Miroslav Đukić

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Miroslav Đukić
Miroslav Djukic.jpg
Miroslav Đukić, 2012
Spielerinformationen
Geburtstag 19. Februar 1966
Geburtsort ŠabacSFR Jugoslawien
Größe 185 cm
Position Libero
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1988 Mačva Šabac 53 (1)
1988–1990 FK Rad 39 (1)
1990–1997 Deportivo La Coruña 247 (7)
1997–2003 FC Valencia 157 (4)
2003–2004 CD Teneriffa 27 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1991 SFR Jugoslawien 2 (0)
1991–2001 BR Jugoslawien 46 (2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2007 Serbien U-21
2007 Partizan Belgrad
2008 Serbien
2009–2010 Excelsior Mouscron
2011 Hércules Alicante
2011–2013 Real Valladolid
2013 FC Valencia
2014– FC Córdoba
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Miroslav Đukić (serbisch-kyrillisch Мирослав Ђукић); (* 19. Februar 1966 in Šabac, SFR Jugoslawien), ist ein serbischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Der ehemalige jugoslawische Nationalspieler ist Trainer des spanischen Erstligisten FC Córdoba.

Laufbahn als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Đukić begann seine Karriere 1986 beim Klub Mačva Šabac aus seiner Heimatstadt, bevor er 1989 zum Belgrader Verein FK Rad wechselte. 1990 wechselte er in die Primera División zu Deportivo La Coruña. Er spielte dort den klassischen Libero und galt als letzter großer Libero der jugoslawischen Schule. [1] Während seiner Zeit bei La Coruña wurde der Klub eine spanische Spitzenmannschaft. 1997 wechselte Đukić zum Ligakonkurrenten FC Valencia mit dem er 2000 und 2001 zweimal in Folge im Endspiel der Champions League stand, jedoch beide Male verlor. Schließlich ließ Đukić 2003/04 seine Laufbahn bei CD Teneriffa ausklingen.

Đukić war zudem erfolgreicher Nationalspieler. Er kam 1991 noch für die Jugoslawische Fußballnationalmannschaft zum Einsatz und bestritt bis 2001 für diese und die Nationalmannschaften des sogenannten Restjugoslawiens bzw. Serbien-Montenegros 46 Spiele und erzielte dabei zwei Tore. Mit Serbien und Montenegro nahm er an der WM 1998, sowie an der EURO 2000 teil.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende seiner aktiven Zeit 2004, ließ Đukić sich in Spanien zum Trainer ausbilden. Erster Trainerjob war 2006 die serbische U-21-Nationalmannschaft[1], die er zum Vize-Europameistertitel 2007 und der damit verbundenen Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 führte. Anschließend trat er von seinem Traineramt zurück, um sich vollständig dem Cheftrainerposten von Partizan Belgrad widmen zu können, den er seit Anfang 2007 innehatte. In der Winterpause 2007/08 trat er bei Partizan zurück und übernahm die serbische Nationalmannschaft, mit der er die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 anstrebte.[2] Zeitgleich trainierte er die aus dem verstärkten Kader der U-21 bestehende Auswahl Serbiens bei den Olympischen Spielen 2008. Dieses Turnier verlief mit lediglich einem Punktgewinn und dem daraus resultierten letzten Tabellenrang enttäuschend. Im Anschluss an das olympische Turnier wurde Đukić als Trainer der serbischen A-Nationalmannschaft entlassen und durch Radomir Antić ersetzt, welcher jahrelang als Wunschkandidat für diesen Posten gegolten hatte. Während seiner Zeit als Nationaltrainer gewann diese keines ihrer Spiele (A-Mannschaft: 2 Unentschieden, 3 Niederlagen; U-23: 1 Unentschieden, 2 Niederlagen).

Im März 2011 wurde Đukić von Hércules Alicante, zu diesem Zeitpunkt in der Primiera División, unter Vertrag genommen, nachdem der Verein unter seinem Vorgänger Esteban Vigo auf einen Abstiegsplatz gerutscht war. Đukić gelang es jedoch nicht, den Klub am Ende der Saison 2010/11 vor dem Abstieg zu bewahren. Am 6. Juli 2011 unterschrieb Đukić einen Vertrag beim damals in der Segunda División spielenden Real Valladolid. Am Ende der Saison 2011/12 stieg er mit dem Verein in die Primera División auf. Nachdem ihm am Ende der Spielzeit 2012/13 der Klassenerhalt geglückt war, unterschrieb Đukić einen Vertrag beim FC Valencia, um die Nachfolge von Ernesto Valverde anzutreten.[3] Am 16. Dezember 2013 wurde er nach zahlreichen Misserfolgen entlassen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Porträt Đukić auf der Website der UEFA (englisch).
  2. Serbien: Nachfolger von Clemente gefunden - Djukic wird Nationalcoach, Meldung auf kicker.de vom 26. Dezember 2007.
  3. kicker.de: Djukic löst Valverde in Valencia ab
  4. marca.com: Salvo se carga a Djukic