Miriam Meckel

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Miriam Meckel (2017)

Miriam Meckel (* 18. Juli 1967 in Hilden) ist eine deutsche Kommunikationswissenschaftlerin. Sie ist Publizistin, Herausgeberin der Wirtschaftswoche[1] und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miriam Meckels Vater, ein Theologe,[2] war Schulleiter des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Düsseldorf-Benrath. Nach ihrem Abitur am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium[3] studierte sie von 1986 bis 1993 in Münster und Taipeh Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura.[4] Sie wurde 1994 in Münster in Kommunikationswissenschaft mit der Arbeit Fernsehen ohne Grenzen? Europas Fernsehen zwischen Integration und Segmentierung zur Dr. phil. promoviert.

Meckel lebt und arbeitet in St. Gallen, Berlin und Düsseldorf.[3] Ihre Lebenspartnerin ist die deutsche Fernsehjournalistin Anne Will, mit der sie am 19. August 2016 eine eingetragene Lebenspartnerschaft einging.[5][6]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 war Miriam Meckel als Fernsehredakteurin für die Nachrichtenredaktion West 3 Aktuell beim Westdeutschen Rundfunk in Köln und Düsseldorf tätig sowie freie Mitarbeiterin der VOX-Fernsehgesellschaft für die Sendung Welt-Vox. Von 1994 bis 1995 war sie Chefin vom Dienst und Moderatorin bei RTL West Live, von 1995 bis 1999 Moderatorin beim Westdeutschen Rundfunk, unter anderem für das Politmagazin Westpol und das WDR-Mittagsmagazin NRW am Mittag. 2006/2007 moderierte sie das monatliche Talkformat Miriam Meckel – Standpunkte bei n-tv.

Sie übernahm 1995, ein Jahr nach ihrer Promotion, eine Vertretungsprofessur am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1999 wurde sie ordentliche Universitätsprofessorin und geschäftsführende Direktorin des Instituts.

Seit Oktober 2005 war sie Professorin für Unternehmenskommunikation und zudem geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Ihre Forschungsgebiete sind neben den beiden schon erwähnten Fachgebieten Internationale Kommunikation und Medienökonomie. Neben der Professur wurde sie Partnerin der PR-Beratung Brunswick Group.[7]

Miriam Meckel (2010)

2010 veröffentlichte Meckel das Buch „Brief an mein Leben“, in dem sie ihre eigene Erfahrung mit dem Burnout-Syndrom darstellt.[8]

Seit Oktober 2014 ist sie – als erste Frau – Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.[9] In dieser Funktion setzt sie sich wie ihre Lebensgefährtin[10] für gesetzliche Frauenquoten in Führungspositionen ein, da Frauen „höhere Renditen und bessere Ergebnisse“ erzielten.[11]

2014 drehte Bavaria Film im Auftrag des ZDF unter Regie von Urs Egger einen Film zum Thema Burnout frei nach Motiven des Buchs „Brief an mein Leben“. Die Schauspielerin Marie Bäumer ist in der Hauptrolle zu sehen. [12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von März 2001 bis Oktober 2002 war Meckel Staatssekretärin für Medien und Regierungssprecherin von Wolfgang Clement in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Amtsantritt von Clements Nachfolger Peer Steinbrück war sie von November 2002 bis Juni 2005 Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien. Ein Angebot, für die SPD bei der Oberbürgermeisterwahl von Münster zu kandidieren, lehnte die parteilose Meckel ab.[13][14]

Mandate und Engagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miriam Meckel ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und in der International Communication Association (ICA). Sie ist Beiratsmitglied von Message, einer internationalen Zeitschrift für Journalismus, und des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (IfP). Als Mitglied der internationalen Jury der Development Gateway Foundation bei der Weltbank hat sie den Development Gateway Award (Petersberg Prize) mitentwickelt.

Miriam Meckel engagiert sich in der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit dem Ziel, „Ludwig Erhards Lehre an die gegenwärtige Zeit anzupassen“.[15]

Seit September 2007 ist sie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Investor Relations Verband e. V. (DIRK).

Sie gehört zu den Unterstützern der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union, die Ende November 2016 veröffentlicht wurde.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miriam Meckel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum der WiWo, aufgerufen am 18. Oktober 2014
  2. Sarina Pfauth: Miriam Meckel: Frau Nimmersatt und ihr Burn-out.
  3. a b Denisa Richters: Miriam Meckel: 'Der Hafen hat was von New York'.
  4. Barbara Schmid: „Positives Denken“. Der Spiegel Nr. 12/2001, S. 42.
  5. Miriam Meckel: Leben zwischen Uni und Politik. RP 18. November 2007.
  6. Talk-Moderatorin und Journalistin: Anne Will und Miriam Meckel sagen Ja. Spiegel online, 22. August 2016.
  7. Waigels neue Kollegin: Meckel wird Beraterin (Memento vom 14. April 2010 im Internet Archive). In: netzeitung.de vom 29. September 2005
  8. Miriam Meckel litt an Burn-out, Spiegel-online, 19. Dezember 2009
  9. Chefredakteurin der „Wirtschaftswoche“: Miriam Meckel wird Boss. TAZ. 8. Mai 2014. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  10. pro-quote.de: "Die Unterzeichnerinnen: Anne Will." Abgerufen am 22. Mai 2015.
  11. Macht der Moneten, Chefsache - Blog der Wirtschaftswoche-Chefredaktion, 6. März 2015
  12. 404 - Filmfest München.
  13. Die Außersozialdemokratische. In: taz vom 4. November 2005
  14. Die virtuelle Medienexpertin: Miriam Meckel. In: taz vom 5. April 2004
  15. Cicero Rednerpreis – Die Preisverleihung 2001, abger. 28. Januar 2011
  16. FAZ vom 13. November 2010, Seite 52: Funktionieren oder leben