Mischelbach

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Mischelbach
Markt Pleinfeld
Koordinaten: 49° 6′ 43″ N, 11° 1′ 2″ O
Höhe: 390 m ü. NN
Einwohner: 400
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91875
Karte
Mischelbach, darüber im Wald Schloss Sandsee

Mischelbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Pleinfeld im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Ort liegt drei Kilometer östlich des Kernortes Pleinfeld auf einer Höhe von rund 390 Metern und hat etwa 400 Einwohner.

Durch Mischelbach fließt der Iglseebach, nördlich des Ortes entspringt der Rote Graben, beides Zuflüsse der Schwäbischen Rezat. Die Freileitungstrasse zwischen Mischelbach und Röttenbach ist im Rahmen der Sandachse Franken als bedeutender Lebensraum geschützt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mischelbach liegt die Rundfestung Schloss Sandsee, die auf der 455 Meter hohen Buchleite erbaut wurde.

Die katholische St.Ottokirche wurde im Jahr 1922 erbaut. Das Kirchenschiff ist in barockähnlichem Stil gehalten. Der Kirchenturm wurde mit einer Glocke aus dem Jahr 1886 bestückt. 1949 wurde die Kirche erweitert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1264 wurde Mischelbach erstmals urkundlich erwähnt. 1302 wurde es an das Bistum Eichstätt verkauft und 1802 wurde es bayerisch. 1496 wurde Margreth Henstaub von Mischelbach zusammen mit zwei Töchtern wegen Zaubereiverdacht in Sandsee verhaftet. Die Mutter und eine Tochter wurden hingerichtet, während die andere Tochter namens Margreth aus der Haft entlassen wurde.[1]

Bis zur Gemeindegebietsreform in Bayern war Mischelbach eine eigenständige Gemeinde mit den Ortsteilen Heinzenmühle, Kemnathen, Kleinweingarten, Schloss Sandsee und Utzenmühle. 1972 entschloss sich die Gemeinde, sich freiwillig der Gemeinde Pleinfeld anzuschließen. Diese Eingemeindung wurde am 1. Juli 1972 wirksam.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stürzl, Zur Hexenverfolgung im Oberen Stift des Hochstifts Eichstätt. Nachtrag zu: Hinrichtungen wegen Hexerei in Eichstätt. In: Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde. Selbstverlag, München. 2016, S. 135 f.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 592.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]