Michelle Gisin

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Michelle Gisin Ski Alpin
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 5. Dezember 1993 (25 Jahre)
Geburtsort Samedan, Schweiz
Größe 175 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein SC Engelberg
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Pyeongchang 2018 Alpine Kombination
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Silber0 St. Moritz 2017 Alpine Kombination
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Québec 2013 Slalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 29. Dezember 2012
 Gesamtweltcup 7. (2017/18)
 Abfahrtsweltcup 6. (2017/18)
 Super-G-Weltcup 4. (2017/18)
 Riesenslalomweltcup 38. (2014/15)
 Slalomweltcup 13. (2017/18)
 Kombinationsweltcup 5. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 1 2
 Super-G 0 1 0
 Super-Kombination 0 2 0
letzte Änderung: 8. Dezember 2018

Michelle Gisin (* 5. Dezember 1993 in Samedan[1]) ist eine Schweizer Skirennfahrerin. Sie war anfänglich auf die Disziplinen Slalom und Riesenslalom spezialisiert, in der Saison 2017/18 konzentrierte sie sich aber auf die Speed-Disziplinen. Ihre ältere Schwester Dominique und ihr älterer Bruder Marc waren beziehungsweise sind ebenfalls Skirennfahrer.[2] Der grösste Erfolg ihrer Karriere ist der Olympiasieg 2018 in der Alpinen Kombination.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Woche vor ihrem 16. Geburtstag nahm Gisin im November 2008 erstmals an FIS-Rennen teil. Während sie in ihrer ersten Saison vor allem in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G gute Ergebnisse erzielte, verlagerte sie ihr Augenmerk in den darauf folgenden zwei Saisons hauptsächlich auf Slalom und Riesenslalom. Ab Januar 2010 kam sie im Europacup zum Einsatz, blieb aber zunächst ohne Punkte. Den ersten Sieg in einem FIS-Rennen erzielte sie am 3. Januar 2011, als sie in Morzine einen Riesenslalom gewann. Zum Abschluss der Saison 2011/12 wurde sie in Zinal Schweizer Juniorenmeisterin in der Super-Kombination.

Zu Beginn der Saison 2012/13 gelang Gisin eine deutliche Leistungssteigerung, als sie in ihrer mittlerweile stärksten Disziplin Slalom drei FIS-Rennen gewann und im Europacup erstmals unter die besten zehn fuhr. Aufgrund dieser Entwicklung erhielt sie die Gelegenheit, auch im Weltcup zu starten. Bei ihrer Weltcup-Premiere am 29. Dezember 2012 beim Slalom von Semmering qualifizierte sie sich sogleich für den zweiten Durchgang, schied aber kurz vor dem Ziel aus. Ihre ersten Weltcuppunkte holte sie am 15. Januar 2013 mit dem 9. Platz im Slalom von Flachau, mit bester Laufzeit im zweiten Durchgang. Sie nahm an der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming teil und gewann bei der Juniorenweltmeisterschaft 2013 die Silbermedaille im Slalom. Am 10. Januar 2014 gelang ihr der erste Europacupsieg, als sie den Slalom von Melchsee-Frutt für sich entschied. Mit drei Siegen und drei weiteren Podestplätzen sicherte sie sich den ersten Platz sowohl in der Europacup-Gesamtwertung als auch in der Slalom-Disziplinenwertung. Beim Saisonfinale in St. Moritz gewann sie am 18. März 2016 im Schweizer Team den Mannschaftsbewerb vor Deutschland und Schweden.

Nachdem sie im Weltcup bisher fast ausschliesslich Slaloms gefahren war, ging Gisin in der Saison 2016/17 vermehrt in den schnellen Disziplinen an den Start. Am 16. Dezember gelang ihr mit Platz 2 in der Kombination von Val-d’Isère die erste Weltcup-Podestplatzierung ihrer Karriere. Einen Tag später startete sie am selben Ort erstmals überhaupt zu einer Weltcupabfahrt und klassierte sich überraschend sogleich als Siebte. Bei der Alpinen Ski-WM 2017 in St. Moritz gewann sie in der Kombination die Silbermedaille, wobei der Rückstand auf Siegerin Wendy Holdener fünf Hundertstelsekunden betrug. Bereits zum Auftakt der Saison 2017/18 konnte Gisin in der 2. Abfahrt in Lake Louise am 2. Dezember 2017 den ersten Podestplatz in dieser Disziplin als Dritte feiern. Etwas überraschend folgte am 9. Dezember 2017 im Super-G von St. Moritz der zweite Podestplatz in der Saison 2017/18, als sie hinter ihrer Landsfrau Jasmine Flury den zweiten Platz belegte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann Gisin am 22. Februar 2018 die Goldmedaille in der Alpinen Kombination, vier Jahre nachdem ihre Schwester Dominique Abfahrts-Olympiasiegerin geworden war.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 14 Platzierungen unter den besten fünf, davon 6 Podestplätze

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2012/13 79. 39 35. 39
2013/14 82. 38 31. 38
2014/15 45. 144 38. 14 18. 130
2015/16 44. 207 14. 165
2016/17 27. 324 28. 65 41. 14 16. 141 5. 104
2017/18 7. 868 6. 240 4. 313 50. 5 13. 201 2. 109

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saison 2013/14: 1. Gesamtwertung, 1. Slalomwertung, 5. Super-Kombinations-Wertung
  • 8 Podestplätze, davon 3 Siege:
Nr. Datum Ort Land Disziplin
1. 10. Januar 2014 Melchsee-Frutt Schweiz Slalom
2. 21. Januar 2014 Kirchberg in Tirol Österreich Slalom
3. 29. Januar 2014 Sestriere Italien Slalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eva Breitenstein, Sarah Meier: Murisier, Gisin und Janka über Unterwäsche und Yoga. In: Schweizer Illustrierte vom 8. Februar 2017, abgerufen am 20. November 2018.
  2. Drei Geschwister, eine Leidenschaft: Das Geheimnis der Gisins. Neue Zürcher Zeitung, 28. Dezember 2012, abgerufen am 15. Januar 2013.
  3. Schweizerisch-amerikanische Kombination (22. Februar 2018)