Mietesheim

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Mietesheim
Wappen von Mietesheim
Mietesheim (Frankreich)
Mietesheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Reichshoffen
Koordinaten 48° 53′ N, 7° 38′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 7° 38′ O
Höhe 159–260 m
Fläche 8,49 km²
Einwohner 648 (1. Januar 2013)
Bevölkerungsdichte 76 Einw./km²
Postleitzahl 67580
INSEE-Code

Mietesheim ist eine französische Gemeinde mit 648 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Mitglied der Communauté de communes du Pays de Niederbronn-les-Bains.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird durch den Wald von Haguenau flankiert und vom Fluss Zinsel passiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Mietesheim war ein Reichslehen[1] und wurde 1332 von den Landgrafen im Elsass an die Herren von Lichtenberg verkauft.[2] Es gehörte dort zu deren Amt Ingweiler.[3] Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Graf Jakob, wurde die Herrschaft geteilt und das Amt Ingweiler fiel zunächst an Zweibrücken-Bitsch.[4]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerdings kam es 1570 zu einem weiteren Erbfall, der das Amt Ingweiler nun zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte. Die Grafen von Hanau-Lichtenberg führten ab der Mitte des 16. Jahrhunderts die Reformation in ihrer Grafschaft ein, die nun lutherisch wurde.

Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen um 1680 die im Elsass gelegenen Teile der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter die Oberhoheit Frankreichs, so auch das Amt Ingweiler und Mietesheim.

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort. Als Folge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch Mietesheim – an Frankreich.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1798[5] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
463 571 586 562 525 538 554 635 648

Eine Volkszählung im Jahr 1807 ergab, dass 4 % der Bevölkerung katholisch und 95 % lutherisch waren.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche wurde 1945 durch einen Bombenangriff zerstört. 1948 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Claude Brumm: Quelques dates importantes dans l’histoire …. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 10f.
  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mietesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knöpp, S. 7.
  2. Eyer, S. 61, 132.
  3. Eyer, S. 238.
  4. Brumm, S. 11.
  5. Matt, S. 7.