Mike Longo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Michael Joseph „Mike“ Longo (* 19. März 1939 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Komponist und Pianist des Modern Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Longo stammt aus einer musikalischen Familie: Seine Mutter war Pianistin und Leiterin eines Kirchenchores und sein Vater war Bassist. Bereits mit drei Jahren erhielt er Klavierunterricht. Mit 15 Jahren spielte er in der Band seines Vaters in Fort Lauderdale, aber auch mit der Band von Cannonball Adderley und in verschiedenen R&B-Bands sowie dem Orchester von Hal McIntyre. Er absolvierte 1959 ein Musikstudium an der Western Kentucky University und zog dann nach New York City. Im dortigen „Metropole Cafe“ wurde er neben Red Allen und Coleman Hawkins Hausmusiker. 1961 ging er nach Toronto, um Unterricht bei Oscar Peterson zu nehmen.

Wieder zurück in New York gründete Longo ein eigenes Trio mit Paul Chambers und Drummer Chuck Lampkin, mit dem er auch Sänger wie Nancy Wilson, Jimmy Rushing und Joe Williams sowie Solisten wie Roy Eldridge oder Zoot Sims begleitete. Dann holte ihn Dizzy Gillespie in seine Band, deren musikalischer Leiter er bis 1973 war. Während dieser Zeit nahm er privaten Kompositionsunterricht bei Gaskin Fields und Hall Overton und bereicherte mit Titeln wie „Frisco“ das Repertoire der Band. Daneben spielte er mit James Moody und Buddy Rich. Als Stipendiat der National Endowment for the Arts schrieb er ein Streichquartett. Zudem leitete er eigene Gruppen wie das großformatige New York State of the Art Jazz Ensemble, mit dem er seit 2000 vier Alben vorlegte. Daneben war er als Dozent an der New School tätig. Er verfasste weit verbreitete Lehrwerke wie „The Improvised Melodic Line“ oder „Theory and Musicianship for the Creative Jazz Improviser“.

Longo führt wöchentliche Jam-Sessions im New Yorker Bahai-Zentrum zu Ehren von Gillespie durch,[1] eine Tradition, die er mitbegründete.[2] Wie Gillespie (und Moody) ist er ein Mitglied der Bahai-Gemeinde.[3]

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Awakening (1972)
  • Talk with the Spirits (1976)
  • Solo Recital (1986)
  • Mike Longo & New York State of the Art Jazz Ensemble Explosion (2000)
  • Still Swingin’ (2001)
  • Mike Longo Trio + 2: To My Surprise (Consolidated Artists, 2011), mit Bob Cranshaw, Lewis Nash, Jimmy Owens, Lance Bryant

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. New York Bahá'í Center
  2. All About Jazz, Guides - Venue Listing - Baha'i Center
  3. JazzTrenzz: Between Sets with Mike Longo (archiviert)