Middle East Forum

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Das Middle East Forum (MEF) ist eine von dem Historiker Daniel Pipes 1990 gegründete islamfeindliche[1][2] Denkfabrik in Philadelphia, USA.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ziele des MEF Ziele sind „die Definition und Beförderung US-amerikanischer Interessen im Nahen Osten, die Bekämpfung des Radikalislamismus und der iranischen Bedrohung, die Förderung der Akzeptanz Israels unter Palästinensern, eine robustere Vertretung der US-Interessen gegenüber Saudi-Arabien und die Energieunabhängigkeit Israels.

Das Forum verweist auf vitale Interessen der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Es unterstützte 2003 die US-Invasion im Irak. Das MEF hält enge Verbindungen mit Israel, der Türkei und anderen „Demokratien“ in diesem Raum für nötig, die sich durch kontinuierliche Unterstützung und einen niedrigen Ölpreis realisieren ließen. MEF befördert regionalen und internationalen Dialog zu diesen Fragen.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MEF wurde kurz nach Beginn des Osloer Friedensprozesses im Januar 1994 als steuerbefreite und eigenständige Nonprofit-Organisation in den USA registriert.

MEF publiziert das Journal Middle East Quarterly und etablierte neben „Islam Watch“ das Programm „Campus Watch“. Es fördert Studienreisen für Hochschüler nach Kuwait, der Türkei, Jordanien und Israel - letztere Ziele mit dem konkreten Fokus auf Terrorismusbekämpfung.

MEF in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Angaben der ZEIT fördert das Forum europaweit die Vernetzung der Neuen Rechten und unterstützt in Deutschland unter anderem die rechtsnationale Gustav Stresemann Stiftung sowie das rechte Blog Journalistenwatch, auf dem „geschichtsrevisionistische und antisemitische Inhalte“ veröffentlicht würden, mit finanziellen Mitteln.[3]

Campus Watch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 initiierte das Forum das „Campus Watch Programm“ und begründete es mit fünf Problemen, die es in der wissenschaftlichen Lehre bezüglich des Nahen Ostens an Amerikanischen Universitäten sieht: „analytische Fehler, Mischung von Politik und Lehre, Intoleranz gegenüber alternativen Sichtweisen, Apologetik, Machtmissbrauch gegenüber Studenten“.

Campus Watch etablierte deshalb eine Datenbank zu entsprechenden wissenschaftlichen Publikationen um diese bekannter zu machen. Studenten wurden aufgefordert Hochschullehrer, Bücher und Lehrpläne zu melden, was von einigen Dozenten als Einschüchterung ähnlich jener in der McCarthy-Ära bezeichnet wurde. Aus Protest forderten etwa 100 Akademiker ebenfalls in die Liste aufgenommen zu werden. Campus Watch entfernte daraufhin die Liste von seiner Webseite und publizierte sie 2006 in Buchform.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nico Schmidt: AfD: Stresemann-Stiftung erhielt Geld rechter US-Finanziers. In: Die Zeit. 22. Dezember 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  2. Fabian Köhler: Amerikas neueste Industrie: Hass auf Muslime. Abgerufen am 21. Januar 2018 (deutsch).
  3. Nico Schmidt: AfD: Stresemann-Stiftung erhielt Geld rechter US-Finanziers. In: Die Zeit. 22. Dezember 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).