Michela Murgia

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Michela Murgia (* 3. Juni 1972 in Cabras) ist eine italienische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michela Murgia studierte Theologie und unterrichtete Religion. In ihrem ersten Buch (Il mondo deve sapere), das bereits verfilmt wurde, beschreibt sie nach eigenen einschlägigen Erfahrungen die prekären Arbeitsbedingungen in einem Callcenter. Er handelt von der wirtschaftlichen Ausbeutung und psychologischen Manipulation, denen sich die Leiharbeiterinnen aussetzen. Im Mai 2008 veröffentlichte Murgia einen Erzählungsband (Viaggio in Sardegna. Undici percorsi nell'isola che non si vede) über die wenig erforschten Orte der Insel Sardinien. Anhand von elf Begriffen, die von Stein über Klang bis zu Wasser und Weiblichkeit reichen, fächert sie darin das vielfältige mythologische Erbe der Insel auf.[1] Michela Murgias erster Roman Accabadora wurde im Mai 2009 publiziert. Der Roman spielt auf Sardinien in den 1950er Jahren und behandelt Fragen der Sterbehilfe und Adoption. Er wurde mehrfach ausgezeichnet.

Murgia ist eine Vertreterin der sardischen literarischen nouvelle vague, auch bekannt als Neue sardische Literatur.[2][3] Nach einigen Jahren in Mailand lebt Murgia heute wieder auf Sardinien.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Macht der Frauen. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Juli 2010, abgerufen am 7. November 2012.
  2. Giulio Angioni, Cartas de Logu: scrittori sardi allo specchio, Cagliari, CUEC, 2007.
  3. Sardische Literatur aus hundert Jahren. - ein Überblick mit Rezensionen (in deutscher Sprache) bei BücherRezensionen. Abgerufen am 22. Mai 2015.
  4. Lillemors Frauenliteratur abgerufen am 7. November 2012.