Miroslav Klůc

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
TschechoslowakeiTschechoslowakei Miroslav Klůc Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 1. Dezember 1922
Geburtsort Nesuchyně, Tschechoslowakei
Todesdatum 4. Dezember 2012
Sterbeort Tschechien
Spielerbezogene Informationen
Position Stürmer
Schusshand Links
Karrierestationen
1948–1958 ZJS Sokol Hutě Chomutov
1958–1964 CHZ Litvínov
TschechoslowakeiTschechoslowakei Miroslav Klůc
Trainerstationen
1954–1958 ZJS Chomutov (Spielertrainer)
1958–1963 CHZ Litvínov (Spielertrainer)
1963–1964 VTZ Chomutov
1964–1967 Lausanne HC
1968–1970 CHZ Litvínov
1970–1975 Olimpija Ljubljana
1970–1975 Jugoslawisches Nationalteam

Miroslav Klůc (* 1. Dezember 1922 in Nesuchyně, Tschechoslowakei; † 4. Dezember 2012 in Tschechien[1]) war ein tschechoslowakischer Eishockeyspieler und -trainer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miroslav Klůc begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seinem Heimatdorf Nesuchyně im Okres Rakovník. 1948 wechselte er zum ZJS Sokol Hutě Chomutov, der zu diesem Zeitpunkt der zweiten Spielklasse angehörte. Miroslav Klůc entwickelte sich schnell zu einem echten Führungsspieler, der (zusammen mit seinem Team) regelmäßig über 100 Tore pro Saison erzielte.[2] Aufgrund seiner physischen Größe, kräftiger Hände und Arme sowie guter Schusstechnik war er ein begnadeter Angreifer.[3]

Während der Spielzeit 1949/50 erzielte er insgesamt 226 Tore. 1951 schaffte er mit Chomutov den Aufstieg in die 1. Liga, der höchsten tschechoslowakischen Spielklasse. In dieser wurde er in den folgenden Jahren insgesamt vier Mal bester Torjäger (1952, 1953, 156 und 1957). Ab 1954 führte er seine Mannschaft zudem als Spielertrainer aufs Eis. 1958 verließ Klůc seinen Heimatverein, da man ihm nicht mehr erlauben wollte, gleichzeitig als Spieler und Trainer zu agieren.[3] Als er Chomutov verließ, hatte er in 473 Partien für seinen Heimatverein insgesamt 1194 Tore erzielt.[4] Miroslav Klůc gilt heute als der wohl bedeutendste Spieler der Klubgeschichte der heutigen Piráti Chomutov.[2]

Klůc wechselte 1958, im Alter von 36 Jahren, zum CHZ Litvínov, für den er weiter als Spielertrainer aktiv war mit dem er am Ende der Saison 1958/59 den Aufstieg in die 1. Liga erreichte. Klůc spielte drei weitere Jahre für Litvínov, ehe er seine aktive Karriere im Alter von 40 Jahren beendete. Für Litvínov erzielte er in 105 1. Liga-Partien insgesamt 73 Tore und 17 Assists. Insgesamt erzielte er in der 1. Liga 222 Tore in 220 Partien.

Nach seinem Karriereende wurde Klůc 1963 Cheftrainer beim VTZ Chomutov, ehe er die Tschechoslowakei verließ und zwischen 1964 und 1967 den Lausanne HC als Cheftrainer betreute. In den Spielzeiten 1968/69 und 1969/70 war er Trainer beim CHZ Litvínov.

Zwischen 1970 und 1975 war er parallel Cheftrainer bei Olimpija Ljubljana und der jugoslawischen Nationalmannschaft. Mit Olimpija gewann er drei jugoslawische Meistertitel.

Am 15. Dezember 2011 wurde Klůc in die Tschechische Eishockey-Ruhmeshalle (tschechisch Síň slávy českého hokeje) aufgenommen.[4][5]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Tschechoslowakei nahm Kašťák im Seniorenbereich an den Olympischen Winterspielen 1956 sowie bei der Weltmeisterschaft 1953 teil. In insgesamt 14 Länderspielen gelangen ihm 8 Tore.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ČTK: Zemřel bývalý vynikající útočník Kluc, člen Síně slávy českého hokeje. In: denik.cz. 5. Dezember 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (tschechisch).
  2. a b Síň slávy - Miroslav Klůc (*1. 12. 1922). In: Webseite der Pirati Chomutov. Abgerufen am 25. November 2013.
  3. a b Bedeutende Spieler des Klub - Miroslav Klůc. In: Website des HC Litvínov. Abgerufen am 22. November 2013.
  4. a b Daniel Pavlík: Legendární chomutovský hráč Miroslav Klůc byl uveden do síně slávy. In: Webseite der Pirati Chomutov. 16. Dezember 2011, abgerufen am 25. November 2013 (tschechisch).
  5. Tomas Jaroslav: Hala povstala a vzdala hold. Zemřelí hokejisté jsou v Síni slávy. Idnes.cz, 15. Dezember 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011.