Michail Semjonowitsch Schoifet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Michail Semjonowitsch Schoifet (russisch Михаил Семёнович Шойфет; * 26. August 1947 in Wien, Österreich) ist ein russischer Hypnotherapeut, Hypnologe, Autor und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Michail Schoifet, 1988

1980 schuf er das Theater der Hypnose, die erste musikalische Theatershow der Hypnose in der Sowjetunion, die von 1985 bis 1992 in der Moskauer Philharmonie stattfand. Am 21. September 1994 wurde vom Ordnungsamt das „Theater für psychologische Hilfe von Michael Shoyfet“ registriert. Ende der 1990er Jahre unterrichtete er an der Hochschule für Psychologie der Akademie für Wissenschaften Russlands.[1] Von 2001 bis 2003 führte er die Rubrik „Lernen Sie über sich selbst zu herrschen“ in der wöchentlichen Zeitschrift „AIF Zdorovie“.[2] In den 2000er Jahren machte Shoyfet wissenschaftliche Forschungen im Bereich der Hypnologie, er ist ein leidenschaftlicher Popularisator der hyposuggestiven Methode.

Er verfasste unter anderem die Bücher Training der psychophysischer Selbstregulierung“ (2003), „Hundert größte Ärzte“ (2004, 2005, 2006, 2008), „Ungeklärte Geheimnisse der Hypnose“ (2006), „Hypnose: Verbrecher und Opfer“ (2010), Psihofizicheskaja samoreguljacija. Bol'shoj sovremennyj praktikum (2010), Medien und Spiritisten (2010) und Artikel über Geschichte und Praxis der Hypnose.

Shoyfet schrieb Biografien der deutschen Ärzte A. F. Mesmer, S. Hahnemann, F. J. Gall, J. Ch. Reil, J. H. Heinroth, K. L. Idelier, I. B. Friedreich, K. G. Carus, W. Griesinger, H. E. A. Zeller, K. L. Kahlbaum, P. J. Möebius, M. Pettenkofer, G. L. F. Helmholtz, R. L. K. Virchow, R. von Krafft-Ebing, B. A. von Gudden, E. Kraepelin, K. W. H. Nothnagel.

Shoyfet ist Gründer der Bühnenhypnose in Russland. Er wurde in den 1980er Jahren dank seiner Auftritte mit dem Skandalprogramm „Theater der Hypnose“ berühmt.[3]

Theater für psychologische Hilfe[Bearbeiten]

Scene from hypnosis theatre, ZIL club 1987

Die Bühnenhypnose von Shoyfet war sehr populär. Unter der Hypnose fingen die Zuschauer an, die von Shoyfet eingeprägten Rollen zu spielen.[4] Die Anzahl der Teilnehmer erreichte bis zu 300 Personen. Den Medienberichten zufolge waren das einige der größten Shows der Hypnose, die je durchgeführt wurden. Die Auftritte dauerten bis zu fünf Stunden.[5] Außer der Show selbst hielt Shoyfet Vorlesungen und lehrte alle Teilnehmer der Show die Selbsthypnose.[6] Außerdem brachte er die Techniken der psychologischen Selbstprogrammierung bei, deren Ziel die Verbesserung der physischen, kreativen und anderen Fähigkeiten war. Nach Medienberichten wirkte sich die Teilnahme an solchen Shows positiv auf die Psyche des Menschen aus, steigerte die Selbsteinschätzung.[7]

Die Veranstaltungen Shoyfets wurden in Zeitungen und Zeitschriften Nedelya, Semya, Sobesednik, Moskovskiy Komsomolec, Komsomol’skaya Pravda, Gudok, Rossiyskie Vesti, Rossiyskaya Gazeta sowie im Fernsehen angekündigt.

Bewertung[Bearbeiten]

Die Tätigkeit Shoyfets wurde von Forschern auf diesem Gebiet als gut bewertet. Der stellvertretende Direktor des Instituts für Psychologie der Akademie für Wissenschaften Russlands, Prof. Dr. Druzhinin V.N. sagt, Shoyfet habe eine wesentliche Rolle für die Popularisierung der Hypnose und für das Interesse der Gesellschaft an diesem Phänomen gespielt, und nennt ihn „Klassiker der Hypnose Russlands“.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mikhail Semyonovich Shoyfet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kuranten 19. November 1991
  2. AiF — Michael Shoyfet — Lernen Sie über sich selbst zu herrschen
  3. Medizinische Zeitung 21. Januar 1994
  4. Wecherniaya Moskow (15. Dezember 1990)
  5. Комсомольская Правда, 31. März 1990
  6. Московский Комсомолец 14. April 1989
  7. AiF — Michael Shoyfet — Lernen Sie über sich selbst zu herrschen
  8. V.N. Druzhinin Scoyfet М. S. Нераскрытые тайны гипноза, 2006. S. 608