Milan Nápravník

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Milan Nápravník (* 28. Mai 1931 in Německý Brod, Tschechoslowakei; † 27. Oktober 2017 in Köln) war ein tschechischer Lyriker, Dramatiker, Hörspielautor, Essayist, Maler, Photograph, Assemblage- und Inversagekünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte an der Filmakademie Prag und leistete Redaktionsarbeit am Prager Fernsehen. Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre trat er als Mitglied der illegalen Prager Surrealistengruppe hervor.

Nach der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings im August 1968 verließ er die CSSR noch im selben Monat und lebte nach Aufenthalten in Berlin und Paris seit 1970 in Köln. Von hier aus beteiligte er sich weiterhin an surrealistischen Aktivitäten, u. a. als Mitorganisator der Ausstellung »Imagination« gemeinsam mit dem Publizisten Heribert Becker 1978 im Museum Bochum.

Milan Nápravník publizierte in Deutschland, Frankreich und schließlich auch wieder in Tschechien. 1997 erhielt er den Woldemar-Winkler-Kunstpreis. Nápravník lebte zuletzt abwechselnd in Köln und Prag.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In deutscher Übersetzung sind erschienen:

  • Kassiber, 1969
  • Beobachtungen des stehenden Läufers, 1970
  • Der Wille zur Nacht, 1980
  • Am Ufer, surrealistische Protokolle, 2006

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anja Tippner: Die permanente Avantgarde? : Surrealismus in Prag. Köln : Böhlau 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]