Mirebeau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mirebeau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Mirebeau
Wappen von Mirebeau
Mirebeau (Frankreich)
Mirebeau
Region Poitou-Charentes
Département Vienne
Arrondissement Poitiers
Kanton Mirebeau
Gemeindeverband Communauté de communes du Mirebalais
Koordinaten 46° 47′ N, 0° 11′ OKoordinaten: 46° 47′ N, 0° 11′ O
Höhe 89–158 m
Fläche 13,84 km²
Einwohner 2.174 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 157 Einw./km²
Postleitzahl 86110
INSEE-Code
Website http://www.mairie-mirebeau.fr/

Mirebeau ist eine französische Gemeinde mit 2174 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Vienne in der Region Poitou-Charentes; sie gehört zum Arrondissement Poitiers und zum Kanton Mirebeau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf Fulko Nerra von Anjou eroberte Mirebeau und ließ hier eine Burg errichten. Sein Sohn Geoffroy II. hielt hier nach seinem Sieg in der Schlacht von Moncontour (1033) den unterlegenen Herzog Wilhelm VI. von Aquitanien fünf Jahre lang fest. Seitdem bis zur Revolution gehörte Mirebeau zum Anjou.

Mitte Juli 1202 wurde Eleonore von Aquitanien von der französischen Armee in Mirebeau belagert. Erst die Ankunft ihres Sohnes, des englischen Königs Johann Ohneland, am 1. August rettete sie[1].

Im 14. Jahrhundert wurde Mirebeau zur Baronie erhoben, zu der 114 Lehen gehörten. 1789 wurden Mirebeau und Moncontour von der Sénéchaussée de Saumur abgetrennt und dem neuen Département Vienne zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962 : 2072
  • 1968 : 2142
  • 1975 : 2270
  • 1982 : 2379
  • 1990 : 2299
  • 1999 : 2254

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Im gevierten Wappen in Rot ein silberner Pfahl und in Silber ein roter Balken.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgruine (11. Jahrhundert, 1621 zerstört)
  • Reste der Mauern der Zitadelle (Monument historique)
  • Schloss im Ortsteil Rochefort (ab 1475 als Ersatz für ein niedergebranntes älteres Bauwerk gebaut)
  • Grange aux Dîmes (Zehntscheuer, 13. Jahrhundert)
  • Aumônerie Saint-Jean (1185)
  • Kirche Notre-Dame de Mirebeau (12. und 16. Jahrhundert)
  • Priorei Saint-André (gegründet 1051/53, Monument historique)
  • Klarissenkonvent (15. Jahrhundert, Monument historique)
  • Kirchenruine Saint-Pierre (12. Jahrhundert)
  • Kirche von Bournezeau (16. Jahrhundert, Monument historique)
  • Pfarrkirche Notre-Dame in Seuilly (12. Jahrhundert)
  • Reste der Kirche Saint-Hilaire (12. Jahrhundert) innerhalb der Mairie

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul-Marie Coûteaux, Europaabgeordneter und Schriftsteller, wohnhaft in Mirebeau
  • Maurice Aguillon, Widerstandskämpfer, geboren in Mirebeau

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edmond-René Labande, Pour une image véridique d’Aliénor d’Aquitaine, Neuausgabe 2005. ISBN 2-84561-224-9, S. 116