Milva

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Milva (2009)
Milva (2009)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
Von Tag zu Tag
  DE 7 
Platin
Platin
18.09.1978 (29 Wo.)
Was ich denke
  DE 18 
Gold
Gold
13.08.1979 (53 Wo.)
Wenn wir uns wiederseh’n
  DE 24 09.06.1980 (17 Wo.)
Ich hab’ keine Angst
  DE 16 
Gold
Gold
02.03.1981 (48 Wo.)
Das Konzert
  DE 45 12.04.1982 (5 Wo.)
Immer mehr
  DE 20 11.10.1982 (16 Wo.)
Unverkennbar
  DE 38 12.12.1983 (18 Wo.)
Gesichter einer Frau
  DE 16 02.04.1984 (10 Wo.)
  CH 25 15.04.1984 (2 Wo.)
Mut zum Risiko
  DE 18 25.03.1985 (20 Wo.)
Geheimnisse
  DE 41 06.10.1986 (10 Wo.)
Unterwegs nach morgen
  DE 25 11.04.1988 (12 Wo.)
Ein Kommen und Gehen
  DE 69 14.01.1991 (8 Wo.)
Stationen
  DE 66 07.12.1992 (8 Wo.)
Singles
Non pianger più Argentina
  CH 7 25.06.1977 (8 Wo.)
Zusammenleben
  DE 22 16.10.1978 (12 Wo.)
Du hast es gut
  DE 41 13.07.1981 (9 Wo.)
Ich weiß es selber nicht genau
  DE 65 16.11.1992 (5 Wo.)
Mein Weg mit dir
  DE 94 22.02.1993 (2 Wo.)
Milva mit dem Songwriter Salvatore Mazzocco (links) und dem Sänger Mario Trevi (1961)

Milva, bürgerlich Maria Ilva Biolcati (* 17. Juli 1939 in Goro, Italien), ist eine italienische Sängerin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milva wurde 1961 Siegerin eines Wettbewerbs bei der italienischen Fernsehgesellschaft Rai und erreichte Platz 3 beim Sanremo-Festival. Bald darauf avancierte sie zum erfolgreichen Star in Italien. Aus ihrer von 1961 bis 1969 dauernden Ehe mit ihrem damaligen Manager und Förderer Maurizio Corgnati (gest. 1992) hat sie eine 1963 geborene Tochter, die Kunstkritikerin Martina Corgnati.[3] 1965 sang sie am Piccolo Teatro in Mailand unter der Regie von Giorgio Strehler.[4] 1978 nahm sie die Single Zusammenleben mit der Musik von Mikis Theodorakis auf (Text: Thomas Woitkewitsch) und wurde dadurch auch im deutschen Sprachraum bekannt. Es folgten zahlreiche Konzerte, Tourneen und weitere deutschsprachige Aufnahmen, von denen Freiheit in meiner Sprache (Ennio Morricone, Thomas Woitkewitsch) und Hurra, wir leben noch (Klaus Doldinger, Thomas Woitkewitsch) die erfolgreichsten waren.

Milva nahm zwischen 1961 und 2007 insgesamt fünfzehnmal beim Sanremo-Festival teil. Dort war Tango italiano im Jahre 1962 auf dem zweiten Platz ihr größter Erfolg. Sie hält damit den Rekord mit den meisten Teilnahmen ohne Sieg.[5]

In den 1980er Jahren wirkte sie in mehreren Spielfilmen mit. Auch mit Songs von Bertolt Brecht machte sich die überzeugte Sozialistin einen Namen. Milva war bei zahlreichen Musiksendungen in den Fernsehprogrammen Mittel-, West- und Südeuropas zu Gast. Sie singt ihre Lieder nicht nur auf Italienisch, sondern auch auf Deutsch, Französisch und Englisch.

Neben dem Chanson ist Milva Interpretin von Astor Piazzolla und hat für vielfältige Tango-Aufnahmen mit ihm selbst und Gruppen in seiner Tradition zusammengearbeitet. Ihr in Deutschland erfolgreichstes Album (in den Charts bis auf Platz 7) war „Von Tag zu Tag“ mit Liedern des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis (Text: Thomas Woitkewitsch), das auch in einer italienischen („La mia età“) und in einer französischen („Attends, la vie“) Version produziert wurde.

Am 2. August 2008 trat Milva zusammen mit Montserrat Caballé und Angelika Milster auf dem Theaterplatz in Dresden zu Diva Maxima auf.

Im September 2010 teilte Milva mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auftreten werde.[6] Ihr letztes Album enthält Songs von Franco Battiato.

Am 3. März 2012 trat sie wieder im Musikantenstadl auf. Sie möchte aus gesundheitlichen Gründen nur noch gelegentlich auftreten.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Tango Milva
  • 1970: Canzoni di Édith Piaf
  • 1971: Milva canta Brecht
  • 1975: Brecht
  • 1976: Libertà
  • 1976: Canzone dall’Italia
  • 1977: Non pianger più Argentina
  • 1977: Auf den Flügeln bunter Träume
  • 1978: Von Tag zu Tag (Milva singt Mikis Theodorakis)
  • 1979: Was ich denke
  • 1980: La rossa
  • 1981: Ich hab keine Angst
  • 1982: Immer mehr
  • 1983: Unverkennbar
  • 1983: Die sieben Todsünden der Kleinbürger (Brecht/Weill)
  • 1984: Gesichter einer Frau
  • 1985: Mut zum Risiko
  • 1985: Milva and Astor Piazzolla live at the bouffes du nord
  • 1986: Geheimnisse
  • 1986: Tra due sogni
  • 1988: Unterwegs nach morgen
  • 1989: In Concert
  • 1989: Una storia inventata
  • 1990: Ein Kommen und Gehen
  • 1991: Gefühl und Verstand
  • 1992: Stationen (Best of inkl. 2 neuer Titel)
  • 1993: Milva canta Thanos Mikroutsikos (Volpe D’Amore)
  • 1993: Uomini addosso
  • 1994: Dein ist mein ganzes Herz
  • 1995: Tausendundeine Nacht
  • 1995: I successi di Milva
  • 1996: Milva canta un nuovo Brecht
  • 1997: Mia bella Napoli
  • 1998: El Tango de Astor Piazzolla
  • 1999: Stark sein
  • 1999: Fammi Luce
  • 2001: Artisti
  • 2001: Canti popolari
  • 2001: La Chanson francaise
  • 2004: Milva canta Merini
  • 2007: In territorio nemico
  • 2010: Non conosco nessun Patrizio (Milva canta Battiato)

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Artisti – Das Beste von gestern und heute
  • Milva canta Merini – live in Milano Piccolo Teatro
  • El tango – Live in Barcelona
  • Milva canta Brecht

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Milva – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE CH
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: Gold-/Platin-Datenbank für Deutschland
  3. Meo Ponte: E’ morto Corgnati, Scopri’ MILVA. In: La Repubblica. 31. März 1992, abgerufen am 1. Januar 2019 (italienisch).
    Anna Eunike Röhrig: Milva. In: FemBio. Frauen-Biographieforschung (mit Literaturangaben und Zitaten). Abgerufen am 1. Januar 2019.
  4. a b Alfried Schmitz: Musik: „La Milva“ ist 75. In: dw.com. 14. Juli 2014, abgerufen am 1. Januar 2019.
  5. Davide Martin: Guida Sanremo: I grandi del Festival: Milva. In: guide.superEva.it. 2015, abgerufen am 1. Januar 2019 (italienisch).
  6. Milva kehrt Showbühne nach 52 Jahren den Rücken. In: Schweizer Fernsehen. 9. September 2010, archiviert vom Original am 13. Juni 2013; abgerufen am 1. Januar 2019.