Missen-Wilhams

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Missen-Wilhams
Missen-Wilhams
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Missen-Wilhams hervorgehoben
Koordinaten: 47° 36′ N, 10° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Weitnau
Höhe: 860 m ü. NHN
Fläche: 34,96 km²
Einwohner: 1433 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87547
Vorwahl: 08320
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 127
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 45
87547 Missen
Webpräsenz: www.missen-wilhams.de
Bürgermeister: Hans-Ulrich von Laer (CSU/Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Missen-Wilhams im Landkreis Oberallgäu
Österreich Baden-Württemberg Landkreis Lindau (Bodensee) Kempten (Allgäu) Landkreis Unterallgäu Landkreis Ostallgäu Kempter Wald Wildpoldsried Wiggensbach Wertach Weitnau Waltenhofen Sulzberg (Oberallgäu) Sonthofen Rettenberg Ofterschwang Oberstdorf Oberstaufen Obermaiselstein Oy-Mittelberg Missen-Wilhams Lauben (Oberallgäu) Immenstadt im Allgäu Bad Hindelang Haldenwang (Allgäu) Fischen im Allgäu Durach Dietmannsried Burgberg im Allgäu Buchenberg Bolsterlang Blaichach Betzigau Balderschwang AltusriedKarte
Über dieses Bild

Missen-Wilhams ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weitnau.

Missen von Westen

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Missen und Wilhams. Zu Missen-Wilhams gehören die Orte:

  • Aigis
  • Berg
  • Börlas
  • Geratsried
  • Missen
  • Wiederhofen
  • Wilhams
  • Unterwilhams
  • Bei der Schmiede

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhams war ein Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Missen fiel mit der Grafschaft Königsegg-Rothenfels durch Tausch 1804 an Österreich. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehören die Orte zum neu entstandenen Königreich Bayern.

Am 1. Januar 1959 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Missen und Wilhams zur neuen Gemeinde Missen-Wilhams zusammengeschlossen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1.139
  • 1987: 1.135
  • 2000: 1.385
  • 2011: 1.447
  • 2012: 1.409
  • 2014: 1.394
  • 2015: 1.433

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold ein schwarzer Grenzstein, diesem aufgelegt übereinander zwei Schilde; im oberen silbernen eine dreilatzige rote Fahne, im unteren roten ein silberner Balken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

80 km markierte Wanderwege, Radwege, Freibad Missen mit Erlebnisrutsche, 9 Skilifte, 45 km Langlaufloipen, Bücherei, Campingplatz, Sauna im Haus des Gastes, Grillplätze, Reitmöglichkeiten, Kutschfahrten, Fahrradverleih, bewirtete Hütten, Winterwanderweg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 91 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 409. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 28 Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 75 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1682 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Missen-Wilhalms unterhält einen Kindergarten und eine Volks-/ Grundschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Hirnbein (auch Karl Hirnbein; * 1807; † 1871), Großbauer und Politiker
  • Auguste Städele (* 1879; † 1966), Bäuerin und Fotografin [5]
  • Michael Lerpscher (* 1905; † 1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, Opfer des Nationalsozialismus
  • Gudrun Brug (* 1949), Schriftstellerin
  • Joseph Hauber (* 1766; † 1834), Maler, Radierer und Lithograph.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Dröge (* 1936), Altbürgermeister [6]

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Georg von der Marwitz (* 1961), Landwirt und Bundestagsabgeordneter, verbrachte einen Großteil seiner Jugend auf dem elterlichen Anwesen bei Wilhams.
  • Ulrike Müller (* 1962), Mitglied des Europaparlaments, lebt in der Gemeinde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 571.
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 165
  4. Alpkönigblick - die Aussichtsplattform auf dem Hauchenberg auf der Webseite des Marktes Weitnau
  5. Kurzporträt von Auguste Städele
  6. Allgäuer Anzeigeblatt, 6. Juli 2011 - Ein Original mit Ecken und Kanten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Missen-Wilhams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien