Migos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Migos
Migos Logo.png

Migos (2017)
Migos (2017)
Allgemeine Informationen
Herkunft Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Genre(s) Hip-Hop, Mumble Rap, Trap
Gründung • 2008 als Polo Club
• 2009 als Migos
Website migosonline.com/
Aktuelle Besetzung
Kiari „Offset“ Cephus
Rapper, Produzent, Songwriter
Quavious „Quavo“ Marshall
Rapper, Produzent, Songwriter
Kirshnik „Takeoff“ Ball

Migos ist ein US-amerikanisches Hip-Hop-Trio aus Lawrenceville, Georgia, das im Jahr 2008 gegründet wurde. Es besteht aus den Rappern Offset, Quavo und Takeoff. Sie feierten 2013 nach mehreren Mixtapes-Veröffentlichungen mit ihrer Debüt-Single Versace ihren kommerziellen Durchbruch. 2016 erreichten sie mit dem Lied Bad and Boujee aus ihrem zweiten Studioalbum Culture erstmals die deutschen Single-Charts und standen zwei Wochen an der Spitze der US-amerikanischen Billboard Hot 100.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2016: Gründung und musikalische Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Rapper Offset, Quavo und Takeoff schlossen sich 2008 unter dem Namen Polo Club zusammen und änderten im Jahr darauf ihren Namen in Migos.[1] Sie begannen mit dem Produzieren von Mixtapes. Auf der zweiten Veröffentlichung No Label war das Stück Bando enthalten, mit dem sie in ihrer Heimat Atlanta einen ersten Erfolg hatten. Kevin Lee, Manager von Gucci Mane und Young Jeezy, wurde auf sie aufmerksam und Produzent Zaytoven unterstützte sie bei weiteren Veröffentlichungen. Beim Label Quality Control erschien ihr nächstes Mixtape Y.R.N. (Young Rich Niggas) und mit dem darauf enthaltenen Song Versace gelang ihnen bereits der nationale Durchbruch. Er hielt sich lange in den Rap- und R&B-Charts und schaffte auch den Sprung in die offiziellen Charts. Außerdem erreichte es Gold-Status.[2] Für zusätzliche Popularität sorgte die Beteiligung des Rappers Drake an einem Song-Remix. Auch das Mixtape kam in die R&B-Charts.

Ein Jahr später kamen sie mit dem Mixtape No Label 2 erstmals auch in die offiziellen Albumcharts. Darauf enthalten war Fight Night, ihr zweiter Charthit und die zweite Goldsingle.[2] Es waren ihre ersten Veröffentlichungen über das Independent-Label Atlantic. Dort erschien 2015 auch das Debütalbum Yung Rich Nation, das Platz 3 der Rap-Charts und Platz 17 der offiziellen Charts erreichte. Die beiden Singleauskopplungen One Time und Pipe It Up verpassten aber den Charteinstieg. Dafür hatten sie mit Look at My Dab einen weiteren Singlehit. Die Tanzchoreografie aus dem Musikvideo fand zahlreiche Nachahmer und wurde zu einem kleineren viralen Phänomen im Netz.

2016–2017: Debütalbum Culture[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 nutzte insbesondere Quavious Marshall alias Quavo, um sich an den Singles zahlreicher prominenter Musiker und Rapper zu beteiligen, beispielsweise wirkte er am Song VVS des deutschen Rappers Ufo361 mit. Mehrfach kamen diese Songs in die Charts und erreichten zweimal auch Gold-Status. Ende des Jahres nahmen dann Migos wieder zusammen mit Lil Uzi Vert die Single Bad and Boujee auf. Sie ist die Lead-Single ihres Albums Culture[3], welches am 27. Januar 2017 erschien. Innerhalb weniger Wochen stieg das Lied bis auf Platz 1 der US-Charts und konnte sich auch im englischsprachigen Ausland in den Hitparaden platzieren. Sechs weitere Songs konnten sich nach Albumveröffentlichung ebenfalls in den US-amerikanischen Single-Charts platzieren. Mit darunter war auch die Nachfolgesingle T-Shirt, die sich dort über 2 Millionen Mal verkaufte. Am 16. Mai 2017 veröffentlichten Migos die dritte Single-Auskopplung Slippery, die gemeinsam mit Gucci Mane aufgenommen wurde.

Gemeinsam mit dem schottischen Produzenten Calvin Harris und dem US-amerikanischen Musiker Frank Ocean veröffentlichten sie im Frühjahr 2017 die Single Slide, die sich zu einem internationalen Hit entwickelte und sich über 3 Millionen Mal verkaufte. Kurz darauf steuerten sie einen Gastpart zu Katy Perrys Witness-Single Bon Appétit bei, der das Trio ein weiteres Mal in über 25 Ländern eine Chartplatzierung ermöglichte. Am 5. September 2017 veröffentlichten sie in Zusammenarbeit mit Gucci Mane das Lied Get the Bag, das in den USA bis auf Platz 11 vorrückten konnte und mit 3-fach Platin ausgezeichnet wurde. Ende 2017 steuerten sie zusammen mit dem US-amerikanischen DJ und Produzenten Marshmello den gemeinsamen Song Danger zum Netflix-Fantasy-Actionfilm Bright bei. Dieser konnte sich obwohl er nicht als Single veröffentlicht wurde, durch Streamingzahlen in den US-amerikanischen sowie in den kanadischen Charts platzieren. Zudem erschien ein gemeinsames Musikvideo.

2018: Culture II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Oktober 2017 veröffentlichten Migos die Single MotorSport, die den Auftakt für ihr drittes Studioalbum darstellte. Diese entstand in Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Rapperinnen Nicki Minaj und Cardi B. Im Dezember 2017 folgte das Lied Stir Fry als zweite Auskopplung. Diese wurde vom US-amerikanischen Musiker Pharrell Williams geschrieben und produziert. Wie auch mit dem Vorgänger erreichten sie mit der Single die Top-10 in der Heimat sowie Auszeichnungen in zahlreichen weiteren Ländern. Am 8. Dezember 2017 wurde von ihrem Plattenlabel „Quality Control Music“ ein Kollaborations-Album veröffentlicht, auf dem sie mehrere Lieder sowohl als Trio, als auch solo beisteuerten. Am 22. Januar 2018 erschien das Lied Supastars als Promo- und gleichzeitig letzte Vorab-Single-Auskopplung.

Am 26. Januar 2018 folgte Culture II, das sich in den Vereinigten Staaten über eine Million Mal verkaufte und somit wie der Vorgänger die Platinauszeichnung erhielt.[4][5] 13 der 36 Tracks konnten auf Anhieb in die US-amerikanischen Single-Charts vorrücken, mit darunter waren unter anderem Kollaborationen mit Post Malone, 21 Savage und Big Sean. Im März 2018 wurde das Lied Walk It Talk It als dritte offizielle Single veröffentlicht. Dabei handelte es sich um eine Kollaboration mit dem kanadischen Rapper Drake. Als letzte Auskopplung erschien im Juli 2018 das Lied Narcos. Am 27. Juli 2018 veröffentlichten sie in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Produzenten DJ Durel das Lied Hot Summer.

2019: Culture III[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2019 veröffentlichten sie in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Produzenten Mustard das Lied Pure Water. Quavo gab in einem Interview bekannt, dass die Veröffentlichung von Culture III für 2019 geplant wäre.[6][7]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2015 Yung Rich Nation
300! 300! 300! 300! 17
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Juli 2015
2017 Culture
63
(1 Wo.)
300! 22
(1 Wo.)
16
SilberSilber

(11 Wo.)
1
PlatinPlatin

(106 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2017
Verkäufe: + 1.130.000
2018 Culture II
14
(10 Wo.)
14
(4 Wo.)
5
(10 Wo.)
4
SilberSilber

(17 Wo.)
1
DoppelplatinDoppelplatin

(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Januar 2018
Verkäufe: + 2.182.500

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Migos Rises From The Bando To The Mainstream - XXL. Abgerufen am 17. Oktober 2018 (englisch).
  2. a b Migos in der Gold-/Platindatenbank der RIAA (USA)
  3. Migos · Boutblank.com. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 4. Juli 2017; abgerufen am 14. Juni 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boutblank.com
  4. Migos announce album release date for 'Culture 2' - NME. In: NME. 28. Juni 2017 (nme.com [abgerufen am 18. Oktober 2018]).
  5. Migos' 'Culture II' Goes Platinum. In: HYPEBEAST. (hypebeast.com [abgerufen am 18. Oktober 2018]).
  6. Migos-Member Quavo spricht über "Culture III" - Boutblank.com. Abgerufen am 18. Oktober 2018.
  7. Migos’ ‘Culture III’ Album to Drop in Early 2019 - XXL. In: XXL Mag. (xxlmag.com [abgerufen am 18. Oktober 2018]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]