Mission 21

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mission 21
Mission21-Logo.svg
Gründung 1815
Sitz Basel SchweizSchweiz Schweiz
Personen

Christine Christ-von Wedel (Präsidentin des Vorstands), Claudia Bandixen (Direktorin)

Aktionsraum Weltweit
Schwerpunkt Mission; Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika; Bildung, Austausch und Forschung
Methode Theologischer und kultureller Austausch sowie Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Armutsbekämpfung, Gesundheit, Frauen und Gender, Bildung sowie Friedensförderung
Website www.mission-21.org

mission 21 – evangelisches missionswerk basel ist ein internationales kirchliches Missionswerk mit Sitz in Basel (Schweiz), das sowohl ökumenisch wie auch interreligiös tätig ist. mission 21 ist ein Werk der evangelisch-reformierten Kirche. Der Verein pflegt in Europa partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Bethlehem Mission Immensee, dem EMS in Deutschland sowie der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in Bern. mission 21 bezeichnet handelt auf der Grundlage des Evangeliums und arbeitet eng mit kirchlichen oder kirchennahen Organisationen zusammen.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 16. Dezember 2000 schlossen sich fünf Missionswerke zu mission 21 – evangelisches missionswerk basel zusammen. Der älteste der heute drei Trägervereine von mission 21 ist die Basler Mission, die 1815 ins Leben gerufen wurde. Vom 16. bis 20. Juni 2004 fand in Basel die erste internationale Missionssynode von mission 21 statt. Die Missionssynode ist das oberste Entscheidungsgremium der Organisation. Die Partnerkirchen und -organisationen aus Afrika, Asien und Lateinamerika sowie Europa sind darin paritätisch vertreten. Die zweite Missionssynode fand 2007 in Bern statt, die dritte 2010 in Zürich und die vierte 2013 in St. Gallen.

Organisation und Verwaltung[Bearbeiten]

Missionshaus, Basel

In der Geschäftsstelle sind über 50 Personen beschäftigt. Hinzu kommen noch rund 20 so genannte „ökumenische Mitarbeitende“ aus den verschiedensten Berufen zum Einsatz bei den Partnerkirchen und -organisationen. Die Geschäftsstelle befindet sich an der Missionsstrasse 21 in Basel.

Der Sitz des Vereins ist das Missionshaus, das 1870 in Basel fertiggestellt wurde. Das Haus diente ursprünglich als Schulungsgebäude für die Missionare der Basler Mission. Das Haus ist heute auch ein Hotel und Bildungszentrum. Letzteres ist eine Aktiengesellschaft, die aus ihrem Gewinn eine Dividende an mission 21 zahlt.

Der Verein verfügt über eine hauseigene öffentlich zugängliche Bibliothek, die zudem eine ausgewiesene Fachbibliothek für Mission, Ökumene und Entwicklungszusammenarbeit ist. Ein ebenfalls vorhandenes umfangreiches Archiv für interdisziplinäre Forschung mit einem Schwerpunkt im Bereich der Afrikanistik ermöglicht ein kritisches Aufarbeiten der (eigenen Missions-) Geschichte.

Der Verein finanziert sich durch private Spenden, durch Beiträge der Kantonalkirchen und Kirchgemeinden in der Schweiz, dem Evangelischen Missionswerk Südwestdeutschland sowie durch Beiträge von diversen anderen Organisationen. Der Gesamtumsatz von beträgt aktuell rund 13,5 Millionen Schweizer Franken pro Jahr.

Das Logo stellt in stilisierter Form den Baum des Lebens dar, wie er im Buch der Offenbarung Vers 22,2 beschrieben wird. Gestaltet wurde das Logo vom Grafikerbüro VischerVettiger in Basel.

Zielsetzung und Grundsätze[Bearbeiten]

Der Verein hat das Ziel, Begegnungen mit bisher fremden Lebenswelten zu ermöglichen und dort konkret zu helfen, wo Friede, Gerechtigkeit und die Schöpfung bedroht sind. Sie setzt sich dabei im Rahmen von speziellen Begegnungen und Veranstaltungsreihen mit aktuellen Themen der Kirche und der Gesellschaft auseinander und bietet besonders in der Schweiz Raum für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen. Alle drei Jahre wählt die Missionssynode von mission 21 Schwerpunktthemen aus, welche während eines gegebenen Zeitraums in der Kommunikations- und Projektarbeit besonders hervorgehoben werden. Dies kann die Vertiefung über ein bestimmtes Land ebenso sein wie die Möglichkeit, ein ausgewähltes Projekt umzusetzen. Die Projektbereiche umfassen medizinische Hilfe, HIV/Aids-Prävention, landwirtschaftliche Ausbildung, berufliche Weiterbildung, Unterstützung von Waisen, theologische Bildung, Friedensförderung und Gleichstellung der Geschlechter. Die rund 100 Projekte verteilen sich auf 17 Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Das an der Missionssynode 2010 bestimmte Thema lautet: „Wasser des Lebens – Das Recht ströme wie Wasser und wie ein nie versiegender Strom.“ (Amos 5,24).

Das „PEP!“-Programm[Bearbeiten]

PEP! (Professionals Exposure Program) ist ein dreiteiliges Weiterbildungsangebot von mission 21. Ziel des Angebots ist es, jungen Menschen den Zugang zu moderner Entwicklungsarbeit zu ermöglichen, ohne sich dabei gleich für mehrere Jahre für einen Einsatz zu verpflichten. Nach einem Vorbereitungskurs ist ein Projekteinsatz vorgesehen, der in einem Rückkehrseminar und Workshop zur Vertiefung interkultureller Fragen abgeschlossen wird. Die Aufgabe im Projekt steht in Zusammenhang mit Beruf oder Ausbildung. So kann Fachwissen vertieft und interkulturelle Kompetenz aufgebaut werden. Während des sechs- bis zwölfmonatigen Einsatzes in Afrika, Lateinamerika oder Asien sind die Teilnehmenden für ein eigenes Aufgabengebiet verantwortlich. Jährlich leisten dabei rund 15 bis 20 Personen einen „PEP!“-Einsatz, die aus etwa 400 Bewerbern pro Jahr ausgesucht werden.

Publikationen[Bearbeiten]

Der Verein bedient sich dreier verschiedener Publikationen, um ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit über ihre Arbeit und Projekte sowie über ihre Partnerorganisationen zu informieren, aber auch um mit aktuellen Themen zu Diskussionen anzuregen. Diese Publikationen erscheinen sechsmal jährlich und sind im Einzelnen:

  • auftrag – Informationen über das Leben und seine Kehrseiten in den beteiligten Ländern
  • Nachrichten Mission 21 – allgemeine Informationen über Mission 21 und seine Projekte
  • Informell – übergeordnete Informationen der Trägervereine

Partnerkirchen und -organisationen[Bearbeiten]

Die Mitbestimmung der Partnerkirchen und -organisationen spielt eine zentrale Rolle. In den Kontinentalversammlungen dieser Partnerkirchen werden die jeweiligen Delegierten bestimmt, die aktuellen Themen definiert sowie die verschiedenen Aktivitäten koordiniert. Diese Partnerkirchen sind im Einzelnen:

  • Presbyterianische Kirche in Kamerun[1]
  • Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social Centro, CEDEPAS-Centro, Peru[2]
  • Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social Norte, CEDEPAS-Norte, Peru[3]
  • Audiovisuales del Perú, ADEP[4]
  • Basel Christian Church of Malaysia, BCCM[5]
  • Gereja Kristen Pasundan, GKP (Pasundan-Kirche), Indonesien[6]
  • Persekutuan Gereja-gereja di Indonesia, PGI[7]
  • Sabah Theological Seminary, STS, Malaysia[8]
  • Universitas Islam Negeri Sunan Kalijaga Yogyakarta, UIN YOGYA, Indonesien[9]
  • Universitas Kristen Duta Wacana, UKDW, Indonesien[10]
  • Kamerun, Fonta: Landwirtschaftliches Beratungszentrum[11]
  • Tansania, Mbeya: Moravian Church in Tanzania, South-West Province[12]
  • Tansania, Mbeya: Moravian Church in Tanzania, Southern Province[13]
  • Tansania, Teofilo Kisanji University, Mbeya[14]
  • Bolivien, La Paz: Institut für ökumenische andine Theologie, ISEAT[15]
  • Chile: Mesa Chile[16]
  • Chile, Concepción: Servicio para el Desarrollo y la Educación Comunitaria, SEDEC, Entwicklungs- und Ausbildungsdienst der Methodistischen Kirche von Chile[17]
  • Chile, Santiago: Evangelischer Entwicklungsdienst, SEPADE[18]
  • Chile, Santiago: Ökumenisches Zentrum „Diego de Medellín“, CEDM[19]
  • Chile, Santiago: Dienst für Frieden und Gerechtigkeit, SERPAJ[20]
  • Chile, Santiago: Methodistische Kirche von Chile, IMECH[21]
  • Chile, Santiago: Frauenkollektiv Conspirando[22]
  • Chile, Santiago & Concepción: Comunidad Teológica Evangélica de Chile, Evangelisch-Theologische Gemeinschaft[23]
  • Costa Rica, San José: DEI Departemento Ecuménico de Ivestiganciones[24]
  • Costa Rica, San José: SERPAJ – LA Servicio de Paz y Justicia coordinación Latinoamericana[25]
  • Argentinien, Buenos Aires: ISEDET, Instituto Superior Evangélico de Estudios Teológicos[25]
  • Ecuador, Quito: CLAI, Consejo Latinoamericano de Iglesias[26]
  • Südkorea: The Presbyterian Church in the Republic of Korea, PROK[27]
  • Südkorea: The Presbyterian Church of Korea, PCK[28]
  • Asian Fellowship of mission 21 Partners[29]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mission 21 (Basel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pccweb.org (englisch)
  2. http://www.cedepas-centro.org (spanisch)
  3. http://www.cedepas.org.pe (spanisch)
  4. http://www.adepperu.com (spanisch)
  5. http://www.bccm.org.my/
  6. vgl. http://www.mission-21.org/de/partner-und-projekte/partner/indonesien/
  7. http://pgi.or.id (indonesisch)
  8. http://www.stssabah.org (teilweise englisch)
  9. http://www.uin-suka.ac.id (indonesisch)
  10. http://www.ukdw.ac.id (indonesisch)
  11. http://www.prtcfonta.org
  12. MCT-SWP: http://www.moravian.or.tz/
  13. MCT-SP: http://www.mctsp.moravian.or.tz/
  14. Teofilo Tansania: http://www.teku.ac.tz
  15. http://www.iseatbolivia.org
  16. http://www.mision21chile.cl
  17. vgl. http://www.mission-21.org/partner-und-projekte/partner/chile/
  18. http://www.sepade.cl
  19. http://www.diegodemedellin.cl
  20. http://www.serpajchile.cl
  21. http://www.gbgm-umc.org/imech
  22. http://www.conspirando.cl
  23. http://www.ctedechile.cl (spanisch)
  24. http://www.dei-cr.org
  25. a b http://www.serpajamericalatina.org
  26. http://www.claiweb.org
  27. http://www.prok.org
  28. http://www.pck.or.kr/Eng/Main/engMain.asp (englisch)
  29. ASIA: http://www.pct.org.tw/mission21asia