Mike Schubert

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Mike Schubert (* 3. Februar 1973 in Schwedt/Oder) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Kommunalpolitiker (SPD). Seit dem 28. November 2018 ist er Oberbürgermeister der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Umzug der Familie aus Schwedt in die Landeshauptstadt Potsdam beendete Schubert die Schule 1989 mit der mittleren Reife. Gleich daraufhin begann er eine Ausbildung zum Industrieelektroniker in Teltow. Nach der Wende sah er sich gezwungen, die Lehre aufgrund plötzlich wegfallender Berufsperspektiven abzubrechen. Er zog nach Berlin und begann dort eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, die er erfolgreich abschloss.

Nach einem gescheiterten Versuch, sich selbstständig zu machen, arbeitete Schubert in den Jahren 1994 bis 1996 als freiberuflicher Versicherungsvertreter. Im Jahr 1996 wurde Schubert zum Wehrdienst eingezogen. Nach der Grundausbildung verlängerte er seinen Dienst als Pressesoldat in Geltow. Er absolvierte die Eignungsprüfung an der Universität Potsdam und begann 1997 ein Studium der Volkswirtschaftslehre und der Politikwissenschaft, das er 2004 als Diplom-Politikwissenschaftler abschloss.

Während des Studiums war Schubert Mitarbeiter verschiedener Landtagsabgeordneter.

Mit Stand vom 12/2015 ist Schubert Mitglied im Aufsichtsrat der Energie- und Wasser Potsdam und auch Mitglied im Beirat der AWO Kinder- und Jugendhilfe Potsdam gGmbH[1]. Über die daraus resultierenden Bezüge sind keinerlei Informationen bekannt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 trat Mike Schubert in die SPD ein und kandidierte 1998 für die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam.

In den Jahren 2004 bis 2009 leitete er das Abgeordnetenbüro der brandenburgischen Landtagsabgeordneten Klara Geywitz und des damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck.

Zwischen 2005 und 2016 hatte Schubert das Amt des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion in Potsdam inne. 2008 übernahm er darüber hinaus den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Potsdam. Dieses Amt führte er ebenfalls bis 2016.

Von 2009 bis 2016 war Schubert Angestellter im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg. In dieser Zeit leitete er das Ministerbüro, war Beauftragter für Zivil-Militärische Zusammenarbeit und begann daraufhin 2012 im Referat für Brand-, Katastrophenschutz und Militärangelegenheiten, dessen Leitung er ein Jahr später übernahm.

Ab September 2016 war Schubert Beigeordneter für Soziales, Gesundheit, Jugend und Ordnung der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Am 20. Januar 2018 wurde Mike Schubert auf der Mitgliedervollversammlung der SPD Potsdam als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl nominiert. Er gewann am 23. September 2018 die Wahl und trat am 28. November 2018 sein neues Amt an.

Im März 2020 setzte er sich für die Aufnahme unbegleiteter, minderjähriger Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern ein.[2]

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2002 verbrachte Mike Schubert als Reservist ein halbes Jahr im Kosovo. Während dieser Zeit nutzte er seinen Einsatzurlaub, um im Sommer 2002 als Freiwilliger bei der Beseitigung der Schäden der Flut an der Elbe zu helfen.

Schubert wurde Ende 2019 vom Hauptausschuss in das Präsidium des Deutschen Städtetages gewählt.[3]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schubert ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Potsdam.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Schubert: Lebenslauf Mike Schubert. Abgerufen am 8. Juli 2019.
  2. DER SPIEGEL: Bundesregierung: Bürgermeister Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge aus Griechenland - DER SPIEGEL - Politik. Abgerufen am 6. März 2020.
  3. Hinweis in: Städtetag aktuell 1/2020, S. 15