ist er als Gitarrenlehrer und Autor tätig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 17 Jahren begann Michael Völkel, sich autodidaktisch das Gitarrenspiel beizubringen. Beeinflusst von Musikern wie Leo Kottke oder Werner Lämmerhirt wandte er sich dem Fingerpicking zu, war aber auch immer mit der E-Gitarre in verschiedenen Rockbands aktiv. Fünf Jahre nahm Michael Völkel Gesangsunterricht in klassischem Bass.

Von den 1990er Jahren bis 2006 war Völkel Gitarrist und Flötist bei der Reggae-Formation „Flat Fred and the Brains“. Nach Auflösung der Band blieben Völkel und der Bassist Jürgen Schell zusammen und begründeten das Trio „Krimimusik“, eine Jazz-Gruppe, die Musik der alten Edgar-Wallace-Filme spielte. Die Band existierte bis zum Tod Schells im Jahr 2016 und wird seit 2019 als Duo mit Gründungsmitglied Jörg Meißner am Saxofon fortgeführt.

2008 gab Michael Völkel seinen Beruf als Sozialarbeiter auf, um Musiker zu werden.

Von 2015 bis 2018 trat er auch in der Formation „Spielmann Michel und Kumpanei“ auf. Dies war eine lose Formation von Musikern, die sich nur für bestimmte Anlässe zusammenfand. 2018 wurde daraus wieder ein feste Formation mit dem Namen Ensemble Psaltarello.

Völkel ist auch als Autor tätig und hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter ein Lehrbuch für Gitarre im Jahr 2017 oder seinen ersten Roman Der Schrecken im Flöz im Jahr 2019.

2020 tat er sich mit den Künstlern Volker Lückfeldt und Edward P. zusammen. In der Künstlergruppe Sound and Art präsentieren sie ein Bühnenprogramm aus Musik, Lesung und Livemalerei.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Printmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichtszeitschrift Karfunkel veröffentlichte er bis 2016 Spielmann Michels Lautenkunde, eine Art Gitarrenlektion, in der auf humorvolle Weise mittelalterliche Musik, Folk, Harmonielehre und Gitarrenspieltechnik vorgestellt und erklärt wurden. Die Idee dieser Kolumne hat er in seinem Buch Tricks für die Gitarre neu aufgegriffen.[1]

  • Karfunkel:
    • Spielmann Michels Lautenkunde (Kolumne)
    • Die Kathedrale von Amiens (Karfunkel Nr. 104)
  • Jahrbuch der Esoterik Band 4 (Fischer-Verlag): Wanderer zwischen den Welten
  • 2017 Tricks auf der Gitarre (EPV-Verlag, Hattingen)
  • 2017 Machenschaften, zusammen mit anderen Autoren des Verlages (EPV-Verlag, Hattingen)
  • 2018 Intrigenspiel, zusammen mit anderen Autoren des Verlages (EPV-Verlag, Hattingen)
  • 2019 Der Schrecken im Flöz Roman (EPV-Verlag, Hattingen)
  • 2019 Schnauze, zusammen mit anderen Autoren des Verlages (EPV-Verlag, Hatingen)
  • 2019 Das kleine Buch vom großen Auftritt (Autor Mike Gromberg, EPV-Verlag, Hattingen) Gastbeitrag,

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988 Wide Land (LP)
  • 1996 Little Steps
  • 2002 Offbeats
  • 2010 Des Zeitreisenden Liederbuch
  • 2015 Rattenplage (Eigenverlag als 40-seitiges Comicheft mit CD)
  • 2016 Rattenplage (Erweiterte Neuauflage als Buch mit längerer CD)
  • 2016 Spielmann Michel Live (Live-DVD)
  • 2018 Rattenplage (Überarbeitete Zweitauflage des Buches mit überarbeiteter CD)
  • 2019 Landscapes - Acoustic Guitar Music
  • 2021 Cyberforce - Acoustic and Electronic Guitar Music

Sampler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harmonii (Sampler mit Herner Musikern)
  • Premiere (Sampler mit Herner Musikern)
  • Stupa Greece
  • Verbündet III bis V (Sampler-Serie von Sascha Hummel mit mittelalterlicher Musik)
  • bluebox (Zusammenstellung von Live-Aufnahmen verschiedener Musiker auf einer offenen Bühne in Gelsenkirchen)
  • diverse Beiträge auf den beigelegten CDs verschiedener Magazine (darunter Akustik Gitarre, Zillo medieval, Miroque, Sonic Seducer)

Gemeinschaftsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 A Summer’s Dream von De Yoghurts
  • 2002 Against Fascism (Mit Flat Fred and the Brains)
  • 2004 Snow in the Desert (Mit Flat Fred and the Brains)
  • 2014 Krimimusik (CD mit Musik aus Kriminalfilmen)
  • 2017 Home von Jürgen Schell (Der Erlös dieser CD wird der Stiftung Deutsche Krebshilfe gespendet. Sie enthält Kompositionen von Schell und wurde posthum von Völkel produziert.)

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karma-Guen 1994 (Doku zu einer Buddhistischen Veranstaltung in Spanien)
  • Thyssen-Krupp (Musik zu einem Promo-Film über Gleisbautechnik)
  • Goliath en de dochters van Es-Sent (Musik zu einem niederländischen Tanzfilm)
  • Musik für einen Lehrfilm über Salzgewinnung für das Westdeutsche Landesmuseum für Archäologie, Herne

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020: Planet Awards Radioplanet Berlin: 2. Platz bei der Wahl zum Musiker des Jahres,
  • 2020: Planet Awards Radioplanet Berlin: 3. Platz bei der Wahl zum Song des Jahres für „Seaside View“.
  • 2018: Planet Awards Radioplanet Berlin: 1. Platz bei der Wahl zur Anthologie des Jahres für das Buch Intrigenspiel (als einer von 18 Autoren).
  • 2000: Veröffentlichung des „Readers Song“ im „Akustik Gitarre“-Magazin
  • 1996: 2. Platz bei einem bundesweiten Gitarren-Kompositionswettbewerb der Firmen, Kaman, Ovation und der Jazz- und Rockschule Freiburg.

Geschichtliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im LWL-Museum für Archäologie in Herne führt Michael Völkel regelmäßige Vorträge in Text und Musik als Spielmann Michel zu geschichtlichen Themen durch.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karfunkel Spielmann Michels Lautenkunde. Abgerufen am 20. August 2014.
  2. LWL-MUSEUM-HERNE "Mit dem Spielmann durch die Zeiten". (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 21. August 2014; abgerufen am 21. August 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lwl-landesmuseum-herne.de