Minna Bluff

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-78.575167.07222222222Koordinaten: 78° 34′ 30″ S, 167° 4′ 20″ O

Karte: Antarktis
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Minna Bluff
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Antarktis
Satelliten-Aufnahme vom Minna Bluff (unten rechts)

Minna Bluff ist der Name eines felsigen Kaps am Ostende einer vulkanischen Halbinsel, die ins Ross-Schelfeis in der Antarktis vorstößt. Es bildet einen langen, schmalen Arm, der in einem hakenförmigen Ausläufer endet (Minna Hook) und unterliegt Forschungen zur Kryosphäre-Geschichte der Antarktis, die von der National Science Foundation finanziert werden.

Das Kap taucht in der Geschichte der Entdeckung der Antarktis immer wieder auf. Erstmals gesichtet wurde es im Juni 1902[1] während Robert Falcon Scotts Discovery-Expedition, die von 1901 bis 1904 stattfand. Später wurde das Kap als entscheidende Landmarke und Lokation für wichtige Depots genutzt. Ursprünglich einfach „the Bluff“ genannt, wurde es später durch Scott nach der Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der Royal Geographical Society benannt, Sir Clements Markham.

Jede Expedition, die Scott nach seiner bahnbrechenden Reise auf dieser Route folgte (darunter Ernest Shackleton 1908, Scott selbst 1911 und Shackletons Ross Sea Party 1914–16)[2][3] nutzten Minna Bluff, um Versorgungsgüter zu lagern und um sich auf Reisen zu orientieren. Dank dem Zustand des Eises in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wurde die Polarroute etwa 30 Kilometer östlich eingerichtet, Depots an dieser Route in der Sichtweite des Kaps.

Laut den Nachforschungen von George Simpson, dem Meteorologen der Terra-Nova-Expedition, hat Minna Bluff einen Effekt auf das polare Wetter. Die Masse des Kaps lenkt die am Ostrand des Ross-Schelfeises entlangstreichenden Winde östlich ab. Etwa 80 Kilometer weiter nördlich erreichen diese Winde die Ross-Insel, wo sie geteilt werden[4]. Ein Strom weht in den McMurdo-Sund, der andere richtet sich östlich in Richtung Kap Crozier. Diese Teilung der Windrichtung ist, gemeinsam mit anderen Faktoren, der Auslöser der „windstillen Bucht“ an der Südküste der Ross-Insel[5], ein außergewöhnlich kaltes Gebiet, in dem Nebel vorherrscht und das auf mehreren Landreisen zwischen dem McMurdo-Sund und Kap Crozier beschrieben wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edward Wilson: Tagebuch der Discovery-Expedition, Eintrag vom 12. Juni 1902
  2. Riffenburgh S. 216-217
  3. Bickel S. 99-100
  4. Solomon S. 152-153
  5. Cherry Garrard, Karte S. 346

Weblinks[Bearbeiten]

Über die Forschungen, englisch, mit Karte

Quellen[Bearbeiten]

  • Edward Wilson: Diary of the Discovery Expedition, Blandford Press 1966
  • Scott's Last Expedition, Smith, Elder & Co 1913
  • Beau Riffenburgh: Nimrod, Bloomsbury Publications 2004
  • Lennard Bickel: Shackleton's Forgotten Men, Random House 2000
  • Susan Solomon: The Coldest March, Yale University Press 2001
  • Apsley Cherry-Garrard: The Worst Journey in the World, Penguin edition 1983