Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
– KM BW –
Grosses Landeswappen Baden-Württemberg.svg
Staatliche Ebene Baden-Württemberg
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1952[1]
Hauptsitz Thouretstraße 6
Stuttgart
Behördenleitung Susanne Eisenmann
Bedienstete ca. 400 (2013)[2]
Haushaltsvolumen ca. 23 Mio. Euro (2013)[3]
Website http://www.km-bw.de/

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, kurz Kultusministerium oder KM, ist eines von elf Ministerien in der Verwaltung des Landes Baden-Württemberg. Seine Errichtung erfolgte mit der Gründung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952 als „Kultministerium“ unter Leitung von Gotthilf Schenkel.[1][4][5] Der Name geht auf einen Beschluss im September 1945 des Staatsministeriums Württemberg-Baden die Bezeichnung „Kultminister“ beziehungsweise „Kultministerium“ zu verwenden zurück.[6][7] Die Umbenennung in „Kultusministerium“ erfolgte erst im August 1954.[8][1] Bis 1978 hieß es offiziell nur „Kultusministerium“[9][10], dann bis 1996 „Ministerium für Kultus und Sport“[11]. Seither führt es seine heutige Bezeichnung.[12]

Geschäftsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Geschäftsbereich des Kultusministeriums gehören:

  1. Schulische Bildung und Erziehung, insbesondere
    1. allgemein bildende Schulen;
    2. berufliche Schulen;
    3. Elementarerziehung;
    4. Privatschulwesen;
    5. Lehrerausbildung in der 2. Phase, Pädagogische Fachseminare, Lehrerfortbildung;
    6. Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die Lehrerausbildung und Durchführung der Lehramtsprüfungen;
    7. Bildungsforschung;
    8. Bildungsinformation und Bildungsberatung;
    9. Fernunterricht;
    10. überregionale und internationale kulturelle Angelegenheiten;
  2. Angelegenheiten des Sports, Wandern;
  3. Jugendpflege;
  4. Weiterbildung;
  5. Heimatpflege, Volksmusik und Laienkunst;
  6. Zentrale Anlaufstelle für das Ehrenamt;
  7. Landeskuratorium für Bürgerarbeit;
  8. Beziehungen des Staates zu den Kirchen und sonstigen Religionsgemeinschaften, Staatsleistungen, Kirchensteuerrecht;
  9. sonstige Angelegenheiten im Bereich von Kultus, Jugend und Sport, soweit nicht ein anderes Ministerium zuständig ist.

Amtsleiter des Kultusministeriums ist der Kultusminister, dem ein Staatssekretär zur Seite steht. Leiter der Verwaltung ist der Ministerialdirektor. Dies waren[Anm. 1]:

  • Oktober 1955[13] bis mindestens Januar 1958[14] Dr. Christmann
  • 1969 bis voraussichtlich 30. November 1977 Anton Steinle[15]
  • 1970[16] bis 1978 Paul Harro Piazolo[17][18]
  • um 1979[19] bis August 1988[20] Ansgar Seifert
  • November 1990 bis August 1996 Klaus Fischer[21]
  • September 1996 bis 31. Januar 2003 Walter Mäck[22]
  • 1. Februar 2003 bis 30. Juni 2006 Thomas Halder
  • 1. Juli 2006 bis Mai 2011 Wolfgang Fröhlich
  • 14. Mai 2011 bis 9. Juli 2013 Margret Ruep
  • 1. August 2013 bis 11. Oktober 2015 Jörg Schmidt
  • 21. Oktober 2015 bis Mai 2016 Manfred Stehle[23]
  • Ab 31. Mai 2016 Gerda Windey[24]

Sitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stuttgart, Thouretstraße 6

Die Behörde hat ihren Sitz in Stuttgart. Seit 2012 ist sie im ehemaligen Postquartier in der Thouretstraße untergebracht. Zuvor waren die 400 Mitarbeiter über sechs Gebäude verteilt, unter anderem im Neuen Schloss.[25]

Kultusminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Württemberg-Baden 1945 bis 1952:

Land Baden (Südbaden) 1947 bis 1952:

  • 1947–1952: Leo Wohleb (zugleich Staatspräsident)

Land Württemberg-Hohenzollern 1947 bis 1952:

Land Baden-Württemberg seit 1952:

Nachgeordnete Dienststellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Kultusministerium Baden-Württemberg sind unter anderem folgende Dienststellen, Behörden und Einrichtungen unterstellt beziehungsweise zugeordnet beziehungsweise werden von diesem direkt oder indirekt beaufsichtigt:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Findbuch EA 3/101: Kultusministerium: Allgemeine Verwaltung - Einführung (html) In: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Landesarchiv Baden-Württemberg. Abgerufen am 17. März 2017.
  2. RZ_KM_N-Bericht_final.pdf (PDF; 2,2 MB) Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. S. 56. 22. Juli 2015. Abgerufen am 17. März 2017.
  3. RZ_KM_N-Bericht_final.pdf (PDF; 2,2 MB) Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. S. 49. 22. Juli 2015. Abgerufen am 17. März 2017.
  4. Bekanntmachung über die Bildung der Vorläufigen Regierung (html) In: Gesetzblatt Baden-Württemberg. makrolog - Recht für Deutschland. 28. April 1952. Abgerufen am 13. März 2017.
  5. Hansmartin Schwarzmaier: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte: Bd. Die Länder seit 1918. Klett-Cotta, 1992, ISBN 978-3-608-91468-9, S. 550 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. LIT Verlag Münster: Umerziehung in der amerikanischen Besatzungszone. LIT Verlag Münster, 2004, ISBN 978-3-825-87815-3, S. 54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Findbuch EA 3/602: Kultusministerium: Allgemeinbildendes Schulwesen - Strukturansicht (html) In: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Landesarchiv Baden-Württemberg. Abgerufen am 13. März 2017.
  8. René Spitz: Die politische Geschichte der Hochschule für Gestaltung Ulm (1953-1968); ein Beispiel für Bildungs- und Kulturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland (PDF; 8,65 MB) Philosophische Fakultät an der Universität zu Köln. S. 76. 1997. Abgerufen am 13. März 2017: „Das Ministerium hieß bis August 1954 noch „Kult“– Ministerium und erst danach Kultusministerium. Vgl. Leonhard Müller: Das Schulwesen. In: Meinrad Schaab (Hg.): 40 Jahre Baden–Württemberg. Aufbau und Gestaltung 1952–1992, 497–528.“
  9. Parteipolitische Ämterpatronage in der Ministerialbürokratie der Bundesländer (PDF; 2,7 MB) Fachbereich für Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz. S. 160. 11. Mai 2005. Abgerufen am 19. März 2017.
  10. Bekanntmachung der Landesregierung über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Ministerien (PDF; 2,1 MB) In: Gesetzblatt Baden-Württemberg. Landtag von Baden-Württemberg. S. 404. 16. August 1972. Abgerufen am 19. März 2017.
  11. Änderung der Bekanntmachung der Landesregierung über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Ministerien vom 25. Juli 1972 (GBl. S. 404) (PDF; 2,5 MB) In: Gesetzblatt Baden-Württemberg. Landtag von Baden-Württemberg. S. 490. 11. Mai 1978. Abgerufen am 19. März 2017.
  12. Bekanntmachung der Landesregierung zur Änderung der Bekanntmachung über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Ministerien (PDF; 1,5 MB) In: Gesetzblatt Baden-Württemberg. Landtag von Baden-Württemberg. S. 490. 26. Juli 1996. Abgerufen am 19. März 2017.
  13. René Spitz: Hfg Ulm. Ed. Menges, Stuttgart 2002, ISBN 3-932565-16-9, Anmerkungen, S. 452 (PDF-Datei; 81,7 MB [abgerufen am 12. Juli 2013]).
  14. DER SPIEGEL 5/1958 - IN SPIEGEL VERITAS (html) Der Spiegel. 29. Januar 1958. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  15. Steinle Anton - Detailseite - LEO-BW (html) Landesarchiv Baden-Württemberg. 2013. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  16. Paul Harro Piazolo - Munzinger Biographie (html) In: Internationales Biographisches Archiv 43/1987 vom 12. Oktober 1987. Munzinger-Archiv. Abgerufen am 19. März 2017: „1958 berief ihn der damalige baden-württembergische Kultusminister Dr. Gerhard Storz zu seinem persönlichen Referenten.[...] [N]achdem Prof. Wilhelm Hahn 1964 das Ministerium übernommen hatte[...]wurde [er] zunächst Referent für die neuzugründende Universität Konstanz[...]danach Leiter der Planungsabteilung und ab 1970 Ministerialdirektor (Amtschef).“
  17. Zeitmosaik | DIE ZEIT Archiv | Ausgabe 08/1978 (html) Die Zeit. 17. Februar 1978. Abgerufen am 12. Juli 2013: „Als eigentlicher Kultusminister schob sich der Ministerialdirektor Paul Harro Piazolo nach vorn.“
  18. Paul Harro Piazolo - Munzinger Biographie (html) In: Internationales Biographisches Archiv 43/1987 vom 12. Oktober 1987. Munzinger-Archiv. Abgerufen am 19. März 2017: „Als nach dem Abtreten von Wilhelm Hahn 1978 das bisherige Kultusministerium geteilt wurde, war er Ministerialdirektor, d.h. Amtschef im Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter Minister Prof. Dr. Helmut Engler.“
  19. DER SPIEGEL 32/1979 - Statt Tränen (html) Der Spiegel. 6. August 1979. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  20. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart - Bestand Q 1/53: Persönliches Archiv Prof. Dr. Dr. Hannes Rettich, Ministerialdirigent im Ministerium für Wissenschaft und Kunst (* 1927), - Strukturansicht (html) Landesarchiv Baden-Württemberg. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  21. Landesportal Baden-Württemberg: Neuer Amtschef im Finanzministerium (html) Staatsministerium Baden-Württemberg. 5. November 2002. Archiviert vom Original am 13. Juli 13. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  22. Landesportal Baden-Württemberg: Ministerialdirektor Walter Mäck geht in den Ruhestand (html) Staatsministerium Baden-Württemberg. 26. November 2002. Archiviert vom Original am 13. Juli 13. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  23. Manfred Stehle wird neuer Amtschef im Kultusministerium - WELT (html) WeltN24. Abgerufen am 19. März 2017.
  24. Regierungspräsident Schmalzl muss gehen: Diesmal macht Kretschmann Ernst - Baden-Württemberg - Stuttgarter Zeitung (html) Stuttgarter Zeitung. Abgerufen am 19. März 2017: „Neue Amtschef in den Ministerien werden[...]der bisherige Landtagsdirektor Hubert Wicker (CDU) im Wirtschaftsministerium[...], Gerda Windey im Kultusministerium[...].“
  25. KULTUSPORTAL-BW.DE - Startseite (html) Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. 19. Dezember 2012. Archiviert vom Original am 12. Januar 2013. Abgerufen am 19. März 2017.
  26. Personalpolitik im Kultusministerium (PDF; 139 kB) In: Kleine Anfrage des Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP und Antwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport (Drucksache 15/3118). Parlamentsdokumentation des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg im Auftrag des Landtages von Baden-Württemberg. S. 3. 26. Februar 2013. Abgerufen am 19. März 2017: „Der nachgeordnete Bereich umfasst neben ca. 5.000 öffentlichen Schulen die Abteilungen 7 der Regierungspräsidien[...]“
  27. Behördenverzeichnis - Organigramm_Behoerden_der_KV.pdf (PDF; 93 kB) Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. 1. Februar 2016. Abgerufen am 19. März 2017.
  28. Künftige Organisation der Schulverwaltung mit Dienst- und Fachaufsicht - Organisation der Schulverwaltung - Dienst- und Fachaufsicht 2016-02-01.pdf (PDF; 151 kB) Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. 1. Februar 2016. Abgerufen am 19. März 2017.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Aufzählung kann unvollständig sein; soweit möglich ist die Amtszeit mit Einzelnachweisen angegeben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Siehe auch Landesregierung von Baden-Württemberg

Koordinaten: 48° 46′ 53″ N, 9° 10′ 45″ O