Mikroplastik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
10–30 Mikrometer kleine Kunststoffkügelchen aus Polyethylen in einer Zahnpasta
Mikroplastik in Flusssedimenten

Als Mikroplastik bezeichnet man nach einer Definition der U.S. National Oceanic & Atmospheric Administration kleine Kunststoff-Teilchen mit einem Durchmesser unter 5 mm.[1] Diese Definition wird auch vom deutschen Umweltbundesamt in Anlehnung an die technische Definition aus den Kriterien des EU-Ecolabel für Wasch- und Reinigungsmittel genutzt.[2][3]

Man kann unterscheiden zwischen bewusst erzeugten Mikroplastik-Partikeln zu Gebrauchszwecken, z. B. in Kosmetika, Babywindeln als Superabsorber, und solchen, die durch den Zerfall von Kunststoffprodukten entstehen (Plastikmüll).[4] Kunststoffpartikel beiderlei Herkunft verursachen Probleme in der Umwelt, insbesondere weil sie schwer abbaubar sind und eine ähnliche Dichte wie Wasser aufweisen.

Im Januar 2015 warnte das deutsche Umweltbundesamt vor „Risiken für Umwelt und Gewässer durch die Verwendung von Plastikpartikeln in Hautcremes, Peelings, Duschgels und Shampoos“.[5][6]

Entstehung, Herkunft, Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emissionen von Mikroplastik in die Umwelt in Dänemark 2015 (ohne Bildung aus Makroplastik in der Umwelt)[7]

Neben dem als solchem eingetragenen oder eingeschwemmten Mikroplastik entstehen diese Teilchen in Gewässern z. B. durch die Versprödung und darauf folgende Zersetzung größerer Kunststoffteile (Treibgut, z. B. Verpackungen, Möbelreste, Bau- und Kleinteile, Geisternetze usw.) durch die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung sowie die mechanische Zerkleinerung durch Wellenbewegungen. Im Zuge des Zerfallsprozesses entstehen immer mehr und immer kleinere Plastikpartikel. Der Abbau dauert oft über hundert Jahre,[8] womit die Partikel als persistent bezeichnet werden können.

Der überwiegende Teil des primären Mikroplastiks in den Ozeanen (98 %) wird jedoch durch Aktivitäten an Land verursacht und nur zu zwei Prozent durch Aktivitäten auf See. Der größte Teil dieser Partikel stammt aus dem Waschen von synthetischen Textilien (35 %) und aus dem Abrieb von Reifen von Kraftfahrzeugen (28 %) während der Fahrt. Weiter folgen Feinstaub aus Städten (24 %), Abrieb von Straßenmarkierungen 7 %, aus Schiffsbeschichtungen (3,7 %), Kosmetikprodukten (2 %) und Plastikpellets (0,3 %). Die Hauptwege dieser Kunststoffe in den Ozean führen über Straßenabflüsse (66 %), Abwasserbehandlungssysteme (25 %) und durch Windübertragung (7 %).[9]

Laut niedersächsischer Landesregierung sind die drei größten Quellen für den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt der Gummiabrieb von Reifen, danach Produktions- und Transportverluste und an dritter Stelle Überreste von Kunstrasenplätzen. Die Landesregierung stützt sich dabei auf Werte des Fraunhofer-Instituts für Umwelttechnik.[10] 40 bis 100 Tonnen Einstreumaterial können auf einem Fußballplatz liegen. Am gängigsten ist dabei ein Produkt in Form kleiner Kügelchen auf der Basis von Altreifen. Nach in Schweden und Norwegen vorgenommenen Untersuchungen werden jährlich fünf bis zehn Prozent herausgelöst und müssen durch neues Füllmaterial ersetzt werden. Bis zu 4.000 Tonnen, die im Meer landen, sind das jedes Jahr allein in Schweden. Der entsprechende Anteil des Autoverkehrs – vorwiegend durch Reifenabrieb – wird auf 13.500 Tonnen geschätzt. Zum Vergleich: Mikroplastik aus Hygiene- und Kosmetikartikeln steht hier für jährlich 66 Tonnen.[11] In Norwegen werden Kunstrasenanlagen mittlerweile als zweitgrößter landbasierter Mikroplastik-Verursacher eingeordnet – hinter Autoreifen aus Kunststoff. Rund 1600 entsprechende Sporteinrichtungen gibt es dort, die bis zu 3.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr abgeben, die letztlich im Meer landen.[12]

Bereits 2011 berichtete das Fachjournal Environmental Science & Technology von einer Untersuchung an Stränden, bei der auf allen Kontinenten Mikroplastik gefunden wurde; darunter wohl auch Fasern aus Kleidungsstücken aus synthetischen Materialien (z. B. Fleece): Im Abwasser von Waschmaschinen finden sich bis zu 1.900 Faserteilchen pro Waschgang.[13][14]

Mikro-Kunststoffpartikel sind Bestandteil z. B. von Zahnpasta, Duschgel, Lippenstift oder Peelingmitteln. Die Hersteller fügen sie Produkten hinzu, damit die Anwender einen mechanischen Reinigungseffekt erzielen.[15] Die Eliminationseffizienz von Kläranlagen liegt bei 64–97 % für Partikelgrößen im Bereich von 20–300 Mikrometer; bei Partikeln größer als 300 Mikrometer bei durchschnittlich 99 %. Der zurückgehaltene Anteil wird mit dem Klärschlamm entsorgt.[7]

Manche Produkte enthalten bis zu zehn Prozent Mikroplastik. Nach Angaben des deutschen Umweltbundesamts von 2015 werden Kosmetika in Deutschland circa 500 Tonnen Mikroplastik pro Jahr zugesetzt.[6] Colgate-Palmolive gab Mitte 2014 an, seine Zahnpasten enthielten keine Plastikpartikel mehr.[8] Unilever, L’Oréal (die Marke The Body Shop) sowie Johnson & Johnson wollten bis 2015 aus der Verwendung von Mikroplastik aussteigen, Procter & Gamble wollte 2017 folgen.[16][17] Eine BUND-Veröffentlichung vom Juli 2017 listete immer noch mehrere hundert Mikroplastik-Kosmetikprodukte auf dem deutschen Markt auf, darunter nach wie vor Produkte der oben genannten Firmen.[18]

Zwischenzeitlich wurde die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika deutlich reduziert. Der europäische Dachverband der Kosmetikindustrie Cosmetics Europe veröffentliche im Mai 2018 eine Erhebung nach der die Menge an festen, nicht abbaubaren Kunststoffpartikeln, die in abzuspülenden kosmetischen Produkten aufgrund ihres Reinigungs- und Peelingeffekts eingesetzt werden, zwischen den Jahren 2012 und 2017 um 97 Prozent (4.250 t) reduziert wurde. Nach der Empfehlung von Cosmetics Europe sollen bis 2020 keine Kunststoffpartikel zur Reinigung und für Peelings mehr in rinse-off Kosmetika eingesetzt werden.[19]

In einer Untersuchung der Umweltagentur des dänischen Ministerium für Umwelt und Ernährung zu Vorkommen, Auswirkungen und Quellen von Mikroplastik wurde 2015 geschätzt, dass dort die jährlichen Emissionen von Mikroplastik circa 5.500 bis 14.000 Tonnen betragen. „Sekundäres“ Mikroplastik (u. a. Abrieb von Fahrzeugreifen oder Schuhen) ist dabei um zwei Größenordnungen wichtiger als primäres. Zerfallsteile aus größeren Kunststoffteilen (Makroplastik) in der Umwelt sind in den Zahlen nicht enthalten.[7] Einer Veröffentlichung der Norwegischen Umweltbehörde aus dem Jahr 2014 zu Folge stammen 54 Prozent des Mikroplastiks in den Meeren vom Abrieb von Autoreifen.[20]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikroplastik ist praktisch in allen Bereichen der Umwelt nachweisbar: Die Allgegenwart menschengemachter Stoffe ist ein Anlass dafür, das derzeitige Erdzeitalter Anthropozän zu nennen.

Arktis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchsten Konzentrationen von Mikroplastik wurden bei entsprechenden Untersuchungen des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven (AWI) 2014/15 in der Zentral-Arktis gefunden, wo ein Eintrag z. B. durch Flüsse auszuschließen ist: In einem Liter Meereis fanden sich hier bis über 12.000 Partikel.[21][22]

Böden, Sedimente etc.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Vorkommen von Mikroplastik in Böden und Sedimenten („terrestrische Systeme“) wurden bislang nur punktuelle Untersuchungen vorgenommen, sodass über entsprechende Vorkommen und Wirkungen wenig bekannt ist.[23][24]

Wissenschaftler der Universität Bern haben Auenböden in Schweizer Naturschutzgebieten auf Mikroplastik untersucht und wurden fündig: Trotz der geschützten Areale wurde in 90 % der beprobten Böden Mikroplastik gefunden. Hochrechnungen gehen davon aus, dass allein die Menge Mikroplastik, welche mit Klärschlämmen jährlich in den Boden gelangt, größer ist als diejenige, welche in den Weltmeeren landet.[25] Die Forscher schätzen, dass in den obersten fünf Zentimeter der Auen rund 53 Tonnen Mikroplastik liegen. Selbst viele Böden entlegener Berggebiete sind mit Mikrokunststoff kontaminiert, was auf einen äolischen Transport nahe legt. Neue Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik im Boden zum Beispiel Regenwürmer töten kann. Da Regenwürmer im Boden wichtige Funktionen erfüllen, könnte dadurch auch die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt werden.[26] Eine aktuelle britisch-niederländische Arbeit geht bei Böden vom vier- bis 23-fachen des in Salzwasser vermuteten Mikroplastik-Gehalts aus.[27]

Dabei können die im landwirtschaftlichen bzw. industriellen Nahrungsmittel-Anbau weltweit als Abdeckplanen verbreiteten Polyethylen (PE)-Folien unter Witterungseinfluss z. B. auch die als Weichmacher zugesetzten Phthalate freisetzen.[27]

Die meisten Bioabfälle aus privaten Haushalten und Kommunen sind mit verschiedenen Kunststoffen verunreinigt. Siebverfahren und Sichtung können diese Verunreinigungen deutlich reduzieren, aber nie vollständig entfernen. Wissenschaftler der Universität Bayreuth fanden in einem Kilo Kompost bis zu 895 Mikroplastikteilchen.[28][29] Darüber hinaus erlauben die meisten Länder eine gewisse Menge an Fremdstoffen, wie z. B. Kunststoffe in Düngemitteln; so erlauben Deutschland und die Schweiz[30], die eine der weltweit strengsten Vorschriften zur Düngemittelqualität haben, bis zu 0,1 Gewichtsprozent Kunststoffe. In dieser Verordnung werden Partikel kleiner als 2 mm nicht einmal berücksichtigt. So können auch organische Düngemittel eine Quelle für Mikroplastik sein.[29]

Ozeane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr gelangen weltweit über drei Millionen Tonnen Mikroplastik-Partikel ins Meer. Sie stammen hauptsächlich aus synthetischen Textilien und dem Abrieb von Autoreifen.[31]

2013 bestand der Sandstrand mancher Meeresbuchten zu drei Prozent aus Mikroplastik; man vermutet eine weitere Zunahme dieser Quote.[32]

Im Lebensraum der Wattwürmer an der Nordsee macht der Kunststoff PVC mehr als ein Viertel der Mikroplastikpartikel aus.[33]

Auf der Nordseeinsel Juist wurden in allen untersuchten Muscheln, Austern, Speiballen, im Kot von Seemöwen und Seehunden, in Kegelrobben und in Totproben von Schweinswalen Mikroplastikteile gefunden.[34]

Rund um Großbritannien wurden mittels feinmaschiger Netze durchschnittlich 12.000 bis maximal 150.000 Mikroplastik-Partikel pro Quadratkilometer gefunden; im Mittelmeer kommt Schätzungen zufolge auf zwei Plankton-Lebewesen ein Teil Mikroplastik bzw. es wurden bis zu 300.000 Teilchen pro Quadratkilometer gefunden.[35] 2018 waren es bereits 1,25 Millionen Fragmente pro Quadratkilometer.[36]

Anfang 2016 wurden nach über sechs Monate dauernden Messungen an 18 Stellen für das Meer vor New York 165 Mio. Plastikteile hochgerechnet (bzw. mehr als 250.000/km²) – zu 85 % mit einer Größe von unter 5 mm.[37]

In einer 2018 veröffentlichten Studie, mit Eisproben von 2014 und 2015, wurden pro Liter Meereis zwischen 33 und 75.143 Mikroplastik-Teilchen gefunden.[38]

Süßwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodensee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2013 begann das Institut für Seenforschung unter Beteiligung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, den Bodensee auf Verschmutzung und Wirkung von Mikroplastik zu untersuchen. Österreichische Politiker äußerten im November 2013 im EU-Ausschuss des österreichischen Bundesrats die Befürchtung, der Bodensee-Grund könne bis zu 40 % mit Plastikmüll bedeckt sein.[39][40]

Rhein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 untersuchte die Universität Basel den Rhein als Meereszufluss auf Kontamination durch Plastikpartikel. An der Flussoberfläche wurden an elf Standorten 31 Proben genommen. Die gemessenen Konzentrationen lagen mit durchschnittlich fast 900.000 Partikeln pro Quadratkilometer bei den höchsten bisher weltweit: am Rheinknie bei Basel noch unter der im Genfersee (220.000 Partikel/km², „zwischen Basel und Mainz 202.900 Partikel/km²“), im Bereich Rhein-Ruhr jedoch zehnfach höher, bei im Mittel 2,3 Mio. Partikel/km². Die Spitze lag mit 3,9 Mio. Partikeln/km² 15 Kilometer vor der niederländischen Grenze bei Rees. Hochgerechnet ergebe die Plastikfracht an der Wasseroberfläche des Rheins in den Atlantik 191 Mio. Partikel pro Tag, circa zehn Tonnen pro Jahr. Als auffällig wurde bezeichnet, dass neben Faser- und Fragmentteilchen vor allem Plastikkügelchen gefunden wurden, was auf einen industriellen Einleiter unbekannter Herkunft hinweise.[41][42]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben oberflächennahe Wasserproben an 25 Flüssen im Einzugsgebiet von Rhein und Donau auf Mikroplastik analysieren lassen und in jedem einzelnen Gewässer unterschiedliche Konzentrationen von Mikroplastik nachgewiesen. Insgesamt 52 Proben wurden vom Projektpartner, dem Lehrstuhl für Tierökologie an der Universität Bayreuth, mit Hilfe der FTIR-Spektroskopie untersucht. Dabei konnte Mikroplastik an allen untersuchten Messstellen festgestellt werden – auch in einem quellnahen und nicht abwasserführenden Oberlauf. Insgesamt wurden mehr als 19.000 Objekte analytisch untersucht, wovon 4.335 Objekte (22,82 %) eindeutig als Kunststoffteilchen identifiziert werden konnten.[43]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2013 veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Bayreuth und der Technischen Universität München Analysen zum Gardasee (Oberitalien); auch dort wurden in Würmern, Schnecken, Muscheln, Wasserflöhen und Muschelkrebsen „eine überraschend hohe Zahl“ kleiner Kunststoffteilchen gefunden.[39][44][45]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Untersuchung der Universität Manchester von zehn britischen Flüssen mit vierzig Messstellen sind diese stärker belastet als erwartet; Hochwässer könnten bis 70 % der Plastikfragmente aus den Flusssedimenten ins Meer schwemmen.[46][47]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forscher der Universität Wien untersuchten 2010 bis 2012 Uferbereiche der Donau zwischen Wien und Bratislava und fanden ihn deutlich stärker mit Plastik verschmutzt als bis dahin angenommen: sie fanden pro 1000 Kubikmeter Wasser durchschnittlich 317 Plastikteilchen, aber lediglich 275 Fischlarven. Fische könnten das Mikroplastik mit ihrer üblichen Nahrung wie Insektenlarven oder Fischeiern verwechseln. Hochgerechnet transportiert die Donau täglich wohl rund 4,2 Tonnen Plastikmüll ins Schwarze Meer.[48]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Lausanne fand bei einer vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) beauftragten Untersuchung zwischen Juni und November 2013 in der überwiegenden Anzahl der in den sechs untersuchten Schweizer Seen (Boden-, Brienzer-, Genfer-, Neuenburger- und Zürichsee, Lago Maggiore) und der Rhone bei Chancy an der Grenze zu Frankreich genommenen Wasserproben Mikroplastik-Partikel: 60 % davon Kunststofffragmente. Die am häufigsten gefundenen Kunststoffe waren Polyethylen und -propylen. Weitere 10 % der Partikel waren aus expandiertem Polystyrol (Styropor). Für die Rhone wurde geschätzt, dass sie etwa 10 kg Mikroplastik täglich aus der Schweiz durch Frankreich ins Mittelmeer transportieren und damit zur dortigen Meeresverschmutzung beitragen könnte.[4]

In den genommenen Sandproben machten Schaumstoffe die Hälfte der Partikel aus: hier wurde eine Belastung von im Mittel circa 1000 Mikroplastik-Partikel pro Quadratmeter gemessen. Darüber hinaus fand sich auch Celluloseacetat (Zigarettenfilter-Material) in einer nennenswerten Menge. Bewusst erzeugtes Mikroplastik, etwa die in Kosmetika eingesetzten Polyethylen-Kügelchen, trug hingegen nur sehr wenig zur gemessenen Gesamtmenge Mikroplastik bei.[4]

Im Wasser des Genfersees beispielsweise wurden hohe Konzentrationen von Mikroplastik gefunden (außerdem in jeder Probe in Strandnähe Plastikteile, darunter Polystyrolkugeln, Reste von Plastikobjekten, Folien und Nylonschnüren).[49]

Nordamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Großen Seen wurden zwischen 1500 und 1700 Partikel auf 2,5 km² (eine Quadratmeile) gezählt. 85 % waren weniger als fünf Millimeter groß.[50]

Der US-Kongress beschloss 2015[51] ein Verbot von festen Kunststoffteilchen mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm in Kosmetik und Zahnpasta, welches seit dem 1. Juli 2017 für die Herstellung und ab 1. Juli 2018 für das Inverkehrbringen gilt.[52] Zuvor hatten einige US-Bundesstaaten Verbote erwogen oder beschlossen.[53]

Grund- und Trinkwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das allenfalls im Trinkwasser enthaltene Mikroplastik kann durch eine vorherige Wasseraufbereitung weitgehend reduziert werden.[54] Im Grund- und Trinkwasser des Kantons Zürich wurde kein Mikroplastik gefunden.[55]

Bei einer Untersuchung mehrerer Proben deutschen Trinkwassers wurden Mengen gefunden, die im Bereich der Blindwerte liegen, die man bei jeder Probe hat, weil Plastikpartikel schon an den Laborapparaten und -materialien selbst dran sind.[56]

Umwelteinfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikroplastik-Partikel benötigen teils hunderte Jahre bis zu ihrem vollständigen Zerfall bzw. ihrer Zersetzung, sodass sie als persistent bezeichnet werden.

Anreicherung von Gift- und anderen Stoffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plastik kann Giftstoffe wie Weichmacher, Styrolverbindungen, Phthalate und andere Bestandteile enthalten.[57] Viele davon gelten als krebserregend, giftig oder endokrin aktiv.[39]

An der Oberfläche von Mikropartikeln lagern sich viele andere organische Stoffe an, darunter viele langlebige, kaum abbaubare Umweltgifte, z. B. Kohlenwasserstoffe, DDT oder Flammschutzmittel wie Tetrabrombisphenol A.[32][15] Die Exposition von aquatischen Organismen gegenüber Schadstoffen wird durch aufgenommenes Mikroplastik nur wenig beeinflusst.[58][59] Es gibt Hinweise, dass der Effekt der Präsenz von Mikroplastik je nach Schadstoff positiv oder negativ sein kann.[60]

Die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) hat 2015/16 in einer Untersuchung nachgewiesen, dass Mikroplastik drei- bis viermal so viel Giftstoffe enthält wie der Meeresboden in unmittelbarer Umgebung: Insbesondere an Mikropartikeln aus Polyethylen, dem meistverwendeten industriellen Kunststoff, lagerten sich vorzugsweise polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe an; es binde noch einmal etwa doppelt so viele Schadstoffe wie Silikon.[61]

Die nicht-natürlichen Stoffe können eine andere Besiedlung und in der Folge einen anderen Sauerstoffgehalt des verschmutzten Wassers verursachen.[39]

Im Klärwerk hat sich die Bakteriengattung Sphingopyxis verstärkt auf Plastik angesiedelt, die häufig Antibiotika-Resistenz ausbildet. Mikroplastik-Partikel sind also möglicherweise genetische Hotspots für die Weitergabe von solch potenziell gefährlichen Resistenzen.[62]

Aufnahme durch Lebewesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Experiment führten die von Wattwürmern – eine Schlüsselart der Tidenbereiche der Nordsee – zusammen mit Sand (ihrem üblichen Nahrungsmittel) aufgesaugten Mikroplastikteilchen zu Entzündungsreaktionen in ihrem Verdauungstrakt. Zudem lagerten die Würmer auch den Plastikteilchen anhaftende Umweltgifte in ihr Körpergewebe ein.[32] Neben anderen gravierenden Folgen waren ihre Energiereserven nach vier Wochen teilweise nur noch halb so groß wie die der Kontrollgruppe. Die verminderte Fressaktivität führt rechnerisch zu einer mehr als 25 % geringeren Umwälzung des betroffenen Wattsandes.[33]

Im April und Mai 2015 wurden Fischproben aus einer Tiefe von 300 bis 600 Metern aus dem Nordwestatlantik, 1200 km westlich von Neufundland, gesammelt. Insgesamt wurden 233 Fischdarminhalte von sieben verschiedenen Arten mesopelagischer Fische untersucht. 73 % aller Fische enthielten Kunststoffe in ihrem Darminhalt, wobei das Borstenmaul Gonostoma denudatum die höchste Aufnahmequote (100 %) aufwies, gefolgt von Serrivomer beanii (Sägezahn-Schnepfenaal, 93 %) und Lampanyctus macdonaldi (Laternenfisch, 75 %).[63]

Ein Forscherteam der Universität Kyōto stellte eine Studie vor, die sie von Oktober bis Dezember 2016 in sechs Küstengebieten Japans durchführte. Teil der Studie war es herauszufinden, wie hoch der prozentuale Anteil an Mikrokunststoffen in den Fischen rund um Japans Küsten ist. Unter den Kunststoffteilen mit einem Durchmesser von 0,1 mm oder länger wurden 16 verschiedene Arten von Kunststoffen gefunden. Darunter Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP). Die höchste Konzentration an Kunststoffen wurde in Sardellen festgestellt. In rund 79,4 % der in der Bucht von Tokyo gefundenen Fische wies das Forscherteam Spuren von Mikrokunststoffen nach. Die Forscher begründen das mit der Nahrung der Sardellen. Diese ernähren sich von Plankton, wodurch auch kleinste Kunststoffteile einen einfachen Zugang zu den Tieren haben.[64]

Eine chinesische Erhebung fand Nanoplastik im Verdauungstrakt von 94 % der untersuchten Vögel.[27]

Von Ratten inhalierte Mikroplastikteilchen gelangten über die Lungenbläschen in deren Blutkreislauf und wurden von dort im restlichen Körper verteilt. Laborversuche zeigten Hinweise, dass die Teilchen auch in die menschliche Plazenta eindringen könnten.[27]

Menschliche Nahrungsmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Mikroplastikpartikel sich in der Nahrungskette anreichern und Lebewesen gefährden.[65] Die Belastung von Nahrungsmitteln durch Mikroplastik aus dem Hausstaub, kann die „natürliche“ Belastung bei weitem übersteigen. Die Faserexposition während den Mahlzeiten über den Staubabfall in einem Haushalt beträgt 14.000 bis 68.000 Partikel pro Kopf und Jahr.[66]

2013 und 2014 wurden in beprobten Honigen Mikroplastikteilchen und andere Fremdpartikel gefunden.[17][67][68] Die Kontamination durch Mikroplastik konnte allerdings in einer neueren Studie nicht bestätigt werden.[69] Die in früheren Untersuchungen angewandten, nicht validierten Methoden wurden als ungeeignet eingestuft. Die Befunde wurden als Artefakte der Laborkontamination durch Mikroplastik in der Luft zugeschrieben.[70]

Im Juni 2014 berichtete der NDR, dass sich in allen beprobten Sprudeln und Bieren Mikroplastikteilchen gefunden hätten; bei Mineralwasser bis zu 7,3 Plastikfasern pro Liter, bei Bier bis zu 78,8 pro Liter. Für die Herkunft wurde Fleece-Material aus Funktionskleidung vermutet.[71] Zuständige Verbände wiesen diese Befunde mit Verweis auf eigene Untersuchungen zurück.[72] Auch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe äußerte Zweifel an der angewandten Methodik.[70] Neue Untersuchungen des chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland-Emscher-Lippe in Zusammenarbeit mit der Universität Münster zeigen, dass Mikroplastik vom Verpackungsmaterial in Mineralwasser und somit direkt in die menschliche Nahrungskette gelangt. Die meisten der in den PET-Mehrwegflaschen gefundenen Partikel wurden als Polyethylenterephthalat (PET, 84 %) und Polypropylen (PP; 7 %) identifiziert. Die Mehrwegflaschen sind aus PET hergestellt und die Deckel aus PP. Im Wasser der PET-Einwegflaschen wurden nur wenige PET-Partikel gefunden. Im Wasser der Getränkekartons und Glasflaschen wurden weitere Polymere wie Polyethylen und Polyolefine gefunden. Dies erklärt sich daraus, dass Getränkekartons mit Polyethylenfolien beschichtet und Verschlüsse mit Schmierstoffen behandelt werden. Daher deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die Verpackung selbst Mikropartikel freisetzen kann.[73]

Auch in Meersalz wurden Mikroplastikpartikel nachgewiesen, wobei eine Gesundheitsgefährdung jedoch als unwahrscheinlich eingestuft wurde;[74][75] die höchsten Konzentrationen wurden hierbei in „Fleur de Sel“ gefunden.[76]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwaige Auswirkungen auf Menschen sind bislang praktisch nicht untersucht und quantifizierbar; Muscheln z. B. zeigten als Reaktion auf die Aufnahme bzw. Anreicherung von Mikroplastik z. B. Entzündungsreaktionen, Fische Verhaltensänderungen.[77]

Die Wirkung von Plastikpartikeln ist dabei sehr schwer einzuschätzen, da sie in Nanogröße (also unter einem Mikrometer Größe) neue Eigenschaften entwickeln: Es entstehen große Oberflächen, ihre elektrische Ladung kann sich ändern, sodass die Teile direkt mit Zellhüllen, Zellinneren oder biologischen Molekülen und dem Erbgut reagieren könnten.[27]

Alternativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte 2014 stellten Forscher Biowachspartikel (z. B. aus Karnaubawachs) als Alternative z. B. zu den in Kosmetika verwendeten Mikroplastikkügelchen vor.[78]

Bekämpfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Plastikmüll im Meer ist häufig von einem Biofilm aus Mikroorganismen bedeckt. Es wird vermutet, dass diese Bakterien am Abbau des Kunststoffs beteiligt sind.[79] Ausfiltern ist nicht sinnvoll, da Plankton mit entfernt würde.[80]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Juni 2017 verabschiedete eine G20-Fachminister-Konferenz in Bremen einen Aktionsplan gegen Meeresmüll.[81]

Auch auf der ersten UN-Konferenz zum Schutz der Ozeane Anfang Juni 2017 in New York war der Plastikmüll in den Ozeanen eines der Hauptthemen;[82] die von allen 193 UN-Mitgliedsstaaten unterzeichnete Abschlusserklärung enthält einen Aufruf zur Vermeidung von Plastikmüll.[83]

Die Kampagne des UN-Umweltprogramms zum jährlich am 5. Juni begangenen Weltumwelttag behandelt unter dem Hashtag #BeatPlasticPollution den Kampf gegen Mikroplastik ebenfalls als Schwerpunkt.[84]

Verbote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA ist die Herstellung von Kosmetika mit Mikroplastik seit Juli 2017 und deren Verkauf seit Juli 2018 verboten.[85][86] Nach den USA, Kanada[87] und Neuseeland[88] ist Großbritannien[89][90] der erste europäische Gesetzgeber, der Mikroplastik in Duschgel und Zahnpasta verbietet.[91] Ebenso per 1. Juli 2018 erließ Schwedens rot-grüne Regierung ein Verbot für den Verkauf kosmetischer Produkte mit Mikroplastik; darüber hinaus stellt sie jährlich zusätzlich 17 Mio. Kronen (1,75 Mio. Euro) für die westschwedische Küstenregion Bohuslän bereit, wo wegen der Meeresströmungen besonders viel Müll aus dem Nordatlantik angeschwemmt wird.[92][93]

In Frankreich trat das Verbot des Inverkehrbringens von abzuspülenden Kosmetika zur Exfoliation oder Reinigung, die Kunststoffpartikel in fester Form enthalten, am 1. Januar 2018 in Kraft,[94][95] in Italien wurde ein Gesetzesvorschlag durch die Räte behandelt.[96] In Belgien wurde eine Branchenvereinbarung zur Förderung der Substitution von Mikrokunststoffen in Konsumgütern verfasst.[97]

In Südkorea[98] und Taiwan[99] existieren ebenfalls Gesetzesentwürfe.

Die EU-Kommission erwägt eine Beschränkung der Verwendung von Mikroplastikpartikeln in Produkten. Sie beauftragte die Europäische Chemikalienagentur, bis im Januar 2019 die notwendigen Abklärungen vorzunehmen.[100]

Auseinandersetzung in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunehmend setzen sich auch Aktionskünstler wie Christian Seebauer (2013: World of Plastic) oder Benjamin Von Wong (2016: MermaidsHatePlastic) mit dem Thema Mikroplastik kritisch auseinander.[101]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Microplastic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Courtney Arthur, Joel Baker, Holly Bamford: Proceedings of the International Research Workshop on the Occurrence, Effects and Fate of Microplastic Marine Debris.. In: NOAA Technical Memorandum. January 2009.
  2. Corinne Meunier: Mikroplastik in Kosmetika – Was ist das? In: Umweltbundesamt. 16. März 2016 (umweltbundesamt.de [abgerufen am 6. April 2018]).
  3. BESCHLUSS (EU) 2017/1218 DER KOMMISSION vom 23. Juni 2017 zur Festlegung der Kriterien für die Vergabe des EU-Umweltzeichens für Waschmittel. Europäische Kommission, 23. Juni 2017, abgerufen am 6. April 2018.
  4. a b c Schweizer Bundesamt für Umwelt, Bern, 11. Dezember 2014, Erste Bestandesaufnahme von Mikroplastik in Schweizer Gewässern
  5. Gewässer entlasten: Mögliche Maßnahmen gegen Mikroschadstoffe. Umweltbundesamt, 4. März 2015.
  6. a b Mikroplastik schädigt Umwelt. In: Badische Zeitung (online), 29. Januar 2015, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  7. a b c Carsten Lassen, Steffen Foss Hansen, Kerstin Magnusson, Fredrik Norén, Nanna Isabella Bloch Hartmann, Pernille Rehne Jensen, Torkel Gissel Nielsen, Anna Brinch: Microplastics Occurrence, effects and sources of releases to the environment in Denmark (Mikroplastik-Vorkommen, -Auswirkungen und -Quellen der Freisetzung in die Umwelt in Dänemark). Danish Environmental Protection Agency, Environmental project No. 1793, 2015, ISBN 978-87-93352-80-3, S. 142.
  8. a b taz.de: Kosmetik löst das Problem nicht. In: Taz. 3. Juli 2014 (7. Juli 2014)
  9. Julien Boucher, Damien Friot: Primary Microplastics in the Oceans: A Global Evaluation of Sources. In: IUCN. 2017, doi:10.2305/IUCN.CH.2017.01.en.
  10. Landesregierung bestätigt: Umweltrisiko Kunstrasen In: neuepresse.de, 21. Januar 2018, abgerufen am 22. März 2018.
  11. Umweltprobleme durch Kunstrasen: Vom Bolzplatz in den Ozean In: taz.de, 5. Februar 2017, abgerufen am 22. März 2018.
  12. Umweltprobleme durch Kunstrasen: Vom Bolzplatz in den Ozean In: heise.de, 6. Februar 2018, abgerufen am 22. März 2018.
  13. SECURVITAL – Das Magazin, 4/012, S. 5: Textilien – Fleece im Meer (24. November 2012)
  14. Mark Anthony Browne, Phillip Crump, Stewart J. Niven, Emma Teuten, Andrew Tonkin, Tamara Galloway, Richard Thompson: Accumulation of Microplastic on Shorelines Worldwide: Sources and Sinks, Environmental Science & Technology 2011, 45(21), 9175–9179; doi:10.1021/es201811s.
  15. a b deutschlandfunk.de, Wissenschaft im Brennpunkt, 7. April 2013, Anja Krieger: Die Entmüllung der Meere (12. Dezember 2013).
  16. Mikroplastik – Die gefährlichen Folgen der unsichtbaren Kunststoffe. In: daserste.de, 15. November 2017, abgerufen am 8. Januar 2018.
  17. a b Scinexx: scinexx.de: Mikroplastik im Honig nachgewiesen von: NDR, Markt, 17. November 2013: ndr.de: Forscher alarmiert: Plastikteilchen in Lebensmitteln gefunden (Memento vom 23. November 2013 im Internet Archive) (12. Dezember 2013).
  18. BUND: Mikroplastik, die unsichtbare Gefahr. Juli 2017, abgerufen am 12. September 2017 (PDF).
  19. https://www.cosmeticseurope.eu/news-events/over-97-plastic-microbeads-already-phased-out-cosmetics-cosmetics-europe-announces
  20. Peter Sundt, Per-Erik Schulze, Frode Syversen: Sources of microplastics-pollution to the marine environment, 2014; Table 8-1 “Summary of emission estimates for Norwegian sources to microplastic pollution” (S. 88).
  21. Badische Zeitung: 12 000 Partikel pro Liter Eis - Bildung & Wissen - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  22. -> Nature Communications
  23. Mikroplastik im Boden – "Die Verunreinigung auf den Kontinenten ist noch nicht auskartiert", Interview mit Matthias Rillig. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 11. Februar 2018]).
  24. Alice A. Horton, Alexander Walton, David J. Spurgeon, Elma Lahive, Claus Svendsen: Microplastics in freshwater and terrestrial environments: Evaluating the current understanding to identify the knowledge gaps and future research priorities. („Mikroplastik in Süßwasser- und terrestrischen Umgebungen: Bewertung des aktuellen Verständnisses zur Identifizierung von Wissenslücken und zukünftigen Forschungsprioritäten“) In: Science of The Total Environment. 586, 2017, S. 127–141, doi:10.1016/j.scitotenv.2017.01.190.
  25. Böden in Schweizer Naturschutzgebieten enthalten beträchtliche Mengen Mikroplastik. In: Medienmitteilung der Uni Bern. 27. April 2018 (unibe.ch [abgerufen am 27. April 2018]).
  26. Michael Scheurer, Moritz Bigalke: Microplastics in Swiss Floodplain Soils. In: Environ. Sci. Technol. 2018, doi:10.1021/acs.est.7b06003.
  27. a b c d e Badische Zeitung: Neue Studie: Mehr Mikroplastik an Land als bislang gedacht - Bildung & Wissen - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  28. Ökologie - Zu viel Plastik im Bio-Müll. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 6. April 2018]).
  29. a b Nicolas Weithmann, Julia N. Möller, Martin G. J. Löder, Sarah Piehl, Christian Laforsch und Ruth Freitag: Organic fertilizer as a vehicle for the entry of microplastic into the environment. In: Science Advances. 2018, doi:10.1126/sciadv.aap8060. („Organischer Dünger als Vehikel für den Eintritt von Mikroplastik in die Umwelt“)
  30. Anhang 2.6 Dünger in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, abgerufen am 5. April 2018.
  31. Weltweites Abwasserproblem Mikroplastik überfordert Kläranlagen. Lösungen sind weniger Plastikkonsum und umweltgerechte Textilproduktion In: bund.net, 21. März 2018, abgerufen am 22. März 2018.
  32. a b c deutschlandfunk.de, Forschung Aktuell, 2. Dezember 2013, Dagmar Röhrlich: Mikroplastik macht Wattwürmer krank (12. Dezember 2013).
  33. a b Annett Stein: Plastikmüll vergiftet Schlüsselspezies der Nordsee. In: Die Welt, 7. Dezember 2013.
  34. deutschlandradiokultur.de, Länderreport, 13. November 2013, Anja Krieger: Mikroplastik in jeder Muschel (12. Dezember 2013).
  35. deutschlandfunk.de, 2. Juli 2014, Jochen Steiner: Mikroplastik bedroht Lebewesen im Meer (7. Juli 2014)
  36. WWF Schweiz: WWF-Report: Rekordmengen von Mikroplastik im Mittelmeer In: wwf.ch, 8. Juni 2018, abgerufen am 23. Juni 2018.
  37. deutschlandfunk.de, Forschung aktuell, Meldungen, 22. Februar 2016: Mikroplastik vor New York (26. Februar 2016); peconicbaykeeper.org
  38. Ilka Peeken, Sebastian Primpke, Birte Beyer, Julia Gütermann, Christian Katlein, Thomas Krumpen, Melanie Bergmann, Laura Hehemann & Gunnar Gerdts: Arctic sea ice is an important temporal sink and means of transport for microplastic. In: Nature Communications. 2018, doi:10.1038/s41467-018-03825-5.
  39. a b c d Forscher suchen nach Mikro-Müll im Bodensee. In: Badische Zeitung (online), 27. Dezember 2013, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  40. Thomas Wagner: Gefährliches Plastik in Binnenseen. In: Umwelt und Verbraucher, Deutschlandfunk, 15. Januar 2014, abgerufen am 18. Januar 2014.
  41. Thomas Mani, Armin Hauk, Ulrich Walter, Patricia Burkhardt-Holm: Microplastics profile along the Rhine River. In: Scientific Reports. 5, 2015, S. 17988, doi:10.1038/srep17988.
  42. Kleinste Plastikteilchen: Der Rhein gehört weltweit zu den am stärksten belasteten Strömen. Universität Basel, 8. Dezember 2015.
  43. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Mikroplastik in Binnengewässern Süd- und Westdeutschlands. Abgerufen am 23. Juni 2018.
  44. Hannes K. Imhof, Natalia P. Ivleva, Johannes Schmid, Reinhard Niessner, Christian Laforsch: Contamination of beach sediments of a subalpine lake with microplastic particles, Current Biology, Band 23, Ausg. 19, pR867–R868, 7. Oktober 2013. doi:10.1016/j.cub.2013.09.001.
  45. zeit.de, Wissen, 7. Oktober 2013: Der Gardasee vermüllt (11. Dezember 2015)
  46. Linda Fischer: Mikroplastik: Wenn Flüsse selbst zu Abfall werden. In: Die Zeit. 13. März 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. März 2018]).
  47. Rachel Hurley, Jamie Woodward, James J. Rothwell: Microplastic contamination of river beds significantly reduced by catchment-wide flooding. In: Nature Geoscience. 12. März 2018, ISSN 1752-0908, doi:10.1038/s41561-018-0080-1.
  48. badische-zeitung.de: Mehr Plastik als Jungfische. Badische Zeitung (dpa) am 7. März 2014, abgerufen am 22. März 2014.
  49. deutschlandfunk.de, Forschung Aktuell, 29. Mai 2013: Auch Seen leiden unter Plastikmüll aus: Scinexx: scinexx.de: Genfer See überraschend hoch mit Plastikmüll belastet von: École polytechnique fédérale de Lausanne am 29. Mai 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  50. Scinexx: scinexx.de: Große Seen ersticken an Plastikmüll von American Chemical Society, 10. April 2013.
  51. Microbead-Free Waters Act of 2015
  52. Volltext
  53. Minnesota Senate bans soaps with plastic microbeads
  54. Gelsenwasser: Mikroplastik In: gelsenwasser.de, abgerufen am 22. Mai 2018.
  55. Livia Cabernard, Edith Durisch-Kaiser, Jean-Claude Vogel, Daniel Rensch, Pius Niederhauser: Mikroplastik in Abwasser u. Gewässern. In: Aqua & Gas Nr. 7/8, 2016.
  56. Deutsche Wissenschaftler tadeln US-Studien – Doch keine Trinkwasser-Verunreinigung durch Mikroplastik. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 14. Juli 2018]).
  57. Anja Nehls: Müllhalde Meer. deutschlandfunk.de, Umwelt und Verbraucher, 11. April 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  58. Albert A. Koelmans, Adil Bakir, G. Allen Burton, Colin R. Janssen: Microplastic as a Vector for Chemicals in the Aquatic Environment: Critical Review and Model-Supported Reinterpretation of Empirical Studies. In: Environmental Science & Technology. 2016, doi:10.1021/acs.est.5b06069.
  59. Rainer Lohmann: Microplastics are not important for the cycling and bioaccumulation of organic pollutants in the oceans—but should microplastics be considered POPs themselves?. In: Integrated Environmental Assessment and Management. 13, 2017, S. 460–465, doi:10.1002/ieam.1914.
  60. Noël J. Diepens, Albert A. Koelmans: Accumulation of Plastic Debris and Associated Contaminants in Aquatic Food Webs. In: Environmental Science & Technology. 2018, doi:10.1021/acs.est.8b02515.
  61. Katharina Jeorgakopulos: idw-online.de: Alarmierende Ergebnisse: Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet. Informationsdienst Wissenschaft, 1. August 2016.
  62. Neue IOW-Studie: Birgt Mikroplastik zusätzliche Gefahren durch Besiedlung mit schädlichen Bakterien? In: Leibniz-Institut für Ostseeforschung, 21. Februar 2018, abgerufen am 25. Februar 2018.
  63. Alina M. Wieczorek, Liam Morrison, Peter L. Croot, A. Louise Allcock, Eoin MacLoughlin, Olivier Savard, Hannah Brownlow, Thomas K. Doyle: Frequency of Microplastics in Mesopelagic Fishes from the Northwest Atlantic. In: Frontiers in Marine Science. 5, 2018, doi:10.3389/fmars.2018.00039.
  64. Knapp 40 % der Fische in Japans Buchten enthalten Mikrokunststoffe. Sumikai vom 27. Oktober 2017, abgerufen am 28. Oktober 2017.
  65. Micro-Beads: Auswirkungen von Kunststoff-Mikropartikeln auf die marine Umwelt. projectbluesea.de, Stand Oktober 2014 (PDF).
  66. Ana I. Catarino, Valeria Macchia, William G. Sanderson, Richard C. Thompson, Theodore B. Henry: Low levels of microplastics (MP) in wild mussels indicate that MP ingestion by humans is minimal compared to exposure via household fibres fallout during a meal. In: Environmental Pollution. 237, 2018, S. 675, doi:10.1016/j.envpol.2018.02.069.
  67. Gerd Liebezeit, Elisabeth Liebezeit: Non-pollen particulates in honey and sugar. In: Food Additives & Contaminants: Part A 30(12), 2013, S. 2136–2140, doi:10.1080/19440049.2013.843025.
  68. Test zeigt Verschmutzung im Naturprodukt, Sendung Kassensturz vom 25. März 2014.
  69. Peter Mühlschlegel, Armin Hauk, Ulrich Walter, Robert Sieber: Lack of evidence for microplastic contamination in honey. In: Food Additives & Contaminants: Part A. 34, 2017, S. 1982–1989, doi:10.1080/19440049.2017.1347281.
  70. a b Dirk W. Lachenmeier, Jelena Kocareva, Daniela Noack, Thomas Kuballa: Microplastic identification in German beer – an artefact of laboratory contamination? In: Deutsche Lebensmittel-Rundschau 2015. 111. Jahrgang, S. 437–440 (PDF).
  71. scinexx.de: Mikroplastik in Mineralwasser und Bier nachgewiesen. Scinexx. (7. Juli 2014).
  72. ndr.de: Mikroplastik in Mineralwasser und Bier (2. Juni 2014).
  73. Darena Schymanski, Christophe Goldbeck, Hans-Ulrich Humpf, Peter Fürst: Analysis of microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: Release of plastic particles from different packaging into mineral water. In: Water Research. Band 129, 2018, S. 154–162, doi:10.1016/j.watres.2017.11.011.
  74. Dongqi Yang, Huahong Shi, Lan Li, Jiana Li, Khalida Jabeen, Prabhu Kolandhasamy: Microplastic Pollution in Table Salts from China. In: Environmental Science & Technology. 49, 2015, S. 13622–13627, doi:10.1021/acs.est.5b03163.
  75. Ali Karami, Abolfazl Golieskardi, Cheng Keong Choo, Vincent Larat, Tamara S. Galloway, Babak Salamatinia: The presence of microplastics in commercial salts from different countries. In: Scientific Reports. 7, 2017, S. 46173, doi:10.1038/srep46173
  76. Badische Zeitung: Mikroplastik in Meersalz gefunden - Panorama - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  77. Badische Zeitung: 12 000 Partikel pro Liter Eis - Bildung & Wissen - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  78. scinexx.de: Mikroplastik: Es geht auch ohne. Scinexx, (7. Juli 2014).
  79. Scinexx: Mikroben gegen Plastikmüll im Ozean. von: Society for General Microbiology (SGM), 29. März 2010 (21. November 2014).
  80. Deutschlandfunk am 3. Januar 2016 ab 7:05: Interview mit der Meeresbiologin Melanie Bergmann. (www.deutschlandfunk.de)
  81. badische-zeitung.de, 2. Juni 2017: Industrie- und Schwellenländer wollen Müll im Meer vermeiden (11. Juni 2017)
  82. stuttgarter-zeitung.de, 5. Juni 2017: Guterres fordert nachhaltigen Umgang mit Ozeanen (11. Juni 2017)
  83. faz.net: Amerika will Meere schützen – und distanziert sich vom Klimaschutz (11. Juni 2017)
  84. World Environment Day. Abgerufen am 16. Februar 2018 (englisch).
  85. “Microbead-Free Waters Act of 2015”, PUBLIC LAW 114–114—DEC. 28, 2015.
  86. US bans microbeads from personal care products. In: Chemistry World. 6. Januar 2016 (chemistryworld.com [abgerufen am 11. September 2017]).
  87. CONSOLIDATION Microbeads in Toiletries Regulations, SOR/2017-111, Stand 24. Mai 2018.
  88. Plastic microbeads ban – Government regulations banning plastic microbeads have come into effect as of 7 June 2018, abgerufen am 9. Juni 2018.
  89. Notifizierungsangaben: Umweltschutzverordnung (Mikroplastik) (England) von 2017, eingereicht von England am 28. Juli 2017.
  90. 2017 No. 1312: The Environmental Protection (Microbeads) (England) Regulations 2017, 19. Dezember 2017.
  91. Die Briten machen's vor: Verbot von Mikroplastik in Duschgel und Zahnpasta. In: focus.de, 12. Januar 2018, abgerufen am 29. Januar 2018.
  92. Notifizierungsangaben: Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Verordnung (1998:944) über ein Verbot usw. in bestimmten Fällen in Verbindung mit der Handhabung, der Einfuhr und der Ausfuhr von chemischen Produkten, eingereicht von Schweden am 30. Juni 2017.
  93. Badische Zeitung: Kein Mikroplastik der Schönheit wegen – Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 16. Februar 2018]).
  94. Notifizierungsangaben: Dekret über das Verbot des Inverkehrbringens von abzuspülenden Kosmetika zur Exfoliation oder Reinigung, die Kunststoffpartikel in fester Form enthalten, gemäß Artikel L. 541-10-5 Ziffer III Absatz 3 des Umweltgesetzbuches, eingereicht von England am 12. Oktober 2016.
  95. Décret n° 2017-291 du 6 mars 2017 relatif aux conditions de mise en œuvre de l'interdiction de mise sur le marché des produits cosmétiques rincés à usage d'exfoliation ou de nettoyage comportant des particules plastiques solides et des bâtonnets ouatés à usage domestique dont la tige est en plastique vom 8. März 2017.
  96. Disposizioni in materia di composizione dei prodotti cosmetici e disciplina del marchio italiano di qualità ecologica, 28. Oktober 2016.
  97. Notifizierungsangaben: Entwurf einer Branchenvereinbarung zur Förderung der Substitution von Mikrokunststoffen in Konsumgütern, eingereicht von Belgien am 2. Oktober 2017.
  98. Proposed amendments to the “Regulation on Quasi-drug Approval, Notification and Review” (7 pages, in Korean), G/TBT/N/KOR/706, Notifikation gegenüber der WTO vom 1. Februar 2017.
  99. Restrictions on the Manufacture, Import, and Sale of Personal Care and Cosmetics Products Containing Plastic Microbeads (Draft) (5 pages, in English; 3 pages, in Chinese), G/TBT/N/TPKM/249, Notifikation gegenüber der WTO vom 14. Oktober 2016.
  100. ECHA: Call for evidence and information on the intentional uses of microplastic particles in products of any kind – Background document, 2018.
  101. World of Plastic, oil painting. 31. August 2017 (look-act.com [abgerufen am 7. September 2017]).