Microphone Mafia

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Microphone Mafia
Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) bei einem Auftritt mit Esther und Joram Bejarano, April 2015
Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) bei einem Auftritt mit Esther und Joram Bejarano, April 2015
Allgemeine Informationen
Herkunft Köln, Nordrhein-Westfalen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 1989
Website www.microphone-mafia.com

TCA the Microphone Mafia bzw. TCA Microphone Mafia, später nur noch Microphone Mafia, ist eine frühe deutsch-türkisch-italienische Rapgruppe, die sich 1989 in Köln formierte. TCA bestand ursprünglich aus vier Schulfreunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Microphone Mafia wurde 1989 als TCA the Microphone Mafia von vier Schulfreunden in Köln-Flittard gegründet. 1994 veröffentlichte TCS the Microphone Mafia die beiden Singles No! und Hand in Hand bei Sony Music.

1992, unter den Eindrücken der Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen, politisierte sich die Band, deren Mitglieder vor allem aus Gastarbeiterfamilien bestanden zunehmend.

Das besondere Herausstellungsmerkmal ihres ersten Albums Vendetta (1996), das bei Day Glo Records (im Vertrieb von SPV) erschien, war die gleichzeitige Verwendung der Sprachen Deutsch, Italienisch, Neapolitanisch, Türkisch und Englisch.[1]

Die erste Singleauskopplung des Albums „Vendetta“ Say What wurde trotz eines medialen Interesses an dem interkulturellen Aspekt der Band (zu ihr gehörten ein Deutscher, ein Italiener und zwei Türken) nicht im Radio gespielt. Der deutsche Musiksender VIVA zeigte sich wenig interessiert an diesem Projekt: Das in Istanbul gedrehte Video zu dem Song wurde nur zweimal gespielt.[2][1]

Nach dem Misserfolg des ersten Albums ging die Gruppe dazu über, nur noch in deutscher Sprache zu arbeiten. Zwischenzeitlich hat die Gruppe als Microphone Mafia mehrere Alben und Maxi-Singles veröffentlicht und publizierte u. a. zusammen mit BAP auch eine Maxi gegen Rechtsradikalismus unter dem Titel Arsch huh, Zäng ussenander! (d. h.: Arsch hoch, Zähne auseinander), über die überregional berichtet wurde. Beim ersten Arsch huh, Zäng ussenande]-Konzert noch im Publikum gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern der Arsch huh AG und beteiligten sich auch 2002 an der Neuauflage zum zehnjährigen Jubiläum, wo sie Wann jeit d'r Himmel widder op von Die Höhner coverten.[3]

Die Band veröffentlicht mittlerweile bei ihrem eigenen Label Al Dente Recordz. Unter anderem ist dort auch ein Crewalbum „La Resistance“, herausgekommen, wobei der Titel sowohl als Crewname als auch als Albumname fungiert. Das Projekt besteht aus den Mitgliedern von Anarchist Academy, Callya, Meditias, Microphone Mafia, Lotta C und Chaoze One.

2009 und 2013 veröffentlichten sie eine CD zusammen mit Esther Bejarano, einer der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als TCA the Microphone Mafia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben
Singles
  • 1993: No! (Dragnet Records/Sony Music)
  • 1995: Hand in Hand (Dragnet Records/Sony Music)
  • 1996: Say What (Day-Glo Records)
  • 1997: Ciao Ragazzi (:chlodwig)
Kompilationsbeiträge
  • 1993: International Style (Therapie Mix) auf Hip Hop Hurra! Rap Gegen Rechts
  • 1994: Kauft mehr Platten auf Schützt die Rille
  • 1999: In einem Land vor unserer Zeit auf Vorwärts und nicht vergessen! (2)

Als Microphone Mafia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben
  • 1999: Microphonia (chlodwig)
  • 2002: Infernalia (Pirate Records, Al Dente Recordz)
  • 2003: Lotta Continua (Kompilation, Al Dente Recordz)
  • 2006: Testa Nera (Al Dente Recordz)
Singles
  • 1999: Irgendwann ist alles zu spät (:chlodwig)
  • 2000: Die Farbe des Geldes (:chlodwig)
  • 2002: Heiß wie die Hölle (feat. Chicken George) (Al Dente Recordz)
  • 2002: Combatto Mondiale (Pirate Records/Al Dente Recordz)
Kompilationsbeiträge
  • 2002: Wann jeit d'r Himmel widder op auf Heimatklänge - Zehn Jahre "Arsch Huh"
  • 2002: Vendetta 2002 (Bigg Tune RMX) auf Global Hip Hop Tunes
  • 2004: Tscherkessenlied auf Es war in Schanghai (Kölner Bands interpretieren Lieder der Edelweißpiraten)
  • 2005: Eski Dostlar Icin auf Maxim Memorial Sampler
  • 2006: Bella Ciao und Wir können auch anders auf Macht ist Wissen
Gastbeiträge
  • 2003: Kalte Zeiten mit Chaoze One auf Rapression (Twisted Chords)
  • 2001: Dieser Song gehört uns mit [KA] (Single, 3 Finger Records))
  • 2002: Kingztanbul auf Kingstanbul von Makale (Barraka El Farnatshi)
  • 2002: Mahomafya auf Hedef 12, Rapor 2 Ve Şimdi… (Zihni Müzik)
  • 2004: Fühlt das mit Straßenkinda auf Who’s dat? (Al Dente Recordz)
  • 2005: Generationentreffen auf Die Platte des Jahres von De Lee Khan (Ebeni Records)
  • 2006: Bauchredner auf Zwischen den Stühlen von Kopfhörer (Al Dente Recordz)
  • 2007: Back in teh Days auf Fame von Chaoze One (Twisted Chords)
  • 2009: La Resistance – La Resistance (Projekt zusammen mit unter anderem Anarchist Academy und Chaoze One)
  • 2011: Bassneval auf Bassneval von Eigelstein Royal (Basspräsidium Records)

Mit Esther Bejarano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben
  • 2009: Per la Vita (Mad Butcher Records)
  • 2013: La Vita Continua (Al Dente Recordz)
Kompilationsbeiträge
  • 2010: Schlachthof auf Viva Mikis 85
  • 2010: Desateur auf Bundeswehrfreie Zone – Keine Menschen, keinen Cent für ihren Krieg
  • 2016: Espoir auf Refugees Welcome – Gegen jeden Rassismus


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die einzige Mafia, die die Welt braucht. Offizielle Website, abgerufen am 27. Mai 2018.
  2. Pressestimmen und Bericht der ehemaligen Plattenfirma zu ihrem ersten Album
  3. Vor 25 Jahren 100.000 Menschen auf dem Arsch-huh-Konzert am Chlodwigplatz. Arsch huh, Zäng ussenander!, abgerufen am 27. Mai 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Microphone Mafia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien