Missionarinnen der Nächstenliebe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Missionarinnen der Nächstenliebe
Mutter Teresa

Die Missionarinnen der Nächstenliebe sind eine Ordensgemeinschaft in der römisch-katholischen Kirche, die von Mutter Teresa mit zwölf Schwestern in Kalkutta gegründet wurde. Die Schwestern verpflichten sich zu einem Leben nach den evangelischen Räten, Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründerin der Kongregation, Mutter Teresa, trat mit 18 Jahren beim irischen Zweig der Loretoschwestern, einer unterrichtenden Kongregation, ein. Die Ordensschwestern engagierten sich damals besonders der Mission in Indien. 1928 übernahm Sr. Teresa ihre erste Tätigkeit in Bengalen und legte in Kalkutta die Profess ab. Bis 1945 arbeitete Sr. Teresa dort als Lehrerin und begann dann mit der Krankenpflege und Fürsorge für die Ärmsten in Kalkutta. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde die neue Gemeinschaft als Kongregation päpstlichen Rechts 1950 von der Kirche anerkannt.[1] Am 1. Februar 1965 erteilte Papst Paul VI. dem Orden das Decretum laudis.[2] Die Ordensgemeinscdhaft leistet Dienst an der Armen und ist nahezu auf der ganzen Welt verbreitet. Mehr als 4500 Schwestern arbeiten in 133 Ländern, die Kongregation unterhält 710 Häuser. Darunter sind Heime für Sterbende, Lepra- oder Aidskranke, Obdachlose und Kinder.[3]

Aufnahme in die Ordensgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kandidatinnen, die bei den Missionarinnen der Nächstenliebe eintreten wollen, sollten zwischen 18 und 35 Jahre alt sein. Sie durchlaufen eine sechsmonatige Zeit als Vorbereitung auf die Kandidatur, dann eine Zeit als Aspirantin (Kandidatur), die ebenfalls ein halbes Jahr dauert. Es schließt sich ein einjähriges Postulat an, danach wird die Kandidatin Novizin. Das Noviziat dauert zwei Jahre, dann folgt die Ablegung der zeitlichen Gelübde.[4]

Ordensoberinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ordensoberin war Mutter Teresa. Nach ihr leitete ab 1997 ihre langjährige Assistentin Schwester Mary Nirmala Joshi die Gemeinschaft. Am 24. März 2009 wurde Schwester Mary Prema Pierick, eine gebürtige Deutsche, zur neuen Ordensoberin gewählt.[5]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979 errichteten Schwestern Mutter Teresas die erste deutsche Niederlassung in Essen. Weitere Häuser entstanden in Berlin-Kreuzberg, Chemnitz, Mannheim, Hamburg, München und Frankfurt am Main.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Indien: Im Kult erstarrt, Focus Nr. 8/1997 vom 17. Februar 1997
  2. Jubiläumsbrief an die Kongregation [1]
  3. GlaubeAktuell: Missionarinnen der Nächstenliebe vom 5. September 2007
  4. Missionaries of Charity 5. September 2007
  5. http://www.kath.net/detail.php?id=22480