Mike Grier

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Grier Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 5. Januar 1975
Geburtsort Detroit, Michigan, USA
Größe 185 cm
Gewicht 101 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Nummer #25
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1993, 9. Runde, 219. Position
St. Louis Blues
Spielerkarriere
1993–1996 Boston University
1996–2002 Edmonton Oilers
2002–2004 Washington Capitals
2004–2006 Buffalo Sabres
2006–2009 San Jose Sharks
2009–2011 Buffalo Sabres

Michael James Grier (* 5. Januar 1975 in Detroit, Michigan) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler und derzeitiger -scout, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1993 und 2011 unter anderem 1161 Spiele für die Edmonton Oilers, Washington Capitals, Buffalo Sabres und San Jose Sharks in der National Hockey League auf der Position des rechten Flügelstürmers bestritten hat. Neben Jarome Iginla und Anson Carter galt Grier zu seiner aktiven Zeit als einer der prominentesten Spieler afro-amerikanischer Herkunft in der NHL.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grier im Trikot der San Jose Sharks

Grier wurde im NHL Entry Draft 1993 von den St. Louis Blues in der neunten Runde an 219. Position ausgewählt. Im darauffolgenden Herbst begann er seine Collegekarriere an der Boston University. Sein bestes Jahr dort hatte er in der Meisterschaftssaison 1994/95, die ihm sowohl eine Nominierung für das All-Star-Team der Liga als auch eine Nominierung für die Junioren-Weltmeisterschaft 1995 einbrachte. Während seiner Collegezeit wurden die Rechte an Griers NHL-Engagement von den St. Louis Blues zusammen mit denen Curtis Josephs für eine Reihe hoher Draft-Wahlrechte zu den Edmonton Oilers transferiert.

Zur Saison 1996/97 ergatterte Grier einen Platz im Kader der Oilers, wo er regelmäßig eingesetzt wurde. Insgesamt verblieb er sechs Jahre in der kanadischen Metropole und erreichte in zwei Spielzeiten die Marke von 20 Toren. Zudem gehörte er zusammen mit Anson Carter, Sean Brown, Georges Laraque und Joaquin Gage zu einer rekordverdächtigen Anzahl von dunkelhäutigen Spielern im Mannschaftskader. Griers Zeit in Edmonton endete zum Beginn der Saison 2002/03, als er für Draft-Wahlrechte der zweiten und dritten Runde im NHL Entry Draft 2003 zu den Washington Capitals abgegeben wurde, um Kosten zu sparen und Platz für junge Spieler zu schaffen. Die Hauptstädter waren gerade im Begriff ein playofftaugliches Team um die Spieler Jaromír Jágr und Olaf Kölzig aufzubauen. Der Plan der Capitals ging aber nicht auf, was jedoch nicht an der Leistung Griers lag. Nach nicht einmal zwei Spielzeiten wurde er im März 2004 für das europäische Talent Jakub Klepiš zu den Buffalo Sabres abgegeben.

Aufgrund der verpassten Qualifikation der Buffalo Sabres für die Playoffs wurde Grier für die US-amerikanische Nationalmannschaft nominiert, um diese bei der Weltmeisterschaft 2004 zu repräsentieren. Er kehrte mit einer Bronzemedaille im Gepäck nach Buffalo zurück. Während der Lockout-Saison 2004/05 stellte Grier das Eishockey spielen ein, unterschrieb aber zur Saison 2005/06 einen neuen Einjahresvertrag in Buffalo. Am Ende einer für ihn und das Team erfolgreichen Saison wurde er zu einem Unrestricted Free Agent.

In der Sommerpause erhielt er Angebote von insgesamt acht NHL-Teams. Letztlich entschied er sich für ein dreijähriges Engagement bei den San Jose Sharks, wo er seit der Spielzeit 2007/08 einer von drei Assistenzkapitänen war. Während seiner drei Jahre in San Jose füllte der Stürmer eine defensiv ausgerichtete Rolle aus und wusste dabei mit viel Einsatz und Laufbereitschaft zu überzeugen. Dennoch verlängerte das Management seinen Vertrag nach der Saison 2008/09 nicht, so dass Grier im August 2009 in seinem Ex-Klub, den Buffalo Sabres, einen neuen Arbeitgeber fand. Dort unterschrieb der 34-jährige einen Einjahresvertrag. Anfang Dezember 2011 erklärte Grier seine aktive Karriere für beendet.

Seit Beginn der Saison 2014/15 ist Grier als Scout für die Chicago Blackhawks aus der NHL tätig.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 Hockey-East-Meisterschaft mit der Boston University
  • 1995 Hockey-East-Meisterschaft mit der Boston University
  • 1995 Hockey East First All-Star Team
  • 1995 NCAA East First All-American Team
  • 1995 NCAA-Division-I-Championship mit der Boston University

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1993/94 Boston University NCAA 39 9 9 18 58
1994/95 Boston University NCAA 37 29 26 55 85
1995/96 Boston University NCAA 38 21 26 47 82
1996/97 Edmonton Oilers NHL 79 15 17 32 45 12 3 1 4 4
1997/98 Edmonton Oilers NHL 66 9 6 15 73 12 2 2 4 13
1998/99 Edmonton Oilers NHL 82 20 24 44 54 4 1 1 2 6
1999/00 Edmonton Oilers NHL 65 9 22 31 68
2000/01 Edmonton Oilers NHL 74 20 16 36 20 6 0 0 0 8
2001/02 Edmonton Oilers NHL 82 8 17 25 32
2002/03 Washington Capitals NHL 82 15 17 32 36 6 1 1 2 2
2003/04 Washington Capitals NHL 68 8 12 20 32
2003/04 Buffalo Sabres NHL 14 1 8 9 4
2004/05 Buffalo Sabres NHL nicht gespielt wegen Lockout
2005/06 Buffalo Sabres NHL 81 7 16 23 28 18 3 5 8 2
2006/07 San Jose Sharks NHL 81 16 17 33 43 11 2 2 4 27
2007/08 San Jose Sharks NHL 78 9 13 22 24 13 0 1 1 2
2008/09 San Jose Sharks NHL 62 10 13 23 25 6 0 0 0 6
2009/10 Buffalo Sabres NHL 73 10 12 22 14 6 2 0 2 2
2010/11 Buffalo Sabres NHL 73 5 11 16 27 7 0 1 1 0
NCAA gesamt 114 59 61 120 225
NHL gesamt 1060 162 221 383 510 101 14 14 28 72

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1995 USA Jun.-WM 5. Platz 7 0 2 2 12
2004 USA WM 3. Platz, Bronze 9 1 2 3 8
Junioren gesamt 7 0 2 2 12
Herren gesamt 9 1 2 3 8

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mike Grier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien