Minister von Hammerstein

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Minister von Hammerstein
Malus Minister von Hammerstein 4418.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Geisenheim
Institut Höhere Lehranstalt für Obstbau, Geisenheim
Züchtungsjahr 1882
Markteinführung 1895
Abstammung

Samen von Landsberger Renette

Liste von Apfelsorten

Der Minister von Hammerstein, auch Hammerstein, ist eine Sorte des Kulturapfels. Dieser wurde 1882 aus Samen der Landsberger Renette an der damaligen Höheren Lehranstalt für Obstbau zu Geisenheim gezüchtet. 1891 gab es die ersten Früchte, welche ab 1895 im Handel erhältlich waren.

Die Sorte wurde nach dem preußischen Landwirtschaftsminister Ernst von Hammerstein-Loxten benannt.

Fruchtmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reifezeit Mitte Oktober, die Frucht hält bis Februar. Welkt nicht auf dem Lager. Die mittelgroßen eher flachgebauten Äpfel haben eine glatte, mittelfeste Schale und sind gelblich grün. Weitere Kennzeichen der Schale sind ihre feinen Sprenkel, und die verwaschene Deckfarbe ist hell bräunlichorange. Die druckempfindliche Liebhabersorte neigt etwas zu Fruchtfäule, außerdem zu Kleinfrüchtigkeit bei zu reichen Behang.

Merkmale des Baumes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hat in der Jugend ein kräftiges Wachstum, später schwächer. Bildet eine breitkugelige Krone und ist für die Obsthecke und alle kleinen Erziehungsformen geeignet. Die Sorte ist gegen Holz- und Blütenfrost resistent, allerdings ist er anfällig gegen Schorf, Mehltau, Blutlaus und Krebs.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Petzold: Apfelsorten; Neumann Verlag Leipzig, 3. Auflage, Radebeul 1979

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Minister von Hammerstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien