Minidomm

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Miniatur vom Kloster Ettal, ca. 1973.

Minidomm war ein Miniaturpark in Ratingen-Breitscheid bei Düsseldorf und galt als eine europaweit bekannte touristische Attraktion des Rheinlandes. Er lag direkt am Autobahnkreuz Breitscheid der Autobahnen A3 und A52.

Bereits in den 1950er-Jahren hatte der Architekt Wilhelm (Will) Dommel (1914–1988) mit der Verwirklichung dieses Schauparks herausragender Architektur begonnen. Da der Park in einem Sumpfgebiet lag, wurde das Areal vor Baubeginn mit 14.000 LKW-Ladungen Schotter und Kies aufgefüllt. Der Park wurde am 2. April 1967 eröffnet. Anfang der 1980er-Jahre übernahm sein Sohn Georg Dommel die Parkleitung und das didaktische Konzept wich einem ausschließlich freizeitorientierteren. Da die Stadt Ratingen den weiteren Ausbau des Freizeitparks sowie weiterer Autokinos nicht genehmigte, musste die Anlage am 1. November 1992 geschlossen werden. Die Modelle wurden größtenteils versteigert. Trotzdem wird Minidomm noch heute in einigen Reiseführern und Verzeichnissen der Freizeitparks erwähnt.

Das Minidomm Autokino war über viele Jahre die Nr. 1 unter allen deutschen Filmtheatern und das erste Autokino, das auch Erstaufführungen zeigen durfte. Das Gelände wie auch das ebenfalls nicht mehr existierende Autokino wurden als Gewerbegebiet ausgewiesen, das inzwischen weitgehend bebaut ist.

Auf einem Areal von ca. 80.000 m² befanden sich ca. 120 Modelle verschiedener Bauwerke im Maßstab 1:25 im Gesamtwert von damals mehr als 35 Mio. DM.

Dazu gehörten unter anderem:

Zum Minidomm gehörte noch ein Gourmet-Restaurant mit Hotel, das weit über die Grenzen der Region einen guten Ruf hatte. Im Park gab es mehrere Imbissgelegenheiten, eine war im Historischen Wagen 24 (Hinterwagen) der Baureihe 00 der Wuppertaler Schwebebahn untergebracht. Der Wagen wurde wohl um das Jahr 1900 gebaut.

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Koordinaten: 51° 21′ 7″ N, 6° 51′ 53″ O