Miguel da Paz

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Miguel da Paz spanisch Miguel de la Paz de Portugal portugiesisch auch Miguel da Paz de Avis y Aragón (* 24. August 1498 Saragossa; † 20. Juli 1500[1] Granada) war Thronfolger in Portugal, Kastilien (Fürst von Asturien) und Aragonien (Fürst von Girona).

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miguel war der Sohn von König Manuel I. von Portugal aus einer Seitenlinie des Hauses Avis und dessen Ehefrau Isabella von Aragonien und Kastilien aus dem Haus Trastámara.

Sein Vater, König Manuel war der Sohn Ferdinands von Portugal, Herzog von Viseu und Beja einem Bruder des Königs Alfons V. von Portugal.

Seine Mutter, Isabella, war die älteste Tochter der Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragonien. Ihre Eltern wurden 1474 Könige von Kastilien und 1479 Könige von Aragonien. Sie war in erster Ehe mit Alfons von Portugal verheiratet. Ihr erster Ehemann starb am 13. Juli 1491.

Erbfolge in Kastilien und Aragonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miguels Mutter Isabella wurde bei der Regierungsübernahme ihrer Eltern in Kastilien als Thronfolgerin Fürstin von Asturien. Am 28. Juni 1478 wurde Isabellas Bruder Johann geboren. Aufgrund des kastilischen Erbrechtes verlor Isabella dadurch den Titel der Fürstin von Asturien, der an ihren Bruder ging. Nachdem Isabellas Eltern 1479 auch Könige von Aragonien wurden erhielt Juan als Thronfolger in den Ländern der Krone von Aragonien auch den Titel eines Fürsten von Girona.

Nach dem Tod Johanns am 4. Oktober 1497 gingen die Titel an Isabella über. Isabella musste sich die Erbrechte und die Titel von den Cortes von Kastilien und der Länder der Krone von Aragonien bestätigen lassen. Dazu reiste sie mit ihrem Ehemann Manuel I. von Portugal nach Kastilien und Aragonien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. August 1498 gebar Isabella in Saragossa, der Hauptstadt Aragoniens, ihren Sohn Miguel. Isabella verstarb bei der Geburt. Miguel wurde durch den Tod seiner Mutter Thronfolger in den Ländern der Krone von Kastilien und den Ländern der Krone von Aragonien. Durch seinen Vater König Manuel war Miguel Thronerbe von Portugal.

König Manuel kehrte nach Portugal zurück und stimmte zu, dass sein Erbe bei seinen Großeltern bleiben solle. Miguel sollte nach den portugiesischen, kastilischen und aragonischen Bräuchen erzogen werden, die sich nicht bedeutsam unterschieden.[1]

Am 20. Juli 1500 starb Miguel in Granada. Er wurde in der Krypta der Capilla Real der Kathedrale von Granada beigesetzt.

Ahnentafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel Miguel da Paz
Ururgroßeltern

König
Johann I. von Portugal (1357–1433)
∞1387
Philippa of Lancaster (1360–1415)

König
Ferdinand I. von Aragonien (1380–1416)
∞1394
Eleonore Urraca von Kastilien (1374–1435)

König
Johann I. von Portugal (1357–1433)
∞1387
Philippa of Lancaster (1360–1415)


Alfons von Braganza (1377–1461)

o-o
Beatriz Pereira de Alvim (1380–1415)

König
Ferdinand I. von Aragonien (1380–1416)
∞1394
Eleonore Urraca von Kastilien (1374–1435)

Fadrique Enríquez (1390–1473)
∞1425
Marina Fernández de Córdoba (1394–1431)

König
Heinrich III. von Kastilien (1379–1406)
∞1388
Katharina von Lancaster (1373–1418)

Johann von Portugal (1400–1442)
∞1424
Isabella von Braganza (1402–1465)

Urgroßeltern

König
Eduard I. von Portugal (1391–1438)
∞1428
Eleonore von Aragonien (1402–1445)

Johann von Portugal (1400–1442)
∞1424
Isabella von Braganza (1402–1465)

König
Johann II. von Aragonien (1397–1479)
∞ 1445
Juana Enríquez (1425–1468)

König
Johann II. von Kastilien (1405–1454)
∞1447
Isabella von Portugal (1428–1496)

Großeltern

Ferdinand von Portugal (1433–1470)
∞1447
Beatrix von Portugal (1430–1506)

König Ferdinand II. von Aragonien (1452–1516)
∞ 1469
Königin Isabella I. von Kastilien (1451–1504)

Eltern

König Manuel I. (Portugal) (1469–1521)
∞ 1497
Isabella von Aragonien und Kastilien (1470–1498)

Miguel da Paz (1498–1500)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Luis Suárez Fernandez: Isabel I, Reina. Editorial Ariel, Barcelona 2000, ISBN 84-344-6620-1, S. 449 (spanisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]