Michael Well

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Michael Well, 2014

Michael Well (* 10. Oktober 1958 in Günzlhofen) ist ein bayerischer Musiker. Er ist bekannt als Mitglied der mittlerweile aufgelösten Biermösl Blosn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Well wuchs in der 17-köpfigen Familie des Schulmeisters Hermann Well und seiner Frau Gertraud aus dem Dorf Günzlhofen bei Fürstenfeldbruck auf. Nach der Ausbildung zum Erzieher folgte kurzzeitig ein Studium der Sozialpädagogik. Er ist aber auch ausgebildeter Solotubist und Baritonist. Die Biermösl Blosn begann 1976 mit Volksmusikauftritten, wie sie sie schon zuvor unter Anleitung ihres Vaters absolviert hatte. Die aus Christoph, Michael und Hans Well bestehende Musikgruppe verband bayerische Volksmusik (Stubnmusi) und Mundart mit politischen und satirischen Texten und kann daher zum Bereich der sogenannten Neuen Volksmusik gerechnet werden. Sie erlangte bundesweite Bekanntheit, als sie 1981 – „versehentlich“ zum traditionellen Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus eingeladen – die Regierungspartei CSU in Zusammenhang mit der Massenverhaftung von Nürnberg vor den versammelten Ministern und Landtagsabgeordneten scharf kritisierten und so einen politischen Eklat verursachten.[1] Die Biermösl Blosn arbeitete häufig mit Gerhard Polt zusammen, trat gelegentlich in der ARD-Sendung Scheibenwischer auf und war in den folgenden drei Jahrzehnten kritischer Wegbegleiter der bayerischen Politik. Am 18. Januar 2012 fand der letzte Auftritt statt. Die Gruppe hatte sich nach internen Differenzen aufgelöst.[2] Michael und Christoph Well starteten im Februar 2012 in den Münchner Kammerspielen mit einem Hausmusikabend unter Franz Wittenbrinks Regie, zusammen mit ihren Schwestern Moni, Vroni und Burgi der Gruppe Wellküren. Diese Formation tritt seitdem unter der Bezeichnung Geschwister Well auf. Außerdem gründete er mit Christoph und Karl Well zusammen die Gruppe „Wellbrüder aus‘m Biermoos“, die in Besetzung und Stil der Biermösl Blosn auch mit Gerhard Polt auftritt. Eine Biographie der Biermösl Blosn aus Sicht von Michael und Christoph Well unter dem Titel „Biermösl Blosn – Tokio – Kapstadt – Hausen“ erschien Anfang April 2013.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Well, Michael Well: „Tokio-Kapstadt-Hausen.“ Ein Roadbook über die Biermösl Blosn, Verlag „KEIN&ABER“, Zürich 2013, ISBN 978-3-0369-5680-0
  • Christoph Well, Michael Well, Hans Well: „Welcome to Bavaria“, Biermösl Blosn, Ein Liederbuch für die Hosentasche. Kein & Aber, Zürich, ISBN 978-3-0369-5621-3
  • Christoph Well, Michael Well, Hans Well: „Grüß Gott, mein Bayernland“, Biermösl Blosn, Alle Lieder und Musikstücke. Kein & Aber, Zürich, ISBN 978-3-0369-5252-9
  • Christoph Well, Michael Well, Hans Well, Reinhard Michl: Zing Zang Zing. Hieber, München, ISBN 978-3-938223-27-7
  • Christoph Well, Michael Well, Hans Well, Reinhard Michl: Grüaß di Gott Christkindl. Hieber, München 1998, ISBN 978-3-938223-21-5
  • Christoph Well, Michael Well: Auftanz [Musikdruck] : bairische und andere Volkstänze, Josef Preissler, München 2006, ISBN 978-3-940013-00-2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland Kirbach: Ein Trio gegen die Tümelei Die Zeit vom 27. Mai 1983
  2. Simone Dattenberger: Biermösl Blosn trennt sich nach 35 Jahren. merkur-online.de, 25. August 2011, abgerufen am 26. August 2011.
  3. Biographie der Biermösl Blosn erscheint im April. Abgerufen am 27. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biermösl Blosn. Michael Well, abgerufen am 20. August 2012 (Offizielle Seite der Biermösl Blosn): „Aus is, und gor is, und schod is, dass wohr is: Die Biermösl Blosn hat sich aufgelöst, diese Homepage bleibt als Online-Archiv noch einige Zeit im Netz stehen. Gästebuch und Forum sind geschlossen.“
  • Geschwister Well