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Miriam Pielhau

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Miriam Pielhau beim Gloria – Deutscher Kosmetikpreis 2015

Miriam Pielhau (* 12. Mai 1975 in Heidelberg; † 12. Juli 2016 in Berlin[1]) war eine deutsche Fernseh- und Hörfunkmoderatorin, Autorin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pielhau lebte mit ihren Eltern, einem Iraner und einer Deutschen,[2] 13 Jahre lang in Heidelberg und zog im Jahr 1988 nach Bad Berleburg um. Sie machte auf dem dortigen Johannes-Althusius-Gymnasium das Abitur und studierte für vier Semester Germanistik und Anglistik an der Universität Siegen. Dieses Studium brach sie jedoch ab und arbeitete als freie Mitarbeiterin bei unterschiedlichen Tageszeitungen. In den Jahren von 1984 bis 1998 nahm sie Tanzunterricht, von 1998 bis 2002 Gesangsunterricht und seit 1998 Schauspielunterricht.

Am 27. März 2003 heiratete sie Thomas Hanreich, damals Sänger der Gruppe Vivid. Da sie sich zur Zeit der Tsunamikatastrophe 2004 im thailändischen Khao Lak aufhielt und diese während eines Tauchausflugs überlebte, engagierte sie sich für das dortige Projekt Hanseatic School for Life, das Waisenkindern eine Zukunftsperspektive bietet.[3] Im Mai 2012 bekam sie eine Tochter.[4] Die Trennung von ihrem Ehemann wurde im Juni 2013 bekannt.[5]

Im Frühjahr 2008 wurde bei Pielhau Brustkrebs festgestellt. Ihre Erfahrungen mit der Krankheit beschrieb sie in ihrem Buch Fremdkörper. Im März 2016 wurde bekannt, dass bei ihr bereits im Januar 2014 erneut Brustkrebs und Metastasen sowie im Januar 2015 Lebermetastasen festgestellt worden waren. Im Februar 2016 schien es, als habe sie die Krankheit abermals besiegt. Ihren zweiten Kampf gegen den Krebs schilderte sie in ihrem Buch Dr. Hoffnung.[6][7]

Pielhau starb am 12. Juli 2016 im Alter von 41 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung in Berlin.[1] Sie unterstützte mehrere Jahre die Stiftung Deutsche Krebshilfe im Kampf gegen Krebs. Die Organisation würdigte ihre Leistungen in der Aufklärung von Krebspatienten; so teilte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, am 14. Juli mit: „Miriam Pielhau hat vielen Betroffenen im Kampf gegen den Krebs Mut gemacht und ihnen Hoffnung gegeben. Das haben wir sehr bewundert.“[8]

Rundfunk- und Fernsehkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pielhau arbeitete als Redakteurin, Moderatorin und Reporterin bei Radio Siegen, 1 Live, Einslive TV (WDR) und ab 2001 als Chefredakteurin der Sendung NBC GIGA von NBC Europe. Für ihre dortige Arbeit wurde sie im selben Jahr mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.[9][10] Sie moderierte diverse Fernsehshows beim WDR, wie z. B. Popkomm – Die Show (Einslive Popkomm) und den 1. nationalen Radio-Award – Die Gala (zur Verleihung der Einslive KRONE) sowie bei ProSieben das Magazin taff, die Sendung Mission Germany als auch die Oscarverleihungen in den Jahren 2003 und 2004.

Neben ihrer Moderatorentätigkeit war sie in den Jahren von 2006 bis 2007 auch gelegentlich Gast bei diversen Spiel- und Quizshows. So nahm sie an vier Folgen von Extreme Activity des Fernsehsenders ProSieben und zwei Folgen von Entern oder Kentern des Senders RTL teil. Beim Promi Quiz-Taxi erspielte sie mit Hans Werner Olm einen Geldbetrag für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Im Januar 2010 moderierte sie mit Gunther Emmerlich den Dresdner Opernball, im September 2011 war sie bei Dalli Dalli zu sehen und moderierte im Ersten die Spendengala Bambi hilft Kindern.[10][11]

Von Januar 2014 bis März 2016 moderierte sie auf Radio 94,3 RS2 jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr die Miriam-Pielhau-Show.[12]

Fernseh-Engagements (Auswahl)

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 1. Februar bis Ende April 2013 spielte sie in der Comödie Dresden die Parallelrollen „Gunn, Reidun“ und eine Kellnerin in Elling – Zwei gegen den Rest der Welt zusammen mit Oliver Petszokat, Tobias Schenke und Christian Kühn.[13] 2015 gab Pielhau in Burnout – Das Musical ihr Musical-Debüt und spielte in Berlin, Emmendingen, Mannheim und Wien.[14]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miriam Pielhau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Joachim Karpa: Miriam Pielhau ist tot - Das K-Ding war stärker als sie. Nachruf in: Westfalenpost vom 13. Juli 2016.
  2. Miriam Pielhau. In: Berliner Morgenpost, 31. Januar 2009, abgerufen am 25. März 2018.
  3. Hilfsprojekt für in Not geratene Kinder in Thailand (Memento vom 13. Oktober 2012 im Internet Archive) In: hsfl.net, abgerufen am 18. September 2012
  4. Miriam Pielhau: Sie schwärmt von ihrem kleinen Engel! auf bunte.de vom 5. Juni 2012, abgerufen am 18. September 2012
  5. Ehe-Aus bei Miriam Pielhau. In: rtl.de. 23. Juni 2013, abgerufen am 23. Juni 2013.
  6. Miriam Pielhau: Der Krebs kam wieder zurück! bunte.de, 11. März 2016, abgerufen am 17. März 2016.
  7. Christiane Hoffmann: Ich bin krebsfrei. Interview in: BILD, 10. März 2016, abgerufen am 14. Juli 2016 (Bezahlschranke).
  8. Die Deutsche Krebshilfe trauert um Miriam Pielhau
  9. Grimme-Online-Preis 2001 (Memento vom 16. Juli 2001 im Internet Archive)
  10. a b miriampielhau.info: Biografie (Memento vom 24. August 2012 im Internet Archive)
  11. pool-position.net: Biografie (Memento vom 13. Mai 2014 im Internet Archive)
  12. Wir trauern um unsere frühere Kollegin und Freundin Miriam Pielhau. Wir sind in Gedanken bei ihrer Familie. Radio 94,3 RS2 Facebook
  13. Miriam Pielhau macht Theater in Dresden. In: sz-online.de
  14. Burnout – Das Musical, Darsteller (Memento vom 30. September 2015 im Webarchiv archive.is)