Miheșu de Câmpie

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Miheșu de Câmpie
Bienendorf
Mezőméhes
Wappen von Miheșu de Câmpie
Miheșu de Câmpie (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 41′ N, 24° 9′ OKoordinaten: 46° 40′ 48″ N, 24° 9′ 14″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 355 m
Fläche: 54,00 km²
Einwohner: 2.447 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547420
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Miheșu de Câmpie, Bujor, Cirhagău, Groapa Rădăii, Mogoaia, Răzoare, Șăulița, Ștefanca
Bürgermeister: Emil Casoni (PNL)
Postanschrift: Str. Mihai Eminescu, nr. 4
loc. Miheșu de Câmpie, jud. Mureș, RO–547420
Website:

Miheșu de Câmpie alte Schreibweise Miheșu de Cîmpie [miˈheʃu de ˈkɨmpie] (veraltet Mihășu de Câmpie; deutsch Bienendorf, ungarisch Mezőméhes oder Méhes) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Miheșu de Câmpie im Kreis Mureș

Die Gemeinde Miheșu de Câmpie liegt in der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei) – Teil des Siebenbürgischen Beckens. Im Westen des Kreises Mureș am Pârâul de Câmpie ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch), der eingleisigen 94 Kilometer langen Bahnstrecke Luduș–Măgheruș Șieu und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151, befindet sich der Ort Miheșu de Câmpie etwa 30 Kilometer nördlich der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 45 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

In einer Heidelandschaft gelegen, befinden sich die acht Gemeindedörfer auf einem etwa 5400 Hektar großen Gebiet. Bedingt durch die Landschaft, der Heide, auf rumänisch câmpie, ist auch die Bezeichnung des Gemeindezentrums gegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Miheșu de Câmpie wurde 1293 erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Auf eine Besiedlung des Gemeindezentrums deuten archäologische Funde aus der Urgeschichte auf dem von den Einheimischen genannten Areal Lăpuș.[3]

Im Königreich Ungarn gehörten die Orte der heutigen Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosludas in der Gespanschaft Torda-Aranyos, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Miheșu de Câmpie entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.773 1.555 87 - 131
1910 2.842 2.136 506 19 181
1956 3.985 3.418 400 2 165
2002 2.538 2.079 205 1 253
2011 2.447 1.916 160 - 371

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1956 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren wurde 1910, die der Roma (288) 2011 und die der Rumäniendeutschen (61) 1900 registriert.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Außer den gemeinsamen Stauseen mit den anliegenden Gemeinden Șăulia und Zau de Câmpie, welche dem Fischfang und auch als Erholungsgebiet genutzt werden, sind in der Gemeinde Miheșu de Câmpie keine nennenswerte Sehenswürdigkeiten zu erwähnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miheșu de Câmpie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Institute Of Archaeology − Miheșu de Câmpie, abgerufen am 27. Juni 2019 (rumänisch).
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).