Micheln

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Micheln
Ehemaliges Gemeindewappen
Koordinaten: 51° 48′ 31″ N, 11° 58′ 21″ O
Höhe: 65 m ü. NN
Fläche: 16,58 km²
Einwohner: 733 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06386
Vorwahl: 034973

Micheln ist ein Ortsteil der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Klietzen mit der Landgemeinde Micheln vereinigt und somit zum Ortsteil der Gemeinde.[1] Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Trebbichau in Micheln eingemeindet.[2] Der Ortsteil Trebbichau wurde erstmals 1484 erwähnt.

Micheln wurde am 23. Juni 2004 durch einen Tornado der Stärke F3 mit Windgeschwindigkeiten bis etwa 300 km/h auf einer Breite von 200 m stark zerstört. 70 % der 250 Gebäude im Ort trugen zum Teil massive Schäden davon. Auch in Trebbichau gab es starke Schäden. Obwohl der Tornado zu den stärksten Tornados der letzten 30 Jahre gehört, kamen keine Menschen um.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Micheln, Chörau, Diebzig, Dornbock, Drosa, Elsnigk, Großpaschleben, Kleinpaschleben, Libbesdorf, Zabitz, Osternienburg, Reppichau, Trinum und Wulfen zur Einheitsgemeinde Osternienburger Land zusammen.[3] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg, zu der diese Gemeinden gehörten, aufgelöst.

Evangelische Kirche in Trebbichau

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche in Micheln gehört zum Kirchgemeindeverband Aken im Kirchenkreis Egeln, der zum Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gehört. Die evangelische Kirchengemeinde Trebbichau hingegen gehört zum Pfarramt Osternienburg im Kirchenkreis Köthen der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Die wenigen Katholiken in Micheln, Klietzen und Trebbichau gehören zum Pfarrei St. Maria in Köthen, deren nächste Filialkirche die Herz-Jesu-Kirche in Osternienburg ist.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geviert von Gold und Blau; Feld 1 und 4: eine blaue Grubenlampe mit goldener Flamme, Feld 2 und 3: gekreuzt eine goldene Ähre und Sichel.“

Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Die Flagge des Ortes ist Blau - Gelb gestreift (Hissflagge: Streifen senkrecht verlaufend, Querflagge: Streifen waagerecht verlaufend). Das Wappen ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

Gedenkstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grabstätte auf dem Kirchfriedhof des Ortsteiles Trebbichau für einen namentlich bekannten Polen, der während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und ein Opfer von Zwangsarbeit wurde

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bahnstrecke Köthen–Aken bestand bis 2007 über den Bahnhof Trebbichau eine Verbindung nach Köthen und Aken.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 212.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 332.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Micheln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien