Mirza Muhammad Haidar Dughlat

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Muhammad Haidar Dughlat auf einer Briefmarke von Kasachstan
Territorium des Östlichen Tschagatai (Mogul)-Khanats (1490)

Mirza Muhammad Haidar Dughlat (chinesisch 米儿咱・马黑麻・海答儿, persisch ميرزا محمد حيدر دوغلات, russisch Мирза Мухаммад Хайдар Дуглат, kasachisch Мұхаммед Хайдар Дулати; * 1499 oder 1500; † 1551) war ein tschagatai[1]-turko-mongolischer Militär und Geschichtsschreiber. Er stand in den Diensten des Mogul-[2] bzw. Tschagatai-Herrschers Sultan Said Khan, dem Begründer des Yarkant-Khanats. Sein Hauptwerk ist das in persischer Sprache verfasste Tarikh-i-Rashidi (تاريخ رشيدى), persönliche Erinnerungen mit einer Geschichte der Mogul-Herrscher Zentralasiens und ihrer Khane. Er war ein Cousin von Prinz Zahir, des späteren Babur (1482–1530), des Begründers des Mogulreichs in Indien.

Unter Führung von Sultan Said Khan begann er 1531 einen Raubzug gegen Ladakh, Baltistan, Kaschmir und Tibet, den er erst 1535 beendete.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tarikh-i-Rashidi

Eine englische Übersetzung von E. Denison Ross wurde von Ney Elias mit Anmerkungen versehen und 1895 veröffentlicht. Eine chinesische Übersetzung des Nationalitäten-Forschungsinstituts der Xinjiang Akademie der Sozialwissenschaften erschien in Ürümqi im Xinjiang Volksverlag (1983, 2 Bände).[4]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mirza Haidar: The Tarikh-i-Rashidi of Mirza Muhammad Gaidar, Dughlát. A History of the Moghuls of Central Asia. An English Version. Edited, with Commentary, Notes and Map by N. Elias. The Translation by E. Denison Ross. London 1895 (Digitalisat a, b)
  • Zhongya Mengwu'er shi: Lashide shi/Mi'erzan Maheima Haida'er zhu; Xinjiang she hui ke xue yuan min zu yan jiu suo yi; Wang Zhilai jiao zhu. 中亚蒙兀儿史: 拉失德史/米儿咱・马黑麻・海答儿著 ; 新疆社会科学院民族研究所译; 王治来校注. Wulumuqi Shi: Xinjiang ren min chu ban she: 1983

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mansura Haidar (translator): Mirza Haidar Dughlat as Depicted in Persian Sources. 2002
  • René Grousset: Die Steppenvölker. Magnus Verlag, Essen 1975.
  • Gavin Hambly: Das Reich des Tschaghatai. In: Gavin Hambly (Hrsg.): Zentralasien (= Fischer Weltgeschichte. Band 16). Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1966, S. 140–151, hier S. 148.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Tschagatai-Khanat wurde aufgeteilt in die beiden Teile Mogulistan (Östliches Tschagatai-Khanat/engl. Eastern Chagatai Khanate / chin. 东察合台汗国; Pinyin: Dōng Cháhétái Hànguó) und Mawarannahr.
  2. vgl. N. Elias, S. 3 (in der englischen Übersetzung des Tarikh-i-Rashidi)
  3. tibet-encyclopaedia.de: Entdeckungs- und Forschungsgeschichte Baltistans (Klein-Tibet) (Dieter Schuh)
  4. Xiyu shi yanjiu de huigu yu zhanwang@1@2Vorlage:Toter Link/www.dic123.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Geschichte der Westlichen Gebiete: Rückblick und Ausblick)
Mirza Muhammad Haidar Dughlat (Alternativbezeichnungen des Lemmas)
Mīrzā Ḥaidar Duġlat; Mirza Haidar; Mirza Muhammad Haidar Dughlat; Muḥammad Ḥaydar Duğlat; Mīrzā Ḥaydar; Ḥaydar Mīrzā; Mīrzā Ḥaidar Duġlat; Mirza Muhammad Haidar; Ḥaidar Duġlat; Haydar Mirza; Ḥaidar Mīrzā; Mirza Haydar Dughlat; Mirzâ Haydar Duglat; Mirza Muhammad Haidar; Mūhammed Hajdar Dulati; Myrza Mūhammed Hajdar; Mirza Haidar Dughlat; 米尔咱•马黑麻•海答儿; Mirza Muhammad Haidar; 米儿咱・马黑麻・海答儿