Miles Malleson

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William Miles Malleson (* 25. Mai 1888 in Croydon, England; † 15. März 1969 in London, England) war ein britischer Schauspieler und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miles Malleson, Sohn eines Chemikers, wurde im Brighton College erzogen und studierte später am Emmanuel College in Cambridge. In den 1910er-Jahren sammelte Malleson erste Bühnenerfahrungen und nahm Schauspielunterricht bei Herbert Beerbohm Tree. Er war kurzzeitig im Ersten Weltkrieg auf Malta im Einsatz, erlitt allerdings 1915 eine Verwundung und wurde später Kriegsgegner.

Besonders bekannt ist Malleson für seine vorwiegend komischen Nebenrollen in britischen Filmkomödien der 1930er- bis 1960er-Jahre. Zu seinen bekannteren Auftritten zählen der poetisch veranlagte Henker in der Schwarzen Komödie Adel verpflichtet (1949) sowie der Dr. Chasuable in der Oscar-Wilde-Literaturverfilmung Ernst sein ist alles (1952). Gegen Ende seiner Karriere trat er in Hammer-Horrorfilmen in meist kurzen, aber prägnanten Nebenrollen auf. Malleson war auch Drehbuchautor vieler Filme, in denen er kleinere Rollen spielte, wie beispielsweise in Nell Gwyn (1934) und als von Spielzeugen bessessener Sultan in Der Dieb von Bagdad (1940). Er übersetzte mehrere Stücke Molières ins Englische und bearbeitete diese, ebenfalls verfasste er als Autor Theaterstücke.

Miles Malleson war dreimal verheiratet und hatte viele weitere Beziehungen. Mit seiner ersten Frau, Lady Constance Annesley, war er von 1915 bis zur Scheidung 1923 verheiratet, sie führten eine offene Beziehung, beide hatten über die Jahre in gegenseitigem Wissen verschiedene Partner. Die zweite Ehefrau Joan Billson verstarb 1956. Seine dritte Frau war von 1946 bis 1959 die Schauspielerin Tatiana Lieven. Miles Malleson, der in seinen letzten Lebensjahren erblindete, starb 1969 im Alter von 80 Jahren.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drehbuchautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1960: Three Plays

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]