Microvision

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Microvision
Europäische Variante des Microvision mit Block Buster-Cartridge
Hersteller Milton Bradley
Typ Handheld-Konsole
Generation 2. Konsolengeneration
Veröffentlichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten November 1979
EuropaEuropa November 1979
Hauptprozessor Intel 8021 bzw. TMS1100 (im Modul)
Grafikprozessor kein spezieller Chip
Speichermedien Module
Controller Paddle und Keyboard
Online-Dienst keiner
Verkaufte
Einheiten
unbekannt
Erfolgreichstes Spiel unbekannt
Vorgänger keiner
Nachfolger keiner
Info Erste Handheld-Konsole mit austauschbaren Spielmodulen

Das Microvision (auch Milton Bradley Microvision oder kurz MB Microvision genannt) ist die erste Handheld-Konsole mit auswechselbaren Spielmodulen. Sie wurde im November 1979 vom US-amerikanischen Unternehmen Milton Bradley (kurz: MB) veröffentlicht. Das Gerät wurde von Jay Smith entwickelt, der später auch die Spielkonsole Vectrex für MB entwarf.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept des Microvision ist eine Kombination aus einem Cartridge-System und einem Handheld-Spiel, das schnell nach der Veröffentlichung zum Erfolg wurde. Schon im ersten Jahr machte man mit dem Microvision einen Umsatz von etwa 8 Millionen US-Dollar. Doch durch die Einschränkungen des Systems – wenige Spiele (13 Stück), ein kleines LC-Display mit einer Auflösung von 16 × 16 Pixeln und fehlende Speichermöglichkeiten für beispielsweise Highscores – wurde das System schnell von der Konkurrenz überholt, sodass die Produktion des Gerätes bereits 1981 eingestellt wurde.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Spielmodule wurden entweder mit dem Intel 8021 oder Texas Instruments TMS1100 gebaut. Durch die Veränderung der Einkaufspolitik von Milton Bradley wechselte man später jedoch vollständig auf die TMS1100-Prozessoren. Der TMS1100 war eine leistungsschwächere CPU, bot jedoch im Vergleich zum Intel 8021 einen größeren ROM und eine sparsamere Leistungsaufnahme. Die ersten Versionen des Microvision brauchten zum Betrieb noch zwei 9-Volt-Batterien, die zweiten und dritten nur noch eine. Durch die Verwendung des TMS1100 konnte eine Batterie zur Versorgung des Gerätes komplett eingespart werden. Da die Kosten für die Veränderung des Gehäuses hin zu nur einem Batterieschacht zu groß waren, ließ Milton Bradley den zweiten Schacht bestehen und beschrieb ihn in der Anleitung als Fach für eine Ersatz-Batterie.

Technische Spezifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CPU: Intel 8021/TI TMS1100 (auf der Cartridge-Platine, 100 kHz)
  • Display: 16 × 16 Pixel (LCD)
  • Register: 4 Bit (TMS1100), 8 Bit (8021)
  • RAM: 32 Nibbles (16 8-Bit Bytes in der CPU integriert)
  • ROM: 2 KB (TMS1100) bzw. 1 KB (Intel 8021)
  • Grafikeinheit: Custom (hergestellt von Hughes)
  • Sound: Piezo-Piepser
  • Eingabe: Keypad und ein analoges Paddle
  • Energieversorgung: Eine 9-Volt-Batterie (mit TMS1100) bzw. zwei 9-Volt-Batterien (mit Intel 8021)

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lediglich 13 sehr primitiv aufgebaute Titel erschienen für das System:

  • Block Buster (1979, Breakout-Klon, im Lieferumfang der Konsole enthalten)
  • Bowling (Launchtitel, 1979)
  • Connect Four (Launchtitel, 1979)
  • Pinball (Launchtitel, 1979)
  • Mindbuster (1979)
  • Star Trek: Phaser Strike (1979, später nur Phaser Strike, in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich Shooting Star, in Frankreich Cannon Phaser[1])
  • Vegas Slots (1979)
  • Baseball (1980)
  • Sea Duel (1980, in Deutschland See-Duell)
  • Shooting Star (1980)
  • Alien Raiders (1981)
  • Cosmic Hunter (1981)
  • Super Blockbuster (1982, nur in Europa veröffentlicht)
  • Barrage (sollte 1982 veröffentlicht werden, nicht erschienen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Microvision Microvision FAQ for Microvision by JHuber – GameFAQs. Abgerufen am 4. Mai 2019.