Migration (Mensch)

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Nettomigrationsrate für 2016. Per-Saldo Zuwanderung (Blau), Per-Saldo Abwanderung (Orange), Per-Saldo keine Veränderung (Grün), keine Daten (Grau)

Als Migration wird eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden. Migration, die über Landesgrenzen hinweg erfolgt wird als internationale Migration bezeichnet. Typische individuelle Entscheidungsgründe zur Migration sind:

  • Die physische Existenz des Menschen ist nicht mehr gesichert (Kriegsflüchtling, Fluchtmigration wegen ethnischen Säuberungen, politische Verfolgung etc.).
  • Lebensvorstellungen können unter dem herrschenden politisch-ideologischen System nicht verwirklicht werden (z. B. Diskriminierung wegen Geschlecht, Religion etc.).
  • Die institutionelle Struktur der Herkunftsgesellschaft kann die materiellen Wünsche und Erwartungen nicht erfüllen (Armutsmigration, Arbeitsmigration).

Im Push-Pull-Modell der Migration stehen den abstoßenden (Push-) Faktoren in den Herkunftsländern anziehende (Pull-) Faktoren in den Einwanderungsländern gegenüber.[1]

Wissenschaftliche Betrachtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die menschliche Migration ist das interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeitsfeld der Migrationsforschung. Die Migrationssoziologie ist das soziologische Teilgebiet der Migrationsforschung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Steffen Kröhnert, Migration- eine Einführung