Michaela Kaniber

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Michaela Kaniber 2020

Michaela Kaniber (* 14. September 1977 in Bad Reichenhall, Mädchenname Brekalo[1]) ist eine deutsche Politikerin (CSU), Mitglied des Bayerischen Landtags und Landwirtschaftsministerin in der Bayerischen Staatsregierung.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanibers Eltern kamen Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre als Gastarbeiter aus Jugoslawien[3][4] ins bayerische Bad Reichenhall, wo sie ein Gasthaus betreiben. Ihr Vater stammt aus Prisike (Bosnien und Herzegowina), ihre Mutter aus Aržano (Kroatien).[1] Kaniber hat eine ältere Schwester und einen jüngeren Bruder.[3]

Nach der Mittleren Reife an der Mädchenrealschule St. Zeno in Bad Reichenhall im Jahr 1993 absolvierte sie bis 1996 eine Berufsausbildung zur Fachangestellten für den steuer- und wirtschaftsberatenden Bereich. Von 1996 bis 2004 war Kaniber Angestellte einer örtlichen Steuerkanzlei, von 2005 bis 2013 arbeitete sie im Gastronomiebetrieb der Familie mit.[5]

Kaniber heiratete mit Anfang 20 einen Polizeibeamten. Innerhalb von fünf Jahren wurden ihre drei Töchter geboren.[3] Kaniber ist römisch-katholisch.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Beschwerde über ein Kindererziehungsgesetz bei einem politischen Vertreter ihrer Region fragte sie dieser, ob sie Interesse an der Politik habe.[3] Kaniber ist seit 2006 Jugendreferentin und seit 2008 Gemeinderätin in Bayerisch Gmain. 2011 bis 2013 war sie Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Bayerisch Gmain, seit 2011 ist sie Kreisvorsitzende der CSU Berchtesgadener Land, dessen Schriftführerin sie von 2007 bis 2011 war. Im gleichen Jahr wurde sie in den Bezirksvorstand der CSU Oberbayern gewählt. Seit 2014 ist sie Kreisrätin im Landkreis Berchtesgadener Land. Sie ist Mitglied der Frauen Union und der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft.[5]

Von 2008 bis 2013 Stimmkreis-Referentin des Landtagsabgeordneten Roland Richter, kandidierte sie 2013 selbst für den Bayerischen Landtag und wurde mit 51,19 % an Erststimmen Richters Nachfolgerin im Stimmkreis Berchtesgadener Land. Sie ist Mitglied der Ausschüsse für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration sowie für Wissenschaft und Kunst. Außerdem ist sie Mitglied der Enquete-Kommission „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“, Vorsitzende des Gefängnisbeirats der JVA Laufen-Lebenau sowie Mitglied des beratenden Kuratoriums zur Begleitung des Projekts Lernort Dokumentation Obersalzberg.

Am 21. März 2018 wurde sie vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als Landwirtschaftsministerin ins Kabinett berufen. Bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 holte sie erneut das Direktmandat im Stimmkreis Berchtesgadener Land und wurde am 12. November 2018 in ihrem Ministeramt bestätigt (Kabinett Söder II).

Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014 war sie Mitglied des Stadtkirchenrats der Pfarrgemeinschaft Bad Reichenhall. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Trachtenvereins Bayerisch Gmain und des WSC Bayerisch Gmain. 

Seit 2015 ist sie Vorsitzende des Kundenbeirats der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

Im Jahr 2013 wurde Kaniber ins Kuratorium der Fachhochschule Rosenheim berufen. Darüber hinaus engagiert sie sich seit 2014 als Stellvertretende Vorsitzende der Bayerisch-Kroatischen Gesellschaft für die Beziehungen zwischen beiden Ländern.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bavarska ministrica, naša Imoćanka, očitala lekciju Plenkoviću i Angeli Merkel. teleskop.hr. 24. Dezember 2018. Abgerufen am 22. Mai 2020.
  2. Oberbayerin Michaela Kaniber wird neue Landwirtschaftsministerin. Passauer Neue Presse. 21. März 2018. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  3. a b c d Hrvatica najmoćnija žena Bavarske: Merkel je napravila pogrešku i stvorila veliki nemir. vecernji.hr. 23. Dezember 2018. Abgerufen am 22. Mai 2020.
  4. Meike Scholten: Der Wolf sollte vor mir Angst haben! bild.de, 22. Juni 2018, abgerufen am 23. Mai 2020.
  5. a b c d Kaniber, Michaela. Bayerischer Landtag, abgerufen am 25. April 2018.