Miel

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Miel
Gemeinde Swisttal
Wappen der ehemaligen Gemeinde Miel
Koordinaten: 50° 40′ 12″ N, 6° 54′ 53″ O
Höhe: 147 (139–150) m ü. NHN
Fläche: 5,93 km²
Einwohner: 971 (6. Jan. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53913
Vorwahl: 02226
Miel (Nordrhein-Westfalen)
Miel

Lage von Miel in Nordrhein-Westfalen

Pfarrkirche St. Georg in Miel
Pfarrkirche St. Georg in Miel

Miel ist eine Ortschaft der Gemeinde Swisttal im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis und liegt in der Voreifel. Bis 1969 war Miel eine eigenständige Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa einen Kilometer nordöstlich der Ortslage von Miel lag seit der Römerzeit eine Siedlung mit Übergang über die Swist mit dem Namen Lützermiel. Gebäude dieser Siedlung waren noch bis weit ins 19. Jahrhundert vorhanden. Heute befindet sich dort die Einfahrt zu einer Recycling-Anlage. Erhalten blieben von Lützermiel die Fundamente einer preußischen Brücke im Verlauf der Bezirksstraße Bonn-Schleiden von 1823. Die historische Trasse der Straße einige Meter nördlich der heutigen B 56 lässt sich noch gut erkennen. Der preußische Meilenstein dort ist ein Halbfabrikat, die Jahreszahl hätte später eingemeißelt werden sollen.[2]

Am 1. August 1969 wurde Miel nach Swisttal eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher von Miel ist Hans-Arthur Müller, Ratsmitglied für Miel in der Gemeinde Swisttal ist Joachim Güttes (BfS).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Georg birgt Reste romanischer Wandmalereien. An die Legende des Schutzpatrons St. Georg erinnert auch das Wappen der ehemaligen Gemeinde: „In grünem Feld ein von einem Schwert in der Brust durchbohrter goldener Drache“.

Das barocke Schloss Miel, von dem kurkölnischen Staatsminister Caspar Anton von Belderbusch aus dem alten Rittersitz zu einem Wasserschloss umgestaltet, wird heute als Domizil eines Golfclubs genutzt.

Das zwischen 1831 und 1834 ehemals als Grundschule errichtete und nachfolgend als Pfarrhaus genutzte Gebäude im Ortskern steht seit dem 31. Mai 1991 unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde. Einwohner nach Ortsteilen. Gemeinde Swisttal, 6. Januar 2015, abgerufen am 16. Mai 2015.
  2. Hinweisschild bei Lützermiel
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miel – Sammlung von Bildern