Michel Houellebecq

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Houellebecq im Juni 2008

Michel Houellebecq [miˈʃɛl wɛlˈbɛk] (eigentlich Michel Thomas; * 26. Februar 1956[1] oder 1958[2] auf Réunion) ist ein französischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Auf der französischen Überseeinsel Réunion geboren, verbrachte Michel seine frühe Kindheit bis 1961 vorwiegend bei seinen Großeltern mütterlicherseits im damals noch französischen Algerien. Seine Mutter, Lucie Ceccaldi, eine Anästhesistin, und sein Vater, René Thomas, ein Hochgebirgsführer, fanden kaum Zeit sich ihrem Sohn zu widmen. Als seine Mutter von einem anderen Mann schwanger wurde und sich seine Eltern daraufhin scheiden ließen, zog er im Alter von sechs Jahren ins Pariser Umland zu seiner Großmutter väterlicherseits, einer Kommunistin, deren Geburtsnamen er später als Künstlernamen wählte.

Der dauerhafte Umzug nach Frankreich bedeutete für Michel den Wechsel auf ein Internat in Meaux, wo ihn seine Mitschüler Einstein nannten. Nach dem Baccalauréat besuchte er am Pariser Lycée Chaptal die Vorbereitungsklassen für technische Hochschulen. 1975 wurde er am Institut national agronomique Paris-Grignon zum Studium zugelassen. Hier gründete er nebenher die kurzlebige Literaturzeitschrift Karamazov, für die er einige Gedichte schrieb, und versuchte sich an einem Film mit dem Titel Cristal de souffrance (Leidenskristall). 1978 beendete er das Studium als diplomierter Landwirtschaftsingenieur. Statt jedoch berufstätig zu werden, bewarb er sich mit Erfolg um einen Studienplatz in der Sektion für Film der École nationale supérieure Louis Lumière, die er 1981 ohne Abschluss jedoch verließ.

Noch während des Studiums heiratete Michel 1980 die Cousine seines besten Freundes, ein Jahr später wurde sein Sohn Étienne geboren. Dieses Ereignis konnte Houellebecq nicht verkraften. Er war ohne Anstellung, hatte Eheprobleme und litt an Depressionen. In der Folge trennte er sich von seiner Frau und begab sich in psychiatrische Behandlung.

1983 bekam er eine Stelle als Informatiker im Beratungsunternehmen Unilog, wechselte kurz darauf allerdings ins französische Landwirtschaftsministerium. Diese Zeit, rund drei Jahre, verarbeitete er später in seinem Roman Ausweitung der Kampfzone. Neben der Berufstätigkeit schrieb er erneut Gedichte und erstmals auch Kritiken sowie Buchrezensionen. Er kam so mit verschiedenen Leuten im Pariser Literaturbetrieb in Kontakt und widmete sich schließlich ganz der Schriftstellerei. 1991 erschienen sein Essay H. P. Lovecraft, contre le monde, contre la vie sowie der Gedichtband Rester vivant, dem 1992 der Band La Poursuite du bonheur folgte. Im selben Jahr lernte er seine zweite Ehefrau Marie-Pierre Gauthier kennen.

Vor allem aufgrund der Anfeindungen der französischen Kritik nach seinem zweiten Roman, Elementarteilchen von 1998, zog sich Houellebecq mit seiner Frau für einige Jahre nach Irland zurück. Mittlerweile hat er sich jedoch von seiner Frau, mit der er ab 2003 ein Haus in der Nähe der spanischen Stadt Almería besaß, wieder getrennt.[3] Seit 2013 lebt er erneut dauerhaft in Paris.

In Guillaume Nicloux’ Film Die Entführung des Michel Houellebecq spielt Houellebecq sich selbst. Der Film wurde 2014 auf der Berlinale zum ersten Mal gezeigt.[4] Bereits 2000 war er zudem mit einem Konzert in Köln aufgetreten, bei dem er instrumental untermalt seine Gedichte vortrug.

Am 7. Januar 2015, dem Tag, an dem in Frankreich sein Roman Soumission (Unterwerfung) erschien, fand ein terroristischer Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo statt, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Auf dem Titelblatt der aktuellen Ausgabe war eine Karikatur von Houellebecq mit den ihm in den Mund gelegten Worten „2015 verliere ich meine Zähne, 2022 feiere ich Ramadan“[5] abgedruckt. Unter den Opfern war auch Bernard Maris, mit dem Houellebecq gut befreundet war. Houellebecq brach daraufhin die Bewerbung seines neuen Romans ab und zog sich zurück.[6] Am 19. Januar 2015 trat er allerdings wieder öffentlich bei einer Bücherlesung im Rahmen der lit.Cologne in Köln auf.

Werk[Bearbeiten]

Michel Houellebecq begann in den 1980er Jahren mit Gedichten, die 1991 und 1992 gesammelt in den Bänden Rester vivant und La Poursuite du bonheur erschienen (Suche nach Glück, 2000). In seinem frühen Essay H. P. Lovecraft, contre le monde, contre la vie von 1991 (Gegen die Welt, gegen das Leben, 2002), setzte er sich mit dem Leben und Werk H. P. Lovecrafts, des amerikanischen Kultautors der fantastischen Literatur, auseinander.

Mit seinen Romanen Extension du domaine de la lutte von 1994 (Ausweitung der Kampfzone, 1999) und vor allem Les Particules élémentaires von 1998 (Elementarteilchen, 2001), die beide verfilmt wurden, erreichte er nationale und internationale Bekanntheit. Der dritte Roman, Plateforme von 2001 (Plattform), und der vierte, La Possibilité d'une île von 2005 (Die Möglichkeit einer Insel), waren gleich bei ihrem Erscheinen Erfolge. Sie wurden mit den Literaturpreisen Prix Novembre bzw. Prix interallié ausgezeichnet und noch im Erscheinungsjahr in mehrere Sprachen, auch ins Deutsche, übersetzt.

In seinen meist in der Ich-Form erzählten Romanen zeichnet Houellebecq, ähnlich wie sein Freund Frédéric Beigbeder, das provokante Bild einer narzisstischen westlichen Konsumgesellschaft. Seine Protagonisten leiden unter ihrer Egozentrik, ihrem Unerfülltsein und ihren Schwierigkeiten, in einer kontakt- und gefühlsgehemmten Gesellschaft menschliche Nähe und gegenseitige Hingabe zu erleben. Insbesondere die sexuelle Frustration erscheint als ein Leitmotiv. Eine von Houellebecqs Spezialitäten, die besonders in Plattform zum Tragen kommt, besteht darin, regelmäßig halb- bis anderthalbseitige Sexszenen in die Handlung einzufügen. Hierbei werden die Vorgänge (die sich i. d. R. im Rahmen des „Normalen“ halten) teils sachlich, teils einfühlsam dargestellt. Ein anderes Merkmal sind die ebenfalls oft en passant eingefügten essayistischen, zeitkritischen oder populärwissenschaftlichen Betrachtungen. Insgesamt ist Houellebecqs Sprache schnörkellos und präzise; sein Erzählstil wirkt nüchtern und beiläufig.

Houellebecqs Lyrikbände Suche nach Glück, Der Sinn des Kampfes und Wiedergeburt, die zwischen 1996 und 1999 übersetzt wurden, sind im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt geblieben, ebenso seine Essays (einige 2001 wiederveröffentlicht in Die Welt als Supermarkt), die in der internationalen Presse (u. a. Die Zeit) und in namhaften Literaturzeitschriften (u. a. L’Atelier du roman, Paris) erschienen sind. 2014 erschien Houellebecqs Gedichtband Gestalt des letzten Ufers in Deutschland.

2015 erschien Soumission (Unterwerfung), eine politische Fiktion über das Frankreich im Jahr 2022, das von einem islamischen Präsidenten regiert wird.[7][8] Volker Weidermann nennt Houellebecq anlässlich des Erscheinens von Unterwerfung den „radikalsten Schriftsteller unserer Zeit“. Der berufsmäßige „Skandalautor“ sei „eine ikonische Figur der westlichen Kultur“, die deren Irrsinn literarisch notiere: „Einsamkeit und das Leiden unter den Zumutungen der Freiheit ist das Thema seiner Bücher von Anfang an. Sein Stil ist schonungslos und mitleidvoll zugleich. Totale Freiheit ist großartig nur für die Helden der Geschichte, die Verlierer gehen an den Möglichkeiten der Welt, die sie nicht nutzen können, zugrunde.“[9]

Kontroversen und Standpunkte[Bearbeiten]

Aufgrund zahlreicher Passagen in Houellebecqs Romanen wird ihm regelmäßig unterstellt, Rassist, Frauenhasser, Reaktionär oder Religionsfeind (meist islamophob) zu sein. Auch hat der als „nouveau réactionnaire“ diffamierte Houellebecq selbst wenig getan, um negative Vorstellungen über sich zu relativieren, vielmehr hat er die genannten Aussagen in Interviews durch provokative Äußerungen zum Teil bestätigt und bekräftigt. Indes positioniert er sich als weder „links“ noch „rechts“ und bezeichnet sich selbst in Bezug auf Religion als Agnostiker.[10]

Wie für seinen literarischen Weggefährten Frédéric Beigbeder ist für ihn der Skandal zunächst Teil einer Strategie, sich auf dem literarischen Markt zu behaupten. Indem er jedoch die Befindlichkeit innerhalb einer vom globalisierten Kapitalismus regierten Lebenswirklichkeit zugespitzt artikuliert, gelangt er in die Position eines Mahners, der auf das Menschlich-Allzumenschliche als die tiefere Ursache für das Gefühl der Ohnmacht verweist. Es ist kein Zufall, dass die immerzu auf den literarischen Kanon verweisenden Texte dieses „nachexistentialistischen“ (vgl. Ausweitung der Kampfzone) Autors nicht nur an einen Provokateur wie Louis-Ferdinand Céline denken lassen, sondern auch an große Moralisten wie François de La Rochefoucauld und Nicolas Chamfort (vgl. Die Möglichkeit einer Insel).[11]

Äußerungen zu Figuren der europäischen Geschichte[Bearbeiten]

Auch im historisch-politischen Bereich hat Houellebecq mit provokanten Äußerungen Anstoß erregt. So sagte er in einem Interview, Napoléon Bonaparte sei schlimmer gewesen als Adolf Hitler.[12] [13] Seine vorgeblichen Sympathien für Josef Stalin begründete er damit, dass dieser viele Anarchisten umgebracht habe.[14] Den in der offiziellen Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges als oberster Kollaborateur verfemten Staatschef Philippe Pétain nahm er mit der Aussage in Schutz, dass er anders als Charles de Gaulle 1940 nicht geflüchtet sei, sondern sich den Problemen im Land gestellt habe.[15]

Äußerungen zum Islam[Bearbeiten]

In einem Interview, das er nach dem Erscheinen von Plateforme 2001 dem französischen Literaturmagazin Lire gab, sagte Houellebecq unter anderem: „Die dümmste Religion ist doch der Islam.“[16] Mehrere französische Islamverbände, unter anderem die der Moscheen in Paris und Lyon, sowie die französische Antirassismusvereinigung und die Französische Liga für Menschenrechte warfen ihm daraufhin Islamophobie und anti-islamischen Rassismus vor und verklagten ihn wegen „Anstiftung zum Rassenhass und zur religiösen Gewalt“. Die Klage wurde jedoch im Oktober 2002 unter Hinweis auf das Grundrecht, Religionen zu kritisieren, abgewiesen. Houellebecq revidiert seine Aussage, dass der Islam die dümmste aller Religionen sei am 20. Januar 2015: „...dem sei nicht so, er habe mittlerweile den Koran gelesen.“[17] Auch setzt Houellebecq den Islam nicht gleich mit dem Terror im Namen des Islam, und meinte dazu:

Eine durchschnittliche Interpretation des Koran führt keineswegs zum Dschihadismus. Um den Koran so zu deuten, muss man schon sehr unredlich, sehr unanständig sein.[18]

In seinem Roman Unterwerfung zieht er fiktive Schlussfolgerungen aus der „unmöglichen Situation“ von Muslimen in Frankreich, die in der bestehenden Parteienlandschaft nicht repräsentiert seien. Im Roman gewinnt eine fiktive muslimische Partei mit Unterstützung der Mitte-links-Fraktionen die Präsidentschaftswahlen 2022 und beginnt die Republik nach Maßgabe ihrer Vorstellungen vom Islam zu reformieren.[19] Houellebecq selber sieht seinen Roman nicht als islamfeindlich:

Nein, denn mein Buch ist nicht islamfeindlich. Das dürfte sogar bei unaufmerksamer Lektüre deutlich werden. Muslime sind da keineswegs verletzt. Muslime haben mir gesagt, „das schockiert mich nicht, worin auch?“. Vielleicht gibt es eine isolierte Einzelstimme, die bedauere ich.[20]

Sympathie für den Raelismus[Bearbeiten]

Houellebecq hat sich offen als Sympathisant des Raelismus gezeigt. Er ist mit dem Begründer der Bewegung, Claude Vorilhon, befreundet und besuchte 2003 eine Raelianer-Konferenz in der Schweiz. Sein Roman Die Möglichkeit einer Insel wie auch die Erzählung Lanzarote sind zum Teil durch raelianische Lehren inspiriert, zeigen aber zugleich eine kritische Distanz. Die von den Raelianern 2002 verbreitete Nachricht, man habe das erste geklonte Baby geschaffen, wurde von ihm mit Interesse kommentiert.[21] Die Möglichkeit des Klonens von Menschen spielt eine zentrale Rolle für die Struktur der Möglichkeit, indem dort die Haupthandlung um den Protagonisten Daniel Nr. 1 durch seine späteren Klone Daniel Nr. 24 und Daniel Nr. 25 eingeführt, kommentierend begleitet und mit einem Epilog abgeschlossen wird.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Romane:

weitere:

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten]

  • Fernando Arrabal: ¡Houellebecq! Le Cherche-Midi 2005, ISBN 84-933033-0-5 (frz.)
  • Olivier Bardolle: La Littérature à vif: Le cas Houellebecq. L’Esprit des péninsules 2004, ISBN 2-84636-055-3 (frz.)
  • Aurélien Bellanger: Houellebecq, écrivain romantique. Léo Scheer, Clamecy 2010, ISBN 978-2-7561-0256-6 (frz.)
  • Murielle Lucie Clément: Houellebecq, sperme et sang. L’Harmattan, Paris 2003, ISBN 2-7475-3999-7 (frz.)
  • Denis Demonpion: Houellebecq, non autorisé: Enquête sur un phénomène. Maren Sell, Paris 2005, ISBN 2-35004-022-4 (frz.); dt. Ausgabe: Michel Houellebecq: Die unautorisierte Biographie. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, ISBN 3-89602-688-7
  • Thomas Hübener: Maladien für Millionen. Eine Studie zu Michel Houellebecqs „Ausweitung der Kampfzone“. Wehrhahn, Hannover 2007, ISBN 978-3-86525-064-3
  • Éric Naulleau: Au secours, Houellebecq revient! Chiflet, Paris 2005, ISBN 2-7556-0039-X (frz.)
  • Dominique Noguez: Houellebecq, en fait. Fayard 2003, ISBN 2-213-61561-6 (frz.)
  • Jean-François Patricola: Michel Houellebecq ou la provocation permanente. Écriture, Paris 2005, ISBN 2-909240-66-5 (frz.)
  • Rita Schober: Auf dem Prüfstand: Zola – Houellebecq – Klemperer. Frey, Berlin 2003, ISBN 3-925867-72-4
  • Jörn Steigerwald/Agnieszka Komorowska: Michel Houellebecq: Questions du réalisme d’aujourd’hui. Lendemains 142/143 (2011)
  • Thomas Steinfeld (Hrsg.): Das Phänomen Houellebecq. DuMont, Köln 2001, ISBN 3-7701-5623-4
  • Sabine van Wesemael (Hrsg.): Michel Houellebecq. Rodopi, Amsterdam 2004, ISBN 90-420-1743-0 (frz.)
  • Sabine van Wesemael: Houellebecq: le plaisir du texte. L’Harmattan, Paris 2005, ISBN 2-7475-8079-2 (frz.)

Aufsätze und Rezensionen[Bearbeiten]

  • Jack I. Abecassis: The Eclipse of Desire: L'Affaire Houellebecq, in: MLN 115(4), 2000, S. 801–826 (en.)
  • Thomas Assheuer: Sex und Kapitalismus. Michel Houellebecq träumt in der obszönen Gesellschaft vom tragischen Leben, Rezension von Elementarteilchen, in: DIE ZEIT 16, 1999
  • Thomas Borgstedt: Pop-Männer. Provokation und Pose bei Christian Kracht und Michel Houellebecq. In: Männlichkeit als Maskerade. Kulturelle Inszenierungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Claudia Benthien und Inge Stephan. Böhlau, Köln 2003, S. 221–247
  • Jean-François Chassay: Apocalypse scientiste et fin de l’humanité: Les particules élémentaires de Michel Houellebecq (MS Word; 62 kB), in: Pascal Brissette et al. (ed.): Écritures hors-foyer: comment penser la littérature actuelle? Montréal 2002 (171–188) (en.)
  • Betül Dilmac: Die Vermischung von literarischem und naturwissenschaftlichem Diskurs bei Michel Houellebecq. In: Thomas Klinkert, Monika Neuhofer (Hg.): Theorie – Epistemologie – komparatistische Fallstudien. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2008, S. 301–320
  • Manuel Chemineau: « Michel Houellebecq. Vive le trash!» in Wiener Zeitung/Extra, 2. April 1999 (dt.)
  • Kian-Harald Karimi: «Nous n'étions que des machines conscientes» – Von der Unausweichlichkeit des Utopischen in Romanen Michel Houellebecqs. In: Kurt Hahn, Matthias Hausmann (Hg.): Visionen des Urbanen: (Anti-)Utopische Stadtentwürfe in der französischen Wort- und Bildkunst. Winter, Heidelberg 2012, S. 205–229
  • Kian-Harald Karimi: «L’histoire, le chaos humain et le chaos métaphysique» – Eine Geschichte jenseits der Geschichte in Texten von Maurice Dantec, Michel Houellebecq und Frédéric Beigbeder. In: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte / Cahiers d’Histoire des Littératures Romanes. Heft 3/4, 2009, S. 415–434
  • Kian-Harald Karimi: Von der äußeren in die innere Mongolei – Medialität und Domestizierung des Körperlichen bei Mario Sá Carneiro, Bioy Casares und Michel Houellebecq. In: C. Bauer-Funke, G. Febel (Hrsg.): Der automatisierte Körper. Literarische Visionen des künstlichen Menschen vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert. Weidler, Berlin 2005, S. 259–283
  • Laurence Dahan-Gaida: La fin de l’histoire (naturelle): «Les particules élémentaires» de Michel Houellebecq (PDF; 592 kB). In: Tangence 73, automne 2003 (93–114) (frz.)
  • Kim Doré: Doléances d’un surhomme ou La question de l’évolution dans Les particules élémentaires de Michel Houellebecq (PDF; 578 kB). In: Tangence 70, automne 2002 (67–83) (frz.)
  • Sabine Heimgärtner: Der Schriftsteller Michel Houellebecq provoziert die Moslems und düpiert die Medien. In: Der Tagesspiegel, 12. September 2001
  • Stephan Leopold: «Michel Houellebecq et la question de l’autre: Plateforme» – eine Eroberungsreise in Zeiten des Neokolonialismus. In: Teresa Pinheiro, Natascha Ueckmann (Hgg.): Globalismus avant la lettre. Reiseliteratur vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. LIT-Verlag, Münster 2005, S. 255–268
  • Stephan Leopold: «Michel Houellebecq et la question de l’autre: Plateforme» – eine Eroberungsreise in Zeiten des Neokolonialismus. In: PhiN 31 (2005), S. 14–28
  • Roman Luckscheiter: Sich gehen lassen zwischen zwei Büchern. Er hat es schon wieder getan: Michel Houellebecq nennt den Islam die „beknackteste Religion überhaupt“. In: Frankfurter Rundschau, 5. September 2001
  • Patrick Mayoux: À propos de «Jacques Prévert est un con» (frz.)
  • Christian Monnin: Extinction du domaine de la lutte – L’œuvre romanesque de Michel Houellebecq (frz.; PDF; 95 kB)
  • Christian Monnin: Le roman comme accélérateur de particules: Autour de Houellebecq (frz.; MS Word; 41 kB)
  • Martin Robitaille: Houellebecq, ou l’extension d’un monde étrange (PDF; 186 kB), in: Tangence 76/2004, S. 87–103 (frz.)
  • Jörn Steigerwald: (Post-)Moralistisches Erzählen. Michel Houellebecqs „Particules élémentaires“. In: Lendemains 138/139, 2010, S. 191–208
  • Jonas Vesterberg: The Sexual Political Economy of Postmodernity: An Introduction to Critical Theory in the Works of Michel Houellebecq (PDF; 225 kB). Chapel Hill (NC) 2003 (en.)
  • Simon Dudek: Michel Houellebecq – Der Skandal als Verstoß gegen die Political Correctness. In: Bartl, Andrea; Kraus, Martin: Skandalautoren. Königshausen & Neumann, S. 321–336.

Interviews mit Michel Houellebecq[Bearbeiten]

  • „Gute Aussichten“ im Genlabor. Über Swingerclubs und die Freuden der künstlichen Fortpflanzung. Ein Gespräch mit D. Fuhrig. In: Frankfurter Rundschau, 20. Oktober 1999. Auch veröffentlicht in literaturkritik.de
  • Man muss den Tod abschaffen. Ein Gespräch mit S. Steines. In: Die Zeit, 21. September 2000
  • Jean-Daniel Beauvallet: Extension du domaine de la flûte. (Memento vom 24. Juni 2002 im Internet Archive) In: Les Inrockuptibles, 10 avril 2000 (frz.)
  • „Die Quantenmechanik, das Komplementaritätsprinzip; der Todestrieb, die Liebe und die Poesie“. Sigrid Weigel und Michel Houllebecq im Gespräch. In: Sprache im technischen Zeitalter, Ausgabe 157/2001
  • „Liebe ist kein Kitsch“. In seinem neuen Roman Plattform findet Michel Houellebecq die Liebe. Der Skandalautor über geklonte Menschen, Fundamentalismus und gefährliche Gefühle. Ein Gespräch mit Axel Brüggemann. In: Die Welt, 10. Februar 2002
  • Juremir Machado da Silva: Michel Houellebecq: Le roman comme art de la provocation. In: L’acte d’écrire 81/2003(3) (frz.)
  • „Es war vorauszusehen, dass mein Film verrissen wird.“ Michel Houellebecq über seinen Film Die Möglichkeiten einer Insel, den Reiz der Leinwand, menschliche Photosynthese und die Verfilmung von Elementarteilchen. Interview von Ralf Krämer in Planet Interview, 24. Juni 2009
  • Susannah Hunnewell: Michel Houellebecq, The Art of Fiction No. 206. In: The Paris Review 194, Herbst 2010
  • Interview von André Müller (2002) in: „Sie sind ja wirklich eine verdammte Krähe.“ Letzte Gespräche und Begegnungen, Langen/Müller, 2011, S. 319–338
  • „Der Tod ist nicht auszuhalten.“ Interview von Iris Radisch (2015) in: DIE ZEIT Nº 04/2015, 23. Januar 2015

Artikel von Houellebecq online[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • 2014: Die Entführung des Michel Houellebecq, Regie: Guillaume Nicloux (gesendet am 27. August 2014 bei arte)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michel Houellebecq – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsurkunde
  2. Denis Demonpion, Houellebecq non autorisé, enquête sur un phénomène, Maren Sell, 2005. Siehe auch [1]
  3. "il aurait été très géné­reux avec son ex-femme, Marie-Pierre Gauthier". http://www.gala.fr/l_actu/news_de_stars/michel_houellebecq_derniere_rock_star_francaise_332680
  4. http://www.zeit.de/kultur/film/2014-02/michel-houellebecq-berlinale-film
  5. http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-satiremagazin-mit-skandal-tradition-a-1011723.html
  6. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/trauer-um-ermordeten-freund-houellebecq-stoppt-werbetour-fuer-neues-buch-13360738.html
  7. Michel Houellebecqs Vision: Wenn sich Frankreich dem Islam unterwirft, Spiegel online, 6. Januar 2015 (abgerufen am 7. Januar 2015)
  8. Skandal-Autor Michel Houellebecq lässt Muslime regieren, Der Tagesspiegel, 6. Januar 2015 (abgerufen am 7. Januar 2015)
  9. Volker Weidermann: Der radikalste Schriftsteller unserer Zeit. faz.net, 8. Januar 2015, abgerufen am 16. Januar 2015
  10. http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article135972657/Eine-islamische-Partei-ist-eigentlich-zwingend.html
  11. Vgl. Till R. Kuhnle: Moralistik – ein ethischer Stachel im Zeitalter der Globalisierung? Der französische Gegenwartsroman zwischen Defätismus und Skandal. In: Susanne Krepold, Christian Krepold (Hrsg.): Schön und gut? Studien zu Ethik und Ästhetik in der Literatur. Königshausen & Neumann, Würzburg 2008, S. 97–130
  12. Michel Houellebecq: «Sex ist sicher ein guter Grund, sich nicht umzubringen»
  13. „Le fabuleux destin de Michel H.“, Artikel von François Busnel in L’Express Livres, 30. August 2001
  14. Interview in Les Inrockuptibles, August 1998
  15. Didier Sénécal: Michel Houellebecq, Interview in Lire, September 2001
  16. Im Original: «Et la religion la plus con, c’est quand même l’islam.», http://www.lire.fr/entretien.asp/idC=37437/idTC=4/idR=201/idG=
  17. Süddeutsche Zeitung, 21. januar 2015, S. 3
  18. Michel Houellebecq: "Freiheit muss provozieren"
  19. Sylvain Bourmeau: "Eine islamische Partei ist eigentlich zwingend." Interview mit Houellebecq, welt.de, 3.Januar 2015, abgerufen am 4. Januar 2015
  20. Michel Houellebecq: "Freiheit muss provozieren"
  21. Houellebecq, le nouvel alibi de Raël, Artikel in L’illustré, Dezember 2003