Militärseelsorge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Militärseelsorge und Militärgeistlicher überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Evotopid (Diskussion) 18:55, 23. Dez. 2016 (CET)
Militärseelsorger in Afghanistan

Militärseelsorge ist eine Sammelbezeichnung für die Aktivitäten sowie für die organisatorische Struktur der Kirchen und Religionsgemeinschaften im militärischen Kontext. Sie ermöglicht den Soldaten und deren Familien und gegebenenfalls auch anderen Streitkräfteangehörigen die Ausübung ihrer Religion unter den besonderen Bedingungen soldatischen Dienstes. Militärseelsorger begleiten Soldaten auch bei ihren Einsätzen im In- und Ausland.

Zu den zentralen Aufgaben der Militärseelsorge zählen die Durchführung religiöser Feiern und Riten, religiöse und ethische Bildung und das persönliche Gespräch.

Organisation, Funktion und Einbindung der Militärseelsorge in die Streitkräfte ist von den rechtlichen und sonstigen Bedingungen in den einzelnen Staaten und Religionsgemeinschaften abhängig: Das Spektrum reicht von Mitbetreuung der Soldaten durch die zivile Seelsorge bis zu voll in die militärische Hierarchie integrierten Seelsorgern in Uniform.

In manchen Staaten gibt es eine Tendenz dahin, dass der Staat die Militärseelsorge vereinheitlicht, indem er überreligiöse Seelsorgeeinrichtungen (all souls ministry und force chaplains) schafft, also Seelsorger ohne Rücksicht auf Konfession oder Religion der einzelnen Soldaten einsetzt. Belgien stellt Humanisten als Soldatenberater ein, die als Nichtgeistliche keinen Bezug zu einer Religionsgemeinschaft haben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]