Michelau in Oberfranken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Michelau i.OFr.
Michelau in Oberfranken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Michelau i.OFr. hervorgehoben
Koordinaten: 50° 10′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Lichtenfels
Höhe: 266 m ü. NHN
Fläche: 19,36 km2
Einwohner: 6327 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96247
Vorwahlen: 09571, 09574
Kfz-Kennzeichen: LIF, STE
Gemeindeschlüssel: 09 4 78 145
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
96247 Michelau i.OFr.
Webpräsenz: www.gemeinde-michelau.de
Bürgermeister: Helmut Fischer (CSU)
Lage der Gemeinde Michelau i.OFr. im Landkreis Lichtenfels
Neuensorger ForstBreitengüßbacher ForstLandkreis HaßbergeCoburgLandkreis CoburgLandkreis KronachLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthLandkreis BambergRedwitz an der RodachMichelau in OberfrankenWeismainAltenkunstadtBad StaffelsteinMarktzeulnMarktgraitzLichtenfels (Oberfranken)Hochstadt am MainEbensfeldBurgkunstadtKarte
Über dieses Bild

Michelau in Oberfranken (amtlich: Michelau i.OFr., fränkisch: Michlaa) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte größere Städte sind Lichtenfels (etwa fünf Kilometer), Coburg (etwa 25 km), Kronach (etwa 25 km), Kulmbach (etwa 30 km) und Bamberg (etwa 45 km).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Michelau gehören neben dem Ort Michelau die folgenden Gemeindeteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michelau wurde erstmals 1195 urkundlich erwähnt. Entstanden ist der Ort aus einem Fischerdorf am Main, in dem bis ins 18. Jahrhundert Weinbergspfähle für Mainfranken hergestellt wurden. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Korbmacherei, deren Produkte schon um 1780 bis nach Holland, 1792 bis nach Preußen und Russland verkauft wurden. Im Jahr 1840 lebten in Michelau 1003 Menschen.[2] Um 1900 gab es in Michelau fast 900 Korbmacher, deren Erzeugnisse in die ganze Welt gingen. Ab 1950 entstanden auch einige Großbetriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde bilden (Korbwaren, Kinderwagen, Metallwaren, Spielwaren, Textilien, Autozubehör).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lettenreuth eingegliedert.[3] Aus der Gemeinde Neuensee wurde bereits am 15. Februar 1952 die neue Gemeinde Neuensorg ausgegliedert.[4] Neuensee wurde am 1. Januar 1978 zusammen mit Schwürbitz eingemeindet.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 49,35 % evangelisch
  • 45,01 % katholisch
  • 05,64 % andere

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 9. April 2006 Helmut Fischer (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

  • CSU: 9 Sitze
  • SPD: 6 Sitze
  • FW: 2 Sitze
  • Junge Soziale Bürger: 2 Sitz
  • Junge Wähler Union: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf silbernem Grund eine geflochtene und geschlossene schwarze Reuse.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Johanneskirche Michelau

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Klopfermacherstatue im Ortsteil Neuensee erinnert an das Teppichklopferhandwerk, das von 1840 bis 1980 im Dorf ausgeübt wurde. Die Skulptur wurde 1997 von Wolfgang Zwieb geschaffen und zeigt Kathi Ritzel, eine der Letzten der Klopfermacherzunft.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Michelau (Oberfr) liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Engel: Zur Geschichte des Dorfes Michelau, insbesondere der katholischen Kirchengemeinde, 1930, 44 S.
  • Michelau in Oberfranken. 3. Auflage. - Kissing: WEKA-Verlag, 1983. - 52 S.
  • Herbert Perzel: 800 Jahre Michelau in Oberfranken - Vergangenheit und Gegenwart einer fränkischen Gemeinde, ISSN 0945-0114

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Thomas Gunzelmann: Die Kulturlandschaft um 1840. In: Günther Dippold: Im oberen Maintal auf dem Jura an Rodach und Itz, Selbstverlag der Kreissparkasse Lichtenfels, Lichtenfels 1990, S. 75
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 695.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 511.
  5. Webseite des Korbmuseums

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michelau in Oberfranken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien