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Mihai Șubă

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mihai Șubă, 2007
Verband Rumänien Rumänien (bis 1989, 1992 bis 2017)
England England (1989 bis 1992)
Spanien Spanien (ab 2017)
Geboren 1. Juni 1947
Bukarest
Gestorben 26. Oktober 2025
Titel Internationaler Meister (1975)
Großmeister (1978)
Aktuelle Elo‑Zahl 1956 (März 2024)
Beste Elo‑Zahl 2580 (Juli 1986)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Mihai Șubă (* 1. Juni 1947 in Bukarest; † 26. Oktober 2025[1]) war ein rumänischer Schachgroßmeister, der ab 2017 die spanische Staatsbürgerschaft besaß[1] und ab 2017 für den spanischen Schachverband FEDA gemeldet war.[2]

Șubă erlernte das Schachspielen mit 18 Jahren. Er erhielt den IM-Titel 1975 und den GM-Titel 1978[3] verliehen. Er wurde dreimal rumänischer Landesmeister (1980, 1981 und 1986). Erste internationale Aufmerksamkeit errang Șubă durch seinen 1982 hinter Zoltán Ribli mit Gyula Sax geteilten 2. Platz in Băile Herculane. Im selben Jahr wurde er hinter Ribli und Wassili Smyslow Dritter beim Interzonenturnier in Las Palmas und verpasste damit knapp den Kandidatenzyklus zur Weltmeisterschaft.

Șubă belegte jeweils den 1. Platz 1983 bei den Dortmunder Schachtagen[4], 1985 beim Berliner Sommer (Open) nach Feinwertung vor Viktor Kortschnoi, im Zonenturnier 1985 in Prag (geteilt mit József Pintér und Vlastimil Jansa), sowie 1987 in Timișoara. 1983 errang er hinter den Siegern Michail Tal und Rafael Vaganian den mit Tigran Petrosjan und Jaan Ehlvest geteilten 3. Platz in Tallinn.

Im Jahre 2008 wurde er zusammen mit Larry Kaufman Schachweltmeister der Senioren; 2011 wurde er in Courmayeur Senioren-Europameister.[5]

Anlässlich eines Turnieres in London flüchtete Șubă mit seinem Sohn 1988 in den Westen; am 25. August 1988 beantragte er politisches Asyl in Großbritannien. Er lebte zuletzt in Spanien.

Vereinsschach spielte er unter anderem in Rumänien für den CS AEM Luxten Timișoara, in der spanischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 1995 für CE Santa Margarita, 2000, 2001 und 2004 für CA Reverté Albox[6]. Am European Club Cup nahm er 1993 und 1994 mit AS RAT Bukarest und 2002 mit CA Reverté Albox teil[7].

Am 26. Oktober 2025 starb Mihai Șubă im Alter von 78 Jahren.

Nationalmannschaft

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Șubă nahm mit Rumänien an den Schacholympiaden 1978, 1980, 1982, 1984, 1986 und 1992 teil.[8] Außerdem vertrat er Rumänien bei der Mannschaftsweltmeisterschaft 1985[9] und nahm an drei Mannschaftseuropameisterschaften (1977 und 1992 für Rumänien, 1989 für England)[10] teil.

Șubă galt als Pionier und Experte der Igelstellung, über die er 2000 das Buch The Hedgehog veröffentlichte. Bereits in seinem 1991 erschienenen Buch Dynamic Chess Strategy, das zu einem Bestseller avancierte, verwies er u. a. auf seine Beiträge zur Erforschung der Igelstellung.

Zu Ehren von Mihai Șubăs sechzigstem Geburtstag wurde vom 16. Juni bis zum 26. Juni 2007 in dem rumänischen Ort Bazna das Rundenturnier „Royal Tournament“ ausgetragen, zu dem viele Weggefährten aus Șubăs aktiver Turnierlaufbahn eingeladen worden waren. Die elf Teilnehmer lauteten: Ulf Andersson, Alexander Beliavsky, Maia Tschiburdanidse, Henrique Mecking, Lajos Portisch, Zoltán Ribli, Andreï Sokolov, Rafael Vaganian, Jan Timman, Alexander Chalifman und natürlich Mihai Șubă selbst. Das Turnier wurde von Chalifman mit 7 Punkten gewonnen, Mihai Șubă belegte mit 4 Punkten den vorletzten Platz.[11]

Commons: Mihai Șubă – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Mihai Suba passes away. In: chessdom.com. 26. Oktober 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  2. FIDE Player transfers in 2017. In: FIDE. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Oktober 2017 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/ratings.fide.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  3. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924–2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 77.
  4. Dortmunder Schachtage - Übersicht und Berichte ab 1973.
  5. http://scacchivda.com/wp-content/uploads/2010/12/Bulletin-10.pdf.@1@2Vorlage:Toter Link/scacchivda.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2025. Suche in Webarchiven)
  6. Mihai Șubăs Ergebnisse bei spanischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch).
  7. Mihai Șubăs Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch).
  8. Mihai Șubăs Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch).
  9. Mihai Șubăs Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch).
  10. Mihai Șubăs Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch).
  11. Royal Tournament, anlässlich des 60. Geburtstags Şubăs., sahclub.ro.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sahclub.ro (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2025. Suche in Webarchiven)