Milo Anderson

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Milo Leon Anderson (* 9. Mai 1910 in Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten; † 3. November 1984 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanische Kostümbildner, dessen Arbeiten „im entscheidenden Maße die wichtigsten ‘Warner Bros.’-Produktionen der 30er und 40er Jahren mitgeprägt haben.“[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderson erhielt nach kurzer Ausbildungszeit an der University of California in Los Angeles als 20-Jähriger seinen ersten Job vom Filmproduzenten Samuel Goldwyn und erarbeitete sich bald einen Namen als talentierter Schneider. Im darauffolgenden Jahr engagierte Warner Bros. Milo Anderson, der sich dort bald zum bedeutendsten Kostümbildner dieser noch jungen Firma mauserte. Anderson entwarf die Roben zu einer Reihe von aufwendigen und ambitionierten Filmbiografien, Literaturverfilmungen sowie Historien-, Abenteuer- und Kostümfilmen bedeutender kontinentaleuropäischer Regie-Auswanderer wie Michael Curtiz und Wilhelm Dieterle, darunter Unter Piratenflagge, Louis Pasteur und Robin Hood, König der Vagabunden. Im darauffolgenden Jahrzehnt, den 1940er Jahren, kamen Entwürfe für weit weniger aufwendige Anzüge, Arbeitskluften und Uniformen zu diversen Western, Kriminal- und Kriegsfilmen hinzu. Sein Schaffen umfasst mehr als 170 Produktionen.

Zu den bekanntesten Männern, die Milo Anderson in den zentralen 20 Arbeitsjahren beim Film mehrfach einkleidete, gehörten Paul Muni, James Cagney, Humphrey Bogart, Edward G. Robinson und immer wieder Errol Flynn. Unter den Schauspielerinnen, die Andersons Roben trugen, befand sich vor allem Jane Wyman, aber auch Olivia de Havilland, Marlene Dietrich, Joan Crawford, die damalige Nachwuchsmimin Doris Day und die damalige Teenagerin Elizabeth Taylor. Im Laufe der frühen 1950er Jahre zog sich Milo Anderson sukzessive aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich fortan einer neuen künstlerischen Herausforderung: Zahlreiche in Beverly Hills ansässige Prominente engagierten den erfahrenen Künstler als Innenausstatter.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Band 1, S. 100. Berlin 2001

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]