Middle East Forum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Middle East Forum (MEF) ist eine von dem Historiker Daniel Pipes 1990 gegründete Denkfabrik in Philadelphia, USA.

Die Nonprofit-Organisation wurde kurz nach Beginn des Osloer Friedensprozesses im Januar 1994 steuerbefreit und eigenständig. Ihre Ziele sind „die Definition und Beförderung US-amerikanischer Interessen im Nahen Osten, die Bekämpfung des Radikalislamismus und der iranischen Bedrohung, die Förderung der Akzeptanz Israels unter Palästinensern, eine robustere Vertretung der US-Interessen gegenüber Saudi-Arabien und die Energieunabhängigkeit Israels.

Das Forum verweist auf vitale Interessen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Es unterstützte 2003 die US-Invasion im Irak. Das MEF hält enge Verbindungen mit Israel, der Türkei und anderen Demokratien in diesem Raum für nötig, die sich durch kontinuierliche Unterstützung und einen niedrigen Ölpreis realisieren ließen. MEF befördert regionalen und internationalen Dialog zu diesen Fragen.

MEF publiziert das Journal Middle East Quarterly und etablierte neben „Islam Watch“ das Programm „Campus Watch“. Es fördert Studienreisen für Hochschüler nach Kuwait, der Türkei, Jordanien und Israel - letztere Ziele mit dem konkreten Fokus auf Terrorismusbekämpfung.

Campus Watch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 initiierte das Forum das „Campus Watch Programm“ und begründete es mit fünf Problemen, die es in der wissenschaftlichen Lehre bezüglich des Nahen Ostens an Amerikanischen Universitäten sieht: „analytische Fehler, Mischung von Politik und Lehre, Intoleranz gegenüber alternativen Sichtweisen, Apologetik, Machtmissbrauch gegenüber Studenten“.

Campus Watch etablierte deshalb eine Datenbank zu entsprechenden wissenschaftlichen Publikationen um diese bekannter zu machen. Studenten wurden aufgefordert Hochschullehrer, Bücher und Lehrpläne zu melden, was von einigen Dozenten als Einschüchterung ähnlich jener in der McCarthy-Ära bezeichnet wurde. Aus Protest forderten etwa 100 Akademiker ebenfalls in die Liste aufgenommen zu werden. Campus Watch entfernte daraufhin die Liste von seiner Webseite und publizierte sie 2006 in Buchform.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]