Michelau im Steigerwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Michelau i.Steigerwald
Michelau im Steigerwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Michelau i.Steigerwald hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs­gemeinschaft: Gerolzhofen
Höhe: 291 m ü. NHN
Fläche: 14,15 km2
Einwohner: 1104 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97513
Vorwahl: 09382
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 157
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.michelau.de
Bürgermeister: Siegfried Ständecke (Christlicher Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Michelau i.Steigerwald im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild
Michelau von Norden

Michelau im Steigerwald (amtlich Michelau i.Steigerwald) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Geprägt ist der im Steigerwald gelegene Ort durch die Landschaft mit ihren weiten Wäldern, Wiesen und Weinbergen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In nächster Nähe liegt die Stadt Gerolzhofen. Nachbargemeinden sind Donnersdorf und Dingolshausen. Außerdem besteht eine kurze gemeinsame Grenze mit der Gemeinde Rauhenebrach. An das Gemeindegebiet grenzen mehrere gemeindefreie Waldgebiete: Bürgerwald, Hundelshausen, Nonnenkloster, Vollburg und Wustvieler Forst.

Die nächsten größeren Städte sind Bamberg (~ 50 km), Würzburg (~ 50 km) und Schweinfurt (~ 25 km).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelau gliedert sich in elf Ortsteile[2] (ehemalige Gemeinden mit ihren Ortsteilen, in Klammern die Einwohnerzahlen Stand 1987):[3]

Das ehemalige Feriendorf Sudrach (113) wurde erst nach der Gebietsreform (spätestens 1987) zum Ortsteil erhoben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Kilometer östlich erhebt sich der markante Bergkegel der Vollburg. Reste eines Steinwalls deuten auf eine vorgermanische Höhenfestung hin, die als „Volcburg“ dem in der Nähe entspringenden Flüsschen Volkach und dem Volkfeld ihre Namen gab.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gebietsreform gehörte Michelau zum Landkreis Gerolzhofen. Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Prüßberg eingegliedert.[4] Altmannsdorf und Hundelshausen kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[5] 1972 wurde der Landkreis Gerolzhofen aufgelöst, die Gemeinde Michelau kam zum Landkreis Schweinfurt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0882 Einwohner[5]
  • 1970: 0960 Einwohner[5]
  • 1991: 1174 Einwohner
  • 1995: 1121 Einwohner
  • 2001: 1139 Einwohner
  • 2005: 1165 Einwohner
  • 2010: 1117 Einwohner
  • 2015: 1104 Einwohner

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Teil der Bevölkerung gehört der katholischen Konfession an. In den Gemeindeteilen Michelau, Prüßberg, Neuhausen, Hundelshausen und Altmannsdorf gibt es Kirchen, in den meisten davon werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Im Gemeindeteil Neuhof befindet sich eine kleine Kapelle.

Dorfanalyse

Im Jahre 2003 war Michelau das Versuchsobjekt einer sogenannten Dorfanalyse, die die Diözese Würzburg in Auftrag gegeben hatte. Dabei wurden eine Woche lang die Lebensweisen und Bedingungen der Bewohner eines kleinen Dorfes sowie deren Wünsche und Aussichten erforscht. Aus diesen Erkenntnissen sollten Grundlagen für die Neustrukturierung des Landpastorals entwickelt werden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Bürgermeister: Siegfried Ständecke[6]
  • 2. Bürgermeister: Peter Herbig

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inflationskirche Hl. Sebastian Hundelshausen (1921)
  • Die katholische Kuratiekirche St. Michael und St. Georg am Hang über dem Dorf entstand in den Jahren 1738 bis 1741. Die Bauleitung der Rokokokirche hatte Balthasar Neumann.
  • Rokoko-Kreuzweg mit 15 Stationen in der alten Friedhofsmauer, verwittert
  • „Inflationskirche“ Heiliger Sebastian, Hundelshausen (1921)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Michelau gab es eine Grundschule mit Mittagsbetreuung, in der Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Treutwein: Von Abtswind bis Zeilitzheim. 4. Auflage 1987, Volkach, Seite 148–150

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michelau im Steigerwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 471.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.
  6. Gemeinde-Homepage